Neues aus dem steirischen Randgebirge

  • Wenn ich mal Platz für eine Anlage habe ( diesen Satz kennen wohl viele), ist ein Punkt zu Punkt Verkehr geplant.
    ABER mit der Möglichkeit, auch mal nur so im Kreis einen Zug fahren zu lassen. Ich hab es als Entspannend genossen, nach Feierabend bei einen Gläschen und einer guten Platte Musik nur so im Stuhl zu sitzen und dem Zug beim vorbei fahren zuzuschauen. Einfach nur eine Stunde zum ausspannen. War halt nur auf einen Tisch mit einen stinknormalen Oval.
    An einen kalten Nachmittag kann die gesamte Anlage dazu dienen, wozu die Moba eigentlich da ist. Zum spielen. +:

    Gruß aus dem Wilden Westen


    Gerhard


    „Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“


    Mark Twain

  • Kreisbahn bitte nicht als geschlossener Kreis oder Oval sehen. Ich stell mir das so vor: A und B sind Endpunkte, bzw. Bhf X mit Ausfahrt a und b, jeweils mit Kehrschleife und SBH. Mit der Möglichkeit, bei den beiden SBH eine einfache Verbindung das ganze im Untergrund zusammenführen. Wenn so ein 3 Meter Schnellzug oder Güterzug langsam an dir vorbei zieht (nicht im ICE Tempo) und du sitzt im Stuhl mit einem Guten Bierchen :bier: , noch etwas ACDC, Rolling Stones oder Jean Michel Jarre hören, den Gedanken nachhängen--so stell ich mir einen gepflegten Feierabend vor. :smoke:

    Gruß aus dem Wilden Westen


    Gerhard


    „Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“


    Mark Twain

  • PS: "Punkt zu Punkt" und "Kreisfahren" schließen sich aus, zumindest auf derselben Strecke. Kreisfahren ist natürlich legitim (für den der´s braucht), nur sollte man das fairerweise nicht als Modellbahn bezeichnen, sondern als Spielbahn. Gerade solche Anlagen sind der Grund, warum man bei der Nennung der Modellbahn als Hobby mitleidige Blicke erntet...


    Da bin ich eben nicht deiner Meinung. Und das ist auch der Grund, warum ich Aussagen wie die von OOK zum Kreisfahren als missionarisch bezeichne.


    Mir will nicht einleuchten, warum eine Kreisbahn weniger "Modellbahn" sein sollte als eine Bahn von A nach B. In beiden Fällen wird mit einem Spielzeug heiße Luft durch die Gegend gefahren. In einem Fall halt etwas mehr dem Vorbild nachempfunden. Am Ende aber ist es das gleiche.


    Es gibt Berufseisenbahner, die halten Modelleisenbahner sowieso, aber die, die mit Fahrplan und nach Regelwerken der großen Eisenbahn fahren, erst recht für komische Käuze.


    In den Augen von vielen Nicht-Modellbahnern ernten wir hier alle die genau gleichen mitleidigen Blicke, m.E. brauchen wir also nicht weiter zu differenzieren zw. richtig oder falscher Modellbahnerei oder gar nur Spielbahnerei.


    Mein Standpunkt also:
    1. Modellbahn ist per se Spielzeug, egal ob man seine Züge immer im Kreis fahren lässt oder nur vor und zurück.
    2. Erlaubt ist was gefällt.
    3. Es gibt kein richtig oder falsch.



    Zum Kreisfahren vs. von A nach B:
    1. Ich kenne beides und mache beides, wie in Beitrag 501 beschrieben. Beides hat angenehme Aspekte und macht aus meiner Sicht daher Sinn und ergänzt sich. Beides nur für sich ist irgendwann fad. Besser daher, die Anlage kann beides anbieten
    2. Es ist wie mit Beton: es kommt drauf an, was man daraus macht.



    Interessante Diskussion! Gerne mehr
    Jürgen

  • Grundsätzlich habt ihr beide recht. Einfach nur im Kreis fahren wurde ja schon Niki Lauda zu blöd. Da ist ein End-zu-End-Betrieb eben nicht zu schlagen, darum fahr ich im Verein auch so gern H0e.
    Da ist das Fahrdienstleiter-Erlebnis da und das macht absolut Spaß.
    Kreisfahren ist aber nicht das Schlechteste, vor allem auf Vereinsanlagen, da sind halt die Züge irgendwo draußen unterwegs während man im Bahnhof Verschub erledigt. Ist auch nicht das Schlechteste.


    Die einfache Kreisanlage mit der Anfangsgarnitur war wohl bei fast allen die Einstiegsdroge. Wenn man aber von Vornherein ein bissl Betrieb macht und z.B. statt eines Personenzuges einen Güterzug mit offenen Waggons, auf denen man Legosteine zum Bau eines Bahnhofes zur "Baustelle" transportieren kann, einsetzt. erhöht sich der Spielspaß gleich enorm.
    Alles andere kommt dann mit der Zeit und irgendwann findet man dann sein Thema, seine Baugröße und sein Konzept.
    Hängt alt von vielen Faktoren ab, was man machen kann/will oder sich zutraut.


    Aber egal, wie wir an unser Hobby herangehen, am Ende muss es uns selber am Meisten gefallen und wir müssen Spaß haben, daher ist das von Jürgen gesagte absolut zu unterstreichen.

    Mein Standpunkt also:
    1. Modellbahn ist per se Spielzeug, egal ob man seine Züge immer im Kreis fahren lässt oder nur vor und zurück.
    2. Erlaubt ist was gefällt.
    3. Es gibt kein richtig oder falsch.


    denn vor dem Prellbock sind wir ALLE gleich!





  • Jetzt geb ich doch auch noch meinen Senf ab. Es wird, denk ich, in erster Linie auch mit der Größe der Anlage und dem Thema zusammenhängen. Klar ist Lokalbahnidylle, wo mit einem Zug von Punkt A nach B beschaulich gefahren wird, eine nette und übersichtliche Möglichkeit. Wenn die Anlage aber größer ist und eine doppelgleisige Strecke geplant ist, wo mehrere Züge unterwegs sein dürfen/ sollen/ können, dann verliert man schnell den Überblick. Das ist meine Erfahrung. Und ich bin sehr froh, dass ich mich einfach mal zurücklehnen kann, ohne Verschub, ohne Nebenstrecke, ohne alle Züge zugleich im Auge behalten zu müssen... 10 Minuten später ist eben schon wieder ein bisschen selbst gesteuerter Betrieb, Lokwechsel, Vorspann (müssen wir erst üben) oder Schmalspurbahn interessant....


    Lg, Clemens

  • Und zum Schattenbf mit Kehrschleife: auch das habe ich analysiert. Entweder die Züge kommen gestürzt, also in der falschen Reihung wieder raus, oder man setzt die Lok um (so wie es auch das Vorbild macht)- dann brauche ich aber auch keine Kehrschleife, es ist dann der selbe "Aufwand".


    Einfach nur im Kreis fahren wurde ja schon Niki Lauda zu blöd. Da ist ein End-zu-End-Betrieb eben nicht zu schlagen, darum fahr ich im Verein auch so gern H0e. Da ist das Fahrdienstleiter-Erlebnis da und das macht absolut Spaß.
    Kreisfahren ist aber nicht das Schlechteste, vor allem auf Vereinsanlagen, da sind halt die Züge irgendwo draußen unterwegs während man im Bahnhof Verschub erledigt. Ist auch nicht das Schlechteste.


    Obwohl das "Wieder mit einem Anlagenbau beginnen" bei mir in weite Ferne gerueckt ist moechte ich doch meine damaligen Gedanken zu diesem Thema beitragen. Nachzulesen im Thread
    Neubeginn in France (lachkater) [THREAD GESCHLOSSEN]
    @ Trapeztafel: Zu deinen Gedanken muss ich doch entgegnen dass es auch bei Schattenbahnhoefen Sinn macht eine Kehrschleife miteinzuplanen. Personen und Schnellzugwaggons werden sicher im diesem umfahren und kommen richtig gereiht wieder auf die Strecke zurueck. Bei Gueterzuegen vor allem bei GAG´s ist es ja nicht zwingend notwendig und somit ergibt sich bei zwei Schattenbahnhoefen mit Kehrschleifen auch ein im Kreisfahren. Mein Plan sah sogar Verbindungen zwischen den Schattenbahnhoefen vor, so dass sowohl in beiden Richtungen im Kreis gefahren als auch im Hundeknochensystem und von Schattenbahnhof zu Schattenbahnhof ueber Strecke und Hauptbahnhof (Systemwechsel) gependelt werden konnte.

  • Schönen Abend in die Runde,


    nach dem bescheidenen Wetter der letzten Wochen habe ich die heutigen Sonnenstrahlen genutzt und endlich einmal ein Foto von meinem spektakulärsten Neuzugang der letzten Zeit gemacht: exquisit gestaltete Ölfässer aus der hier im Forum bestens bekannten Fuchs’schen Feinmanufaktur – ein großes Dankeschön an Gerald.


    Jürgen


  • Schönen Abend in die Runde,


    ... einmal ein Foto von meinem spektakulärsten Neuzugang der letzten Zeit gemacht: exquisit gestaltete Ölfässer aus der hier im Forum bestens bekannten Fuchs’schen Feinmanufaktur – ein großes Dankeschön an Gerald.


    Jürgen


    Jaja, Fassln machen kann er wirklich, "unser" Gerald :thumbsup: !! Muß man ehrlich neidlos anerkennen .... ;)


    Wobei die Fassln aber von Jürgen (jzipp) auch meisterlich fotografisch in´s richtige Licht (samt Umfeld) gerückt wurden !

    Einmal editiert, zuletzt von 78er ()

  • Den Besen und die Schaufel glaub ich bei Weinert 3223

    Gruß aus dem Wilden Westen


    Gerhard


    „Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“


    Mark Twain

  • Wo gibt´s den Besen und die Schaufel?

    Preiser Teile überarbeitet: neuer Besen- bzw. Schaufelstiel aus 0,3mm Messingdraht und neu bemalt.


    "spektakulärsten Neuzugang" ....... jetzt wird ich aber rot +)
    LG Gerald

    Kein Grund dafür. Deine Fässer sind echt perfekt (siehe auch hier --> LINK)

  • "spektakulärsten Neuzugang" ....... jetzt wird ich aber rot +)


    LG Gerald


    .... und vollkommen zu recht!!!!! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: sagt ein stolzer Faßbesitzer!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Griass Eich,


    als schon länger nebenher laufende Zwischenbastelei habe ich jetzt endlich ein kleines Bahnwärterhaus aus einem Lasercut-Bausatz von KB-Models fertiggestellt. Vor der weiteren landschaftlichen Ausgestaltung des Umfelds stellen sich mir nun aber ein paar Fragen zur Nutzung eines solchen Gebäudes beim Vorbild in den 50er Jahren.


    So ein Gebäude erscheint mir zu klein, um auch als Wohnort für einen Bahnwärter zu dienen. Wie war dann aber die Nutzung dieses Gebäudes geregelt? Wie kam ein Bahnwärter zu solch einem Gebäude hin? Gab es auch neben so einem Bahnwärterhäuschen einen Gemüsegarten oder gar eine Eisenbahnerkuh sprich Ziege? Gibt es sonst noch einige typische Ausgestaltungselemente, die unbedingt dazugehören?


    Ich sag schon einmal Danke für eure Unterstützung vorab
    Jürgen



    Hier die obligatorischen Fotos – das letzte Bild zeigt das Gebäude übrigens an dem vorgesehenen Standort auf meiner Anlage.



  • Servus Jürgen,


    brauchst ja nur mal in der Weltliteratur nachlesen, was sich im Bahnwärterhaus in Wuzelwang an der Wuzel abgespielt hat - ist doch gleich ums Eck, wenn ich mich recht entsinne, oder? ;) Oder ist es gar ein verkleinerter Nachbau des Originals?


    Klaus

  • Liebe Kollegen,
    danke für Eure Hinweise, aber ich muss meine eigentliche Frage noch einmal wiederholen bzw. präzisieren:
    - In dem Haus kann wohl kein Bahnwärter wohnen, weil zu klein
    - Gab es dann bei solchen kleinen Bahnwärterhäusern überhaupt einen Gemüsegarten?
    - Wenn ja, wem hätte der gehört?
    - Wenn nicht bewohnt, wie wäre dann ein Bahnwärter zum Dienst zu dem Haus hingekommen, wenn die nächste Siedlung 10 km oder mehr weg ist und die Strecke durch eher unwirtliches Gebiet führt ? Es wären dann wohl auch mehrere Bahnwärter gewesen...

    Oder ist schlicht meine Annahme falsch und auch so kleine Banwärterhauser sind (auch in den 50er Jahren) bewohnt gewesen?


    Das Bild eines schönen Gemüsegartens hab ich übrigens zum Glück vor der Nase :)
    Jürgen