Beiträge von Rh108

    Größere Radien sind zwar immer gut, aber ich würde zumindest überprüfen, ob die Lok über Weichenstraßen kommt. Eine Tillig Elite DKW hat ca. einen Radius, der einem Roco R4 entspricht, die EKW von Roco wird ca. R5 sein....


    Liebe Grüße,

    Clemens

    Und der Golfstrom, der für deine unmittelbare Wohnumgebung Klimabestimmend ist, kommt nun einmal aus dem Golf von Mexiko und net vom Golfplatz nebenan.


    Man sieht dass es nix bringt wenn man seinen Horizont künstlich eng hält - außer dass man nix mehr sieht ;)

    Sehr charmant war das nicht gerade. Mir ist völlig klar, dass ein globales Problem wie die Klimakrise auch global gelöst gehört; aber mein Wirkungsbereich ist nun mal lokal; ich kann ein bisschen über Kaufentscheidungen meinen Beitrag leisten, indem ich mich für Regionales oder Bio oder Fairtrade entscheide oder aber zumindest nicht unbedingt das Leiberl oder die Jeans aus Bangladesch kaufe. Ich kann das Radl oder den Zug nehmen oder verstärkt Homeoffice (als Selbständiger kann ich das tatsächlich selbst entscheiden) betreiben. Letztlich bleibt aber mein persönlicher Wirkungsgrad äußerst bescheiden - und definitiv lokal beschränkt. Und auf manche Dinge werde ich nicht verzichten wollen... dass diverse Modellbahnhersteller einiges an Transportwegen in Kauf nehmen, um die Kosten zu reduzieren, ist mir völlig bewusst.


    Politik wäre gefragt, aber Politik ist auch der Wirtschaft verpflichtet und da gibt es viel zu viele unterschiedliche Interessen - also wird kaum was passieren, fürchte ich. Man sieht ja auch in diesem Forum, wie unterschiedlich die Interessen sind - Man lobt zum Beispiel die Ambitionen eines 1-2-3- Tickets, sagt, dass man auf einige Autofahrten, wenn man ehrlich zu sich wäre, durchaus verzichten könnte - und schon fällt das Wort "Ökofaschist"..... :bier:


    Mehr hab ich dazu eigentlich nicht mehr zu sagen!

    Liebe Leute,


    es scheint da einen Hebel im Hirn zu geben, sobald es um Wirtschaft geht. Ich bin selbständig und bin immer wieder überrascht, wenn ich Verwandte und Freunde mit Betrieben habe, die grundsätzlich sehr sozial sind, aber in Wirtschaftsfragen plötzlich nur mehr von Gewinnmaximierung und Wettbewerbsfähigkeit reden. Ich hab schon seit Jahren einen etwa gleichen Gewinn und komme gut zurecht..... Muss es immer mehr werden?


    Und da kommen wir zur Umwelt: Ich bin aus dem Bezirk Wiener Neustadt - ich liebe die Schwarzföhren, aber die Kronen werden zunehmend braun; es hat unlängst gehagelt und der gesamte Garten ist hin - die Wetterextreme häufen sich; ich bin in Wiener Neustadt in die Schule gegangen - die wahrscheinlich zubetonierteste Stadt in Österreich - der Hauptplatz schick mit Granit ausgelegt, alle Bäume meiner Jugend weg; riesige Einkaufsflächen am Stadtrand, wo alle mit dem Auto bequem hinfahren können, aber alles tot in der Innenstadt.

    Aber trotzdem sagt der Bürgermeister - wir brauchen unbedingt die fertige Umfahrungsstraße - mitten durch Naturschutzgebiet - "weil ich lass doch nicht alle Autos durch meine Stadt....." Na, wo werden die hinfahren? - zu den riesigen Einkaufszentren natürlich.


    Und da bin ich nicht nur bei der globalen Klimakrise, wenn ich Maßnahmen setze, sondern da bin ich bei Schutz von Grünraum, weg von der Zersiedelung, weg von der Bodenversiegelung; ich beobachte das schon seit mindestens 20 Jahren, und ärgere mich schon lang - und Wiener Neustadt ist für mich das Paradebeispiel fürchterlicher Stadtplanung.


    Daher: Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, Stopp der Zersiedelung, eher Umbau als Neubau (wenn ich mir den Boom der Bauwirtschaft anschau, bin ich nur verblüfft), wieder regionalere Verkaufsangebote, weniger Autofahrten usw. Ich hab irgendwo gelesen, dass die von der EU geforderte Reduktion des geplanten CO2-Ausstoßes im Verkehr durch einen autofreien Tag pro Woche, wie damals in den 70ern, hinzukriegen wäre. Weiß nicht, ob da was dran ist.... Und den LKW-Verkehr müsste man nun endlich in die Schranken weisen. Mehr Verkehr als vor der Pandemie, das gibts doch einfach nicht!


    Also viel zu tun.... Und da gehts mir nicht um Amerika, China oder die Welt, sondern um meine unmittelbare Wohnumgebung...

    Ich finde die Diskussionen sehr interessant, aber es ist vermutlich Hopfen und Malz verloren in Österreich, dass Autoliebhaber auf Öffis umsteigen. Und neben ein paar Gebieten, wo Du wirklich ohne Auto aufgeschmissen bist, ist es, ganz ehrlich, reine Bequemlichkeit. Ich bin aus einem Dorf, und ich gestehe, die 5 km zum Bahnhof lasse ich mich kutschieren. Der Einkauf im Nachbardorf muss auch normalerweise mit dem Auto erledigt werden.... und wenn mans schon hat das Auto, fährt ma die 500 Meter zum Arzt auch noch schnell mit dem Auto und schafft auch die 10 Minuten Fußweg zum übernächsten Nachbarn nicht mehr per Pedes.... Reine Bequemlichkeit.... Jetzt sind etliche neue Busverbindungen aus dem Nichts entstanden, alles Leerfahrten. Geld versenken, könnte man sagen.... aber hoppla: Ich lebe ja schon lange in Wien und hab hier gar kein Auto und fahre auch innerhalb von Österreich alles öffentlich - geht alles.... Und viele Junge wollen mobil sein, das Auto per se hat schon ziemlich an Status und Image verloren.... Darum denke ich mir auch, zuerst muss mal das Angebot geschaffen werden - trotz Leerfahrten und Subventionen. Die Alten werden eh nicht mehr groß umsteigen, außer wenns eine Parkplatznot wie in Wien gibt vielleicht, aber die Jungen ticken da vielleicht mal anders....

    Guten Abend!


    Baustellen an jeder Ecke und mittendrin die Schratt....







    Ein paar Details:

    Zuerst das Tunnelportal, farblich nachbehandelt:



    Ein Solo für die phantastische OttoWagner - Kapelle von Herrn Abraham:



    Und zuletzt der 1. Schüttbahnsteig am Bahnhof Semmering im Vergleich mit dem Originalphoto: Tolle Lampen von Alphamodell, die ich im SecondHandLaden in der Ahornergasse erstehen konnte. Dahinter das Semmering- Aufnahmegebäudeprobemodell aus Papier... Da fällt mir auf, dass der 629er/77er neue Lamperl gut stehen würden.





    Die neue 209er haben wir uns auch gegönnt:




    Einen schönen Abend noch,

    Clemens