Beiträge von maybreeze

    Servus,


    interessant!


    Der Seniorchef der Schuhfabrik, David Langfelder ist am 7.5.1925 am israelitischen Friedhof in Mödling begraben worden. Er ist mit 59 verstorben und hat 4 Kinder (2 Söhne und zwei Töchter) hinterlassen.


    Der Hinweis auf die Religion lässt eine Enteignung des Areals 1938 schon erahnen: Firmengeschichte Langfelder Seite 177 ff


    Die im Text erwähnten neuen Eigentümer Weber/Hinteregger lassen aufhorchen, denn "die Brüder Hinteregger besaßen eine Kraftfahrzeughandelsgesellschaft in Wien" - Anton Hinteregger war nach dem Krieg der "Ford-Kaiser" von Österreich, das Firmengebäude am Hietzinger Kai mit der Weltkugel am Dach (heute - Ironie der Geschichte - gehört das Gebäude zum Porsche-Clan) ist vielen sicher noch bekannt.


    Das Wiener Adressbuch Lehmann Online geht nur bis 1942 und da war Atzgersdorf zwar Teil von Groß-Wien, die Gatterederstraße ist jedoch nicht (weil nicht im Stadtgebiet vor Oktober 1938) erfasst.


    Das ließe vermuten, dass die 456 die Konskriptionsnummer sein könnte.


    Ich werde mal die Kollegen der Maurer Heimatrunde befragen.


    Jedenfalls ist es bemerkenswert, dass 1954 die Nummerierungssystematik (Radialstraßen von Zentrum ausgehend und Tangentialstraßen im Uhrzeigersinn rechts gerade Nummern) nicht angewendet wurde. Hausnummer 456 wäre in der relativ kurzen Gatterederstraße nicht möglich. Für die Nummerierungssystematik gibt es allerdings in Wien einige Ausnahmen.


    :)


    Mein KLEINBAHN-Ziegel! Der Haufen lag dort, wo einst der Eingang in das KLEINBAHN-"Paradies" war.


    Im Katalog 1958/59 wird auf die neue, kurz zuvor bezogene Produktions- und Vertriebsstätte in Atzgersdorf hingewiesen:


    Gatterederstraße 456!


    Klassischer Handsatz-Fehler der eigenen Hausdruckerei, denn die Hausnummer war 4-6, nach der Trennung in KMB und KLEINBAHN nur mehr 4. Möchte nicht wissen, wie der Ing. Erich darauf reagiert hat: Zig-tausend Kataloge gedruckt!

    Ich denke, dass die Post trotz der falschen Hausnummer damals alles an der richtigen Stelle abgegeben hat ;)


    Zum Thema Ziegelzeichen:


    Wikipedia


    Ziegelmuseum

    Letzte Woche Miitwoch:


    Großer LKW schiebt auf's Gelände, dort wo einst der Verkaufsraum und die Lagerhalle war:



    Das Betonfundament ist Geschichte:



    Nur mehr ein kleiner Ziegelhaufen



    Zwei Ziegel mit dem eher seltenen Monogramm AÖBG stechen ins Auge:



    Allgemeine Österreichische Baumaterialien-Gesellschaft


    Nach Rückfrage beim Vorarbeiter: Schwuppdiwupp: Ein Ziegel weniger!



    ;)


    Ich denke, ich werde ihn Musiker bei Gelegenheit wehmütig ins Kleine Bahnmuseum bringen.

    Anläßlich dieser zweitägigen Veranstaltung ist am Sonntag (29.5.) die 2050 mit den historischen Zweiachsern im Gelände unterwegs.

    Liebhaber der 1014 haben die Chance, die Lok 1014 012-7 vor der Halle fotografieren zu können.


    Und wie immer können sich am Sonntag Forenteilnehmer bei mir zu einer Spezialführung melden.


    400m² Modellbahnanlage in Spur N 1:160


    Am 28. und 29.5. von 10-17 Uhr gibt es in der Lokomotivhalle des Eisenbahnmuseums Strasshof eine Premiere. Erstmalig wird mitten in der 1943 erbauten Lokomotivhalle auf einer Fläche von über 400 m² eine riesige Modellbahnanlage in Modulbauweise aufgestellt. Im Ambiente von historischen Dampf- und Elektroloks ist das eine Premiere sowohl für das Heizhaus als auch für die ausstellenden Vereine, die ihre detaillierten Module im Spur N (Maßstab 1:160) zu einer großen Anlage zusammenstellen.


    Das Besondere an Modulanlagen ist, dass diese aus einzelnen liebevoll detailliert ausgeführten Landschaftsteilen zusammengefügt werden. Teile der nachgebauten Arlbergstrecke werden ebenso zu sehen sein wie typische Landschaften Österreichs sowie historische Bahnhöfe. Jedes Modul enthält Eisenbahnszenen, sodass sich am Ende eine riesige Anlage ergibt, auf der Züge über weite Strecken durch höchst detaillierte Landschaften fahren.


    Für Besucher ergibt sich die erstaunliche Möglichkeit, mehr oder weniger mitten durch die weitläufige Anlage durchzugehen, um jede einzelne Szene sehr genau zu besichtigen. Zusätzlich gibt es einen Flohmarkt und weitere Verkaufsstände für Modellbahnzubehör.


    Als weitere Attraktion werden am Sonntag Publikumsfahrten durch das Gelände durchgeführt. Als Zuglok kommt dabei die legendäre Diesellok 2050 zum Einsatz, die durch ihren unglaublich satten Motorklang zu begeistern weiß. Der V12 Motor mit 110 Litern Hubraum leistet 1.500 PS und zieht zwei Waggons durch das weitläufige Gelände, Mitfahrt gegen freie Spende.


    Während der N-Tage ist die bei den Kindern sehr beliebte Gartenbahn durchgehend in Betrieb. Auch die Modellbahnen in Spur H0 und LGB sind in Betrieb, auf kleinen Anlagen zum Selberfahren kann fleißig geübt werden.


    Datum: 28.+29.5.2022 10-17 Uhr

    Eisenbahnmuseum Strasshof

    Sillerstraße 123

    2231 Strasshof an der Nordbahn

    S1 Station Silberwald

    office@eisenbahnmuseum-heizhaus.com

    http://www.eisenbahnmuseum-heizhaus.com

    Tel. 02287 3027

    Ergänzung zu oben:



    Daniel St. (nicht mit mir verwandt) ist wirklich ein toller Knabe: Arbeitet den ganzen Tag mit, meckert nicht, ist auch nicht lästig (außer: "Was kann ich noch streichen?"). Ist mit seinem Vater ein echtes Team und die beiden bringen bei unseren (teilweise gemeinsamen) Arbeitseinsätzen wirklich was weiter.

    Danke für Deinen Besuch im Heizhaus und es freut mich, dass es Euch gefallen hat.


    Unser jüngstes "Renovator"-Mitglied geht übrigens noch in den Kindergarten:



    Bezüglich der offenen Grube: Danke für den Hinweis, letzten Sonntag war sie "Requisite" der Performance im Rahmen von KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) zum Thema Italienerschleife.


    War das Wetter wirklich so schlecht? Der Regenschauer war ja bald vorbei.

    Etwa ab >hier<


    Bei Gottfrieds Baugeschwindigkeit bekommt man gar nicht mit, was er nicht schon alles gebaut hat! Danke für den Hinweis, Manfred!


    Ich denke, es wäre interessant und ein gutes Einsteigerobjekt im Kartonbau, wenn Gottfried einen bemaßten Bauplan einstellen würde. Was meint ihr?

    Servus Chris,


    das, was abgerissen wurde, war billigster und einfachster Barackenbau (einfache Ziegelwand, offene Dachkonstruktion, mittlerweile allein ein heizungstechnisches No-Go), wie man sich bei jedem Einkauf "vergewissern" konnte. Jede Neuverwendung wäre wohl an der notwendig neuen Betriebsgenehmigung gescheitert.


    Der Büro/Produktionsteil wird wohl wie der ehemalige KLEIN Modellbahn-Teil in Lofts umgebaut.

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    Das Tor verschlossen, Kunden werden keine mehr parken:


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    Die Vitrine mit den Modellen und den alten Firmenaufschrift-Buchstaben ist weg - nur mehr die Wand des Wien Energie Trafogebäudes zu sehen:


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    Vom Verkaufsraum/Verkaufslager ist nur mehr das Fundament übrig geblieben. Die alte Kassa mit dem in Ehren jahrelang verblassten Farbband und Frau Pfeisl dahinter sind endgültig Geschichte. Der charakteristische Barackengeruch wird jedoch in Erinnerung bleiben.


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    Der Bagger hat volle Arbeit geleistet. Verkauf und Lager niedergerissen!


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    Und morgen ist sicher auch LEINBAHN endgültig Geschichte und nichts deutet mehr auf die glorreiche Geschichte des heimischen Spielwarenherstellers hin:


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    Wie bei KLEIN Modellbahn wird das ehemalige Büro- und Produktionsgebäude wohl weiterbestehen und kundige Menschen werden mit Wehmut so wie am Schottenring oder wie ich als Kunde in der Kirchengasse gehen und die KLEINBAHN Fahrzeuge daheim noch sorgsamer behandeln.


    Wehmütig kam mir heute bei der Nachschau die Melodie "Sag' zum Abschied leise Servus ..." in den Sinn. Ich denke, vielen von Euch geht es beim Anblick der Bilder ebenso.



    Vielleicht baut H0er Gottfried ein Kartonmodell des Bürogebäudes für KLEINBAHN Freaks - oder stellt eine Bauanleitung ein? Oder wär' das was für die 3D-Druck-Gemeinde?

    Am kommenden Sonntag, 1. Mai, ist wieder Dampftag im Heizhaus Strasshof!


    (Auf Wunsch der Administration habe ich die Ortsergänzung vorgenommen - einige wissen möglicherweise nicht, wo das Heizhaus ist, die Fahne ist im Sinne der allgemeinen Beflaggung dem Staatsfeiertag 1. Mai geschuldet)


    "Diensthabende" Lok ist die 97.208, die in authentischer "Erzbergaufstellung" (Schlot zum Wagenzug) unterwegs sein wird.


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    Zusätzliche Attraktion an diesem Tag ist der Besuch des Österreichischen Motor Veteranen Club. Helden des Verkehrs auf der Straße treffen die Helden auf der Schiene!


    Die seinerzeitigen Begierden in Chrom und Lack treffen etwa gegen 11 Uhr ein und verlassen das Heizhaus gegen 14 Uhr. Danke übrigens skipper, der die Jubiläumsausfahrt des Vereins ins Heizhaus initiiert hat.


    Forumsmitglieder können sich wie immer bei mir für eine Spezial-Führung melden!

    Ich seh' die Sache zwar sentimental, weil KLEINBAHN mein Leben begleitet, aber schon die alten Griechen wussten schon: panta rhei - es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.


    Viele Dinge, die man wohl liebgewonnen hat, verschwinden eines Tages und Neues kommt. Und gerade hier in vielen Beiträgen sieht man auch, dass sich die Ansprüche und auch die Gewohnheiten des Kundenpotentials stark verändert haben.


    Auch andere, als unsinkbare Schiffe angesehene Unternehmen und Einrichtungen verschwinden oder sind vom Markt verschwunden: Philips oder Bally wären wohl ein gutes (internationales) Beispiel, aus heimischer Sicht Elin, Meinl, Steyr, SGP, Konsum, Eumig, Donauland, Mautner Markhof, Länderbank, Creditanstalt-Bankverein, DDSG, Schrammel Brot, Herzmansky, Wien Film, Wiener Eisrevue, Kaindl ... (jedem von Euch fallen noch weitere 10 ein)


    Es waren mehr oder weniger gute 74 Jahre mit KLEINBAHN ... danke dafür!


    Und denkt bei aller Sentimentalität daran: Das Fabriksgebäude war ursprünglich eine Schuhfabrik! Und das, was abgerissen wird, ein ziemlich einfacher, billig gebauter Schupfen.