Restauration der 25 Jahre verschollenen 01 009 von Kleinbahn

  • Hallo zusammen,


    Heute melde ich mich zur Abwechslung mal ganz abseits meines modellbauerischen Schöpfungsbereiches mit einem, von meiner Seite aus hochemotionalen Thema aus den Untiefen der grauen Familien-Vergangenheit.

    Ein verloren geglaubtes Erbstück ist nach 25 Jahren Verschollenheit nun zufällig aufgetaucht. Der internen Legende nach, handelte es sich dabei immer um eine Lok der Baureihe 214 von Kleinbahn. Ich selbst kann mich nur erinnern, dass ich es als Bub im Kindergartenalter mit einer Lok zu tun hatte, die ich keinesfalls angreifen durfte.

    Nun, wo ich das Stück in der Werkstatt stehen habe, stellt sich für mich heraus, dass es (glaub ich) eine D300 mit ÖBB Umbeschriftung 12.06 ist. Wie, warum es zur Umbeschriftung kam, lässt sich nicht mehr feststellen.

    Die Lok ist in Summe gesehen stark restaurierungsbedürftig. Das Rad einer Treibachse ist spurkranzlos (gehört das so? ), das hintere Lage des Motors ist lose, etc.


    Mein Plan ist, diese Lok, wenn möglich in musealen Tpo-Zustand zu versetzen.

    Gibt es eine spezialisierte Profiwerkstatt, die hier gegen entsprechendes Entgelt fachlich versierte Hand anlegen kann?

    Ich bin auf dem Thema Kleinbahn Restauration nämlich überhaupt nicht fit. Materialkunde, Ersatzteilsituation etc,..Alles ein spanisches Dorf für mich. Für gute Ratschläge bin ich also sehr dankbar!

    Hier ist sie übrigens...

    VG

    Peter

  • Bin auch Laie in Sachen Kleinbahn (wird hier im Forum doch sicherlich ein paar Experten geben, die mit fachmännischen Ratschlägen weiterhelfen).........


    schöne Lok :)

  • creme21


    Das ist eine D300 auch wenn diese abgeändert wurde. Die Windleitbleche wurden geändert (Witte statt Wagner). Aber vielleicht gab es auch unterschiedliche Ausführungen von Kleinbahn - hier kann nur unser Spezialist musiker Auskunft geben.

    LG Gerhard

    kkStB174

  • So, wie es Gerhard beschreibt: Ein Besuch bei Johannes (musiker) zahlt sich aus! Das spurkranzlose Treibrad ist ok - ist auch bei der D12 so, sonst kommen die Trümmer nicht um den KLEINBAHN-Radius herum. Letztlich auch bei den 1x80ern mit dem "Plastikradl".


    Bin schon gespannt, wie das Fundstück glänzen wird!

    Einmal editiert, zuletzt von maybreeze ()

  • Einen Originaltender (denjenigen der 214, glaube ich) solltest ihr jedenfalls spendieren:

    Danke für den Tipp, ich bin schon dran und hoffe den Zuschlag zu bekommen.

    Über dem angekuppelten Tender am Foto ist meinerseits auch ein riesiges Fragezeichen gewesen. Kam mir seltsam vor...

  • Die Tender der D300 hatten ein Fahrgestell aus Blech, diejenigen der D214 aus Guss, wie ich gerade nachgelesen habe, sollte aber zu verschmerzen und besser als der preußische Tender sein!


    LG Michael

  • Ich habe eine D300 im Originalzustand rumstehen. Werde sie für dich ablichten.

    Gruß Matthias


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    Wer was über dieses Thema wissen will: https://www.opendcc.de/index.html


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  • Kann mir jemand der Altbau- Kleinbahn Spezialisten Auskunft darüber geben, ob die Treibräder der D300 die gleichen Durchmesser (Naben- Innendurchmesser und Radaussendurchmesser - ohne Spurkranz) , wie die spätere 214er hat? Auf Basis von Fotos lässt sich das nicht beurteilen.

    Ich müsste ein mittleres Treibrad ersetzen.

    Auf der mittlere Treibachse ist nämlich irgendwann mal im Zuge einer Erste Hilfe Aktion, ein Rad mit Spurkranz und fremdem Nabendurchmesser aufgezogen worden. Daher ist diese Achse nun leider mit zwei unterschiedlichen Rädern versehen. Das muss jedenfalls korrigiert werden.

    VG

    Peter

  • Nein haben sie nicht. Die der D300 sind wesentlich größer.

    Gruß Matthias


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  • Das Knoll hat Fotos gemacht:

  • Der Magnet!

    Gruß Matthias


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  • Zitat

    Was ist das Trumm hinten am Motor?

    Das ist das hintere Motorlager. Die Magneten sitzen oben und unten.


    Die D 300 hatte allerdings, bedingt durch den dicken Blechanker im Motor, einen deutlichen Auslauf, trotz Beleuchtung.


    Kleines Nebenbei: 1954 kamen die Signale mit Zugbeeinflussung; in der Folge regten sich viele Kunden bei Klein auf, da die Loks beim Signal nicht stehen blieben, und 1955 wurde dann der Motor umgebaut - dünner Blechanker, "punktgenauer" Halt, Drahtschnecke.


    Es handelt sich um eine Maschine der letzten Serie, bereits mit dem späteren 214 Tender mit Drehgestellen; interessant: die aufgeklebte Nummer 18 012 (es wurde wohl das "E" abgezwickt, denn die Nummer gehörte eigentlich zur E 18);


    mit den Nummern nahmen es die Kleinschen Mitarbeiter damals nicht so genau, da wurde fast alles irgendwo uraufgepickt


    lg

    musiker

  • Für eine Pacific hat sie ja die richtige Achsfolge. Nur der Rest stimmt hinten und vorne nicht. Für eine 03 finde ich sie aber sehr gut getroffen, für damalige Zeiten ein Highlight auf jeder Anlage.

    Gruß aus dem Wilden Westen


    Gerhard


    und sie bewegt sich doch.