Beiträge von LDE 1450

    Da gab es doch einen holz-4-achser der kkStB am Nordbahnhof, wo ebenfalls alle metallbeschlaege gefehlt haben und dann sollen ihn sandler angezuendet haben.

    Der von Dir angesprochene Wagen war Schrott. Seit den 50er Jahren war er ein Bauzugwagen, hatte keine Inneneinrichtung und keine Innenverkleidung mehr. Das Dach war undicht und es regnete an mehreren Stellen hinein.

    Irgendwann in den 70er Jahren bekam er für Filmaufnahmen einen neue Farbe. Das wars allerdings schon. Sogar die ÖBB hat im Jubiläumsjahr 1987 wegen des extrem schlechen Zustands des Fahrzeuges die Aufarbeitung verweigert.

    Somit war er weiterhin nur mehr ein fahrbares Brennstofflager, das dann jemand wörtlich genommen hat.

    Aus einem 55er Etappenbausatz von Gerard habe ich mich kurzfristig dazu entschieden, einmal nur den Tender zu montieren. Auch als kleine Übung und Wiedereingewöhnung ans Löten für die bevorstehende Montage der Lok.


    Da ich mit diesem Fahrzeug auch Betrieb auf meiner Modellbahnanlage durchführen möchte, mußte er sich einige Änderungen gefallen lassen.


    Die originalen Gerard Räder mit rund 1 mm Breite und einer Spurkranzhöhe von etwa 0,3 mm, also quasi eine Nachbildung eines Vorbildrades, wurden durch NEM Räder ausgetauscht.


    Die Stromabnahme wurde statt mit Bronzestreifen von oben, mit Bronzedraht an der Unterseite, die seitlich an den Radreifen anliegen ausgeführt. Es werden auch nur mehr zwei, statt der drei Achsen dafür herangezogen. Das reicht für eine ordentliche Stromabnahme auch.

    Durch das Wegfallen der Brozenstreifen von oben fehlt natürlich die Federung der Achslager. Das war aber sowieso nicht vorbildgerecht, da die Achslager immer am unteren Anschlag lagen. Beim Vorbild ist es aber so, daß durch das Gewicht des Tenders die Achslager immer am Blattfederbund aufliegen, also am oberen Anschlag. Das kam mir daher recht günstig. Die Achslager sind aber trotzdem in der Führung höhenbeweglich.


    Die Bremssohlen sind statt den originalen Ätzteilen, aus Kunststoff. Da kann es im Betrieb durch den Austausch der Räder nicht zu einem Kurzschluß kommen, wenn sich die Achsen eventuell etwas seitlich verschieben und es zu einem Kontakt mit der Bremse kommen sollte. Der Tender rollt trotz seiner noch ungeschmierten Zapfenlager recht gut und taumelfrei.


    Die diversen Deckeln der Wassereinfüllstutzen sind unbeweglich und festgelötet. Die Montage der Mechanismen mit Miniösen und 0,2 mm Stahldraht sehe nicht einmal ich mehr g'scheit.


    Führerstandstüren und Brückenblech sind beweglich und abnehmbar. Die Verwendbarkeit im Betrieb zeigt sich erst mit der Lok. Auch bei der noch nicht montierten Kupplungsstange mit den Befestigungbolzen wird sich die Eignung zeigen.


    Die Laternen sind noch von Much. da mir die originalen Gerard Laternen in der Tiefe etwas zu groß erschienen. Die Gerard Laternen sind auch für einen Beleuchtungseinbau mit Micro Glühbirnen vorgesehen, vielleicht deshalb. Ich brauche aber keine Beleuchtung.


    Die Puffer sind vierfach geschlitze, gefederte Korbpuffer von Weinert. Die Gerard Puffer sind für die relativ "kleine" Lok eindeutig optisch zu groß. Die hebe ich mir lieber für ein eventuell anderes Modell, wo sie passender wirken, auf. Auch der Kupplungshaken ist von Weinert, den man in die originale Zughakenführung hineninsteckt und fixiert.


    Der erweiterte Kohlenkastenaufbau ist aus Evergreen Platten und festgeklebt. Die Ladung ist aus Echtkohle und echten Holzscheiten.


    Ladung_autoscaled.jpg


    Tender 1_autoscaled.jpg


    Tender 2_autoscaled.jpg


    Tender 3_autoscaled.jpg


    Tender 4_autoscaled.jpg

    Anbei noch ein Foto aus vergangenen Tagen:

    Bei den Fotos vermute ich Scans von Diapositiven und die daraus resultierende digitale Bearbeitung, oder liege ich da falsch ?

    Die Frage deshalb, da die Fotos einen irgendwie komischen Farbcharakter haben. Die dunklen Farbbereiche sind blaustichig, das Blutorange der Lok jedoch relativ grell und der Einsatz eines Scharfzeichners führt dazu, daß die Fotos grobkörnig werden.

    In welche Züge wurden eigentlich die erste klasse Schlierenwagen eingereiht worden während in Jaffa und Sparlack lackiert? Da ich 6 davon von Roco habe (3x Jaffa & 3x Sparlack!) würde ich gerne wissen was ich damit machen kann außer welche zurück auf ebay werfen und in Nostalgiezüge einreihen!

    In diesem Posting ist im Zug an letzter Stelle ein A-Schlieren eingereiht:

    RE: Doppel- und Mehrfachtraktionen

    Dabei würde mich interessieren, ob der 21er mit Schlusslicht schon vorher einmal im Weinviertel unterwegs war, weiß das vielleicht jemand?

    Im Weinviertel wird man den 21er nicht angetroffen haben, denn der war bis 1980 in Wr Neustadt stationiert, danach in Mürzzuschlag für die Strecke nach Neuberg. Fotos von 1978 in Berndorf und Kaumberg zeigen ihn bereits mit Schlußlicht.

    Trotz der vielen Einzelteile und ohne Verstärkung an der Innenseite sind die Seitenwände absolut plan

    Das geht am Schönsten mit einem einfachen Werkzeug.

    Als Auflage dient eine alte Badezimmerfliese, die absolut parallel einen Längsanschlag bekam. An diesen Anschlag wird ein kleiner Stahlwinkel angelegt, der eventuell fixiert wird, daß er nicht verrutscht. Der erste Seitenwandteil wird in die Ecke des Winkels gelegt, so das er exakt am oberen Anschlag, am Schenkel des Winkels und absolut plan auf der Auflage aufliegt. Danach kommt der zweite Teil, der an den Ersten angeklebt wird. Dann der dritte Teil usw., bis die ganzen kleinen Teile zur Seitenwand werden. Zwischendurch immer kontrolieren , ob die einzelnen Teile noch plan aufliegen, sonst wirds buckelig. Beim Kleber eher sparsam dosieren, sonst klebt sich die Seitenwand auf der Auflage fest. Das tut sie zwar mit wenig Kleber auch, aber nicht so massiv. Da kann man danach mit einer feinen Spachtel die fertig geklebte Seitenwand abhebeln ohne das sie zerbricht.

    Danach werden die Nähte an der Hinterseite nochmals, diesmal etwas intensiver, mit Kleber eingestrichen. Bei Bedarf kann man auch die eingestrichenen Nähte noch mit einem Aktivator behandeln.

    Eine Variante zu diesem Wagen,

    Meine Altbauwagen

    jedoch mit dem WC am Wagenende, stellt der Ci 36 317 dar. Das Vorbild wurde 1916 von der Simmeringer Waggonfabrik als Wagen der Bauart Ib gebaut. 1957 wurde er Zum Spantenwagen 7139.01.


    Zeichnung.jpg


    Das Untergestell des Modells entstand genauso wie beim Wagen im oben genannten Link, jedoch mit Ölgasbehälter und ohne Lichtmaschine.


    Der Wagenkasten jedoch war etwas aufwändiger, da die Fensterabstände der Liliput Kastenteile nicht für diesen Umbau brauchbar waren. Somit wurden die einzelnen Fensterelemente herausgetrennt und mit neuen Zwischenwandteilen ergänzt und die Seitenände auf die richtige Länge gebracht.

    Die Stirnwände stammen von Ada.


    Kasten.jpg


    Stirnwände.jpg


    Die Inneneinrichtung sind zugeschnittene Teile von Kleinbahn, aufgesetzt auf einen neuen Boden.


    Inneneinrichtung.jpg


    Das Dach entstand wieder in bewährte Methode aus verbreiterten Kleinbahn Teilen und nachgebauten Endstücken von Brawa Stadtbahnwagendächern. Die Lampenhauben sind von Liliput.


    Dach.jpg


    Lackiert.jpg


    Die Plattformgeländer und der Dachaufstieg sind bei diesem Modell wieder aus Ätzteile.


    Geländer.jpg


    Mit einer Beschriftung für die Epoche IIIa versehen, war wieder ein Modell fertig.


    36 317 a.jpg


    36 317 b.jpg


    36 317 c.jpg

    Ist so ein Ib gleich lang wie ein 4 achsiger spantenwagen ?

    Beim Umbau zu Spantenwagen wurde der Rahmen dieser Bauarten verlängert um für die Fahrzeuge der Nummerngruppe B4ipüh 32 300 ff eine "Normlänge" zu erreichen. Die meisten Spenderwagen für den Umbau zu dieser Nummerngruppe waren Fahrzeuge anderer Bauarten, die schon in etwa die passende Länge hatten.

    Das Vorbild des nächsten Modells eines Albauwagens stammt von der ehemaligen Südbahngesellschaft. Der von Ringhoffer 1908 gebaute Wagen erhielt bei der ÖBB die Nummer Ci 36 006 und wurde 1959 in den Spantenwagen Bi 35 778 umgebaut.


    00.Zeichnung.jpg


    Das Untergestell des Modells wurde selber aufgebaut und besteht hauptsächlich aus Nachbauteile. Aufstiegstreppen, Saugluftbehälter und die Sprengwerkstützen sind von Liliput, die Bremsanlage besteht aus Teile von Ada und die Kinematik von Roco. Die Achsen lagern in einem Metallbügel, wo die Federn mit den Achslagern nur außen angeklebt sind.


    01.Untergestell_autoscaled.jpg


    Der Wagenkasten entstand aus Fensterteile von Kleinbahn, Stirnwände von Ada und Dächer von Brawa Stadtbahnwagen, die bei meinen Umbauten auf gerade Dachenden übrig geblieben sind.

    Brawa Stadtbahnwagen umgebaut...

    Der untere Teil des Kastens ist eine Evergrenn Bretterplatte.


    05.Kasten_autoscaled.jpg


    Die Plattformgeländer sind von Kleinbahn und im Bereich der Griffstangen etwas abgeändert. Für den Dachaufstieg hatte ich noch einen Restbestand von Heless. Die Korbpuffer und die Lampenhauben am Dach sind von Weinert.


    Aufstieg_autoscaled.jpg


    Das Modell stellt eine Variante ohne WC dar.

    Mit einer authentischen Beschriftung war ein weiteres Modell fertiggestellt.


    Ci 36 006 a_autoscaled.jpg


    Ci 36 006 b_autoscaled.jpg


    Ci 36 006 c_autoscaled.jpg

    vielleicht hat zu den Südbahnwagon (Messingmodell) wer ein Vorbildfoto

    Von einem ähnlichen Wagen.


    3910 Ce SB.jpg

    Werksfoto


    wie sind die Sitzgelegenheiten der Klassen 1,2,3 farblich zu gestalten

    Mit der Inneneinrichtung ist es so eine Sache, denn da kochte jeder sein eigenes Süppchen. Ich kann das nur verallgemeinern.


    1.Klasse:

    Sitze in Dunkelrot, meist gemustert,

    Holzverschalung Mahagoni,

    Decke weiß lackiert,

    Gepäck- und Hutablage schwarz lackiert

    blanke Metallteile Messing oder Aluminium poliert, manche Goldeloxiert.


    1.Klasse_autoscaled.jpg

    Werksfoto


    2.Klasse:

    Sitze entweder Plüsch in einem mittleren Grau, oder Kunstleder in Grün,

    Holzverschalung Nuß,

    Decke weiß lackiert,

    Gepäck- und Hutablage schwarz lackiert,

    blanke Metallteile Aluminium poliert, auch manche Goldeloxiert.


    3.Klasse:

    Sitze Holz natur gebeizt, bei Sprossensitzen die Sprossen meist abwechselnd mit heller und dunkler Beize,

    Holzverschalung entweder Holz natur hell gebeizt, oder Braunbeige lackiert,

    Decke weiß lackiert,

    Gepäckablage schwarz oder grau lackiert,

    blanke Metallteile Aluminium.

    Da muß ich erst ein bisserl in Puchberg stöbern gehen ...


    Der letzte Wagen könnt schon ein Lokalbahnwagen sein.


    Es gab in Österreich nach 1945 keine bayrischen Lokalbahnwagen dieser Bauart.


    Wo auf der Puchbergerstrecke ist das Bild entstanden?


    Einfahrt Bad Fischau glaube ich ...

    Das Foto entstand 1952 auf der Strecke von Blumau-Neurißhof nach Felixdorf kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Felixdorf. Die Lok ist die T 98 1362, die später zur SMV kam, der erste Wagen ist ein Vierachser, der C4 42 001, der zweite Wagen ist ein Cu 47 xxx, ein Stadtbahnwagen und der letzte Wagen ist der CPwu 47 549.


    Das Foto wurde im Forum schon einmal behandelt. Dort gibt es auch ein Foto von der Rückfahrt.

    Kauft euch Knoblauchtabletten.........

    RE: Interessante Fotos aus Ebay