ÖBB Rungenwagen Elo(s) bzw. O(l)mm

  • Servus


    Was sagt die Beizeichnung dieses Wagens aus ?

    Sie sagt aus, dass sich der Mensch, der die Beschriftung ausgesucht hat, nicht auskennt. Der Wagen ist als BBÖ Epoche II Wagen beschriftet, wurde aber erst von der Deutschen Reichsbahn gebaut, kann also keine BBÖ-Nummer mehr getragen haben. Genau genommen stimmen auch die Maße nicht.

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Genau genommen stimmen auch die Maße nicht.

    Die stimmen aber bei allen Elo-Modellen nicht.


    Außerdem gab es Olr der BBÖ Baugruppe N-36. Bei diesem Modell wurde sogar das Sprengwerk geändert um ihn als BBÖ Wagen beschriften zu können.

  • Die stimmen aber bei allen Elo-Modellen nicht.


    Außerdem gab es Olr der BBÖ Baugruppe N-36. Bei diesem Modell wurde sogar das Sprengwerk geändert um ihn als BBÖ Wagen beschriften zu können.

    Ist unter "diesem Modell" das von Helmut gezeigte zu verstehen? Oder meinst du etwas anderes?


    1928/29 wurden von der Grazer Waggonfabrik und von Simmering je 120 Omlr mit und je 280 ohne Handbremse ausgeliefert.

    1936 wurden 88 weitere solche Wagen bei der Waggonfabrik Simmering bestellt und geliefert.


    Alle diese Wagen hatten ein anderes Sprengwerk. Die Nachbauten der DRG hatten das auf dem Foto von Helmut gezeigte, ebenso die ehemaligen kkStB und Südbahnwagen, von denen noch 885 und 454 zur ÖBB DRG (im JAhr 1938) gekommen sind. Diese Wagen hatten bei der BBÖ die Nummerngruppe 452xxx .


    Klein Modellbahn hat ursprünglich den ÖBB Nachbau von 1958/59 produziert, dann aber allerhand nachgeschossen was nicht wirklich gepasst hat. Sind aber meistens nur Kleinigkeiten, die da passiert sind.

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    Einmal editiert, zuletzt von gysev () aus folgendem Grund: Von der DRG übernommene Wagenanzahl richtig gestellt.

  • 93er


    Von welchem Hersteller ist das Modell?

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.

  • 93er


    Von welchem Hersteller ist das Modell?

    Müsste KMB sein, ev. auch schon Roco

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  • Die Bretter der Seitenwände wirken bei den Klein Modellbahn- bzw. Roco-Modellen etwas schmäler, als bei den Vorbildern, die ich bis jetzt im Original bzw. auf Fotos begutachtet habe.


    Ist da ein Fehler bei der Modellumsetzung passiert, oder gab es in 1:1 tatsächlich Unterschiede bei den Abmessungen der verwendeten Bretter?

    Zwischen Dampf und Diesel

  • Die Bretter der Seitenwände wirken bei den Klein Modellbahn- bzw. Roco-Modellen etwas schmäler, als bei den Vorbildern, die ich bis jetzt im Original bzw. auf Fotos begutachtet habe.


    Ist da ein Fehler bei der Modellumsetzung passiert, oder gab es in 1:1 tatsächlich Unterschiede bei den Abmessungen der verwendeten Bretter?

    Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Nachdem es sehr ähnliche Wagen mit verschiedensten Baujahren gab, könnte das leicht sein.

    im Bestand der ÖBB 1954 waren (die Gattungsbezeichnung war 1954 bei allen bis zum Baujahr 1928 Ol ab 1928 Olm, zur besseren Unterscheidung habe ich die alten Bezeichnungen stehen gelassen)


    755 Olr (Nummerngruppe 620 000 ff.) Baujahre 1917 bis 1926 (If)

    185 Omlr (620 000 ff), Baujahre 1922 bis 1924 (Nachbau BBÖ (If)

    185 Olr (623 500ff) Baujahre 1908 bis 1918 (Ib)

    15 Olr (ex Südbahn 623 400 ff) Baujahre 1907 bis 1917

    33 Olr (ex Südbahn 624 000 ff) Baujahre 1896 bis 1902

    275 Omlr (625 000 ff), Baujahre 1928 und 1936 (daher N28 und N 36 - von ehemals 888 Wagen!!!)

    290 Olm (650 500 ff), tschechische Bauart) Baujahr 1939 und 1940 (von der DRG in Auftrag gegeben)

    50 Olm (651 500 ff) ÖBB Neubau 1951

    1024 Olmm (670 500 bis 672 999) Baujahr 1955, 1958 bis 1959


    Die Ladelängen waren bei den Wagen aus der Zeit der Monarchie, der BBÖ-NAchbauten und der von der DRG beschafften 10,0 m, bei den N 28 und den von der ÖBB beschafften 10,2 Meter.

    Auch die Bordwände waren unterschiedlich hoch: bei den bis 1924 beschafften Wagen 0,9 m, bei N 28, DRG und ÖBB Wagen 1,0 m. Die 50 stück ab 1951 hatten wieder nur 90 cm hohe Wände, alle später gebauten 1,0 Meter. Auch die Ausstattung mit Bremserhäusern war sehr unterschiedlich.


    Man sieht also allein an dieser in Österreich sehr stark verbreiteten Wagengruppe, dass die Sache nicht ganz so einfach zu erklären ist.


    Fast vergessen: die Nummergruppen ab 620 wurden ab etwa 1955 zu 640 000 ff umgebaut, die zahlenmäßig kleineren Serien früher ausgemustert.

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  • Wir brauchen dringend ein Nachschlagewerk über Güterwagen in Österreich!!!

    Ich weiß!!!

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  • Die Bretter der Seitenwände wirken bei den Klein Modellbahn- bzw. Roco-Modellen etwas schmäler, als bei den Vorbildern, die ich bis jetzt im Original bzw. auf Fotos begutachtet habe.


    Ist da ein Fehler bei der Modellumsetzung passiert, oder gab es in 1:1 tatsächlich Unterschiede bei den Abmessungen der verwendeten Bretter?

    Da ist wohl einiges passiert. Das letzte brett sollte auf alle faelle unter das oberste bzw. unterste winkelprofil reingehen. Hier schliesst es erst ausserhalb an. Die fugenbreite ist wie ueberall ein trauerspiel. Die sollten mal PIKO-wagen aus den 70er-jahren anschauen!

    Ein Olmm 670 hat 6 bretter in der seitenwand. Die brettbreite ergibt sich aus dem abstand der loecher in den rungen, weil die bretter durch bogenklammerschrauben gehalten werden. Die ladehoehe = wandhoehe betraegt bei diesen wagen 1m.

    BBOe- bzw. kkStB-wagen hatten aber schmalere bretter.

    LG Hans

  • Dafür :TT:

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.

  • :thumbup:
    Daher ist jeder E grundsätzlich kippbar (solange keine anderen Buchstaben dabeistehen). So würde ich das sagen. ;)

    Richtig!


    Und "-w" heisst Oesterreich-intern: maximale tragfaehigkeit 20-21,5 tonnen. Alle aelteren wagen waren mit diesem zusatz versehen.

    Alle bezeichnungen hinter einem bindestrich (t bis z) sind "nationale kennbuchstaben" mit unterschiedlichen bedeutungen.


    LG