Kleinbahn Neuheiten

  • Ist das der Schlußstrich ?


    Schaut mal auf die KB Homepage ! (Änderung von heute 11.1.21.nachmittags)


    Sehr geehrte wertgeschätzte Kunden!



    Jedem Neuanfang geht ein Abschied voraus.


    Ab 15.1.2021 schließt unser Postversand und Onlineshop.


    Wir bedanken uns recht herzlich für die jahrelange Treue und das entgegengebrachte Vertrauen.



    Sie haben aber nach wie vor die Möglichkeit, in unserem Geschäft in 1230 Wien, Gatterederstraße 4 einzukaufen.


    Der Abverkauf startet mit 1.2.2021.


    Vor Allem ist der letzte Satz nicht ganz klar. Heißt das:

    a) endgültig Schluß wir sztrten den endgültigen Abverkauf, oder

    b) Irgend welche Artikel gibt es wieder im Abverkauf.


    Und noch kryptische: jedem Neuanfang .. geht voraus. Was wird neu angefangen ? Neue Häuser am KB-Grundstück ? Neue Modellbahnfabrik ist eher nicht anzunehmen.



    LG Theo

    Man kann nie genug Bierwaggons haben !

    Einmal editiert, zuletzt von Theo ()

  • Neue Häuser am KB-Grundstück ? Neue Modellbahnfabrik ist eher nicht anzunehmen.

    Ich schreibe es hier herein weil es eben keine Traeumerei ist.

    Soweit mir bekannt wollte schon in den 90er-Jahren eine expandierende Supermarktkette das Grundstueck und die daneben liegende Wiese erwerben, ist aber damals nicht zum Zug gekommen.

    Zu dieser Zeit hatte es ja die nun anderen Supermaerkte in der Gatterederstrasse noch nicht gegeben.

  • Beitragskopie aus eonem anderen Thread

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    Zitat von skglb2 ............................



    Kleinbahnsammler = Sammeln von kleinen Bahnen



    .....................

    So hat mir das platin schon 1993 erklärt, als ich die Gründungstruppe bei Ihrer ersten Börse in Tulln kennenlernte

    LG

    freduard

    LG

    freduard

  • Ich möchte einmal behaupten, dass die Geschäftsführung von KLEINBAHN einfach auf den richtigen Moment gewartet hat um zusperren zu können. Die Immobilienpreise sind jetzt noch einigermaßen stabil, hinzu kommt, ein Lockdown jagt den nächsten und daher liegt das Geschäft vermutlich am Boden. Vor allem wenn man bedenkt das Kleinbahn sein Geld sicher nicht mehr mit Neukunden sondern mit Stammkunden macht, die sich großteils mittlerweilen im als "Hochrisikogruppe" betitelten Teil der österreichischen Alterspayramide wiederfinden. Der Onlineversand ist Aufgrund der hohen Kosten, für den Kunden, meines Erachtens eine Zumutung. Und ich fahre zu Kleinbahn nur, wenn ich Ersatzteile brauche. Fahrzeuge kauf ich günstig im von Kleinbahn Artikeln überschwemmten Second Hand Markt. Ein Verkäufer am Schottenring hat zu mir sogar 2018 gemeint, ich solle doch lieber günstig Second Hand kaufen als bei Kleinbahn. Bei derart niedriger Verkaufsmoral lässt sich der Zustand des Betriebes gut erahnen.

  • Das Unternehmen KLEINBAHN hat es geschafft in ca 30 Jahren (50-60-70) hindurch die Nummer Eins am Österreichischen Modelleisenbahn- Markt zu sein. Leider hat man die Marke und deren Produkte nicht in der langen Zeitspanne dem sich veränderten Markt angepasst.

    Vergleichbar ist dieses Verhalten mit der Automobilproduktion und zwar mit der Marke VW. Bei diesem Unternehmen hat man auch in letzter Minute das Steuer herumgerissen und den Golf gebracht.

    Bei den Eigentümern von KLEINBAHN sind die Gedanken vermutlich so, dass man den Zeitpunkt des Wertverfalles der Immobile (Fabrik) nicht übersehen will. Da ist eine Schließung des Unternehmens besser als eine Weiterführung des Betriebes.

    Wo möglich Bauen die Pfneisl auf der Grundfläche eine Wohnhausanlage und verkaufen die einzelnen Wohneinheiten.

    Wir wissen ja nicht über wie viel Kapital diese Familie wirklich verfügt. Vermutungen über Vermutungen. Ein mit mir Verwandtes Ehepaar (schon verstorben) haben eine Tochter von Erich Klein ein paar Jahre als Schülerin gehabt. In dieser Zeit haben wir als Familie ein wenig Einblick in die Verhältnisse von der Familie Klein gehabt.


    Nur so viel: der Familie Klein fehlte es an nichts.


    Die Gebrüder Klein hatten das Gespür für den damals boomenden Modelleisenbahn Markt in Österreich. Auch mit dem Vorteil, dass die Deutschen Hersteller für den Österreichischen Markt nicht wirklich Interesse zeigten.

    Auch Walter Bücherl hat mit Liliput zu dieser Zeit mehr für den Deutschen Markt produziert als für den Österreichischen.

    Erst Ing. Rössler schaffte es mit ROCO so Anfang der 70 iger Jahre, unbeobachtet, den Österreichischen Modelleisenbahnmarkt neu zu Beleben.

    2 Mal editiert, zuletzt von stoffi1956 ()

  • Unternehmen sterben, wenn sie visionslos agieren bzw. nicht bereit sind, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es gibt gute wie schlechte Jahre. Alternativkonzepte zu entwickeln und umzusetzen stellen Herausforderungen dar, aber mit einem guten Konzept läßt sich einiges realisieren.


    Was die Auswirkungen der Pandemie betrifft, ist zu sagen, daß die Leute das Hobby wieder "neu" für sich entdeckt haben. Es gibt nicht nur Stammkunden, sondern die Pandemie hat durch ihre Einschränkungen neue Kunden gebracht, wie als Ausgleich dort eine neue, sinnvolle Betätigung fanden.

  • Auch Walter Bücherl hat mit Liliput zu dieser Zeit mehr für den Deutschen Markt produziert als für den Österreichischen.

    Ich denke Bücherl war klar das er am österreichischen Markt gegen KB mit seinen teureren Modellen solange kaum entwicklungsrefinanzierende Umsatzchancen hatte bis sich die Präferenz der Modelleisenbahner zugunsten maßstäblicherer und besser detaillierter Modelle verschob. Deshalb und sicher auch aufgrund der höheren Stückzahlen konzentrierte er sich auf hauptsächlich deutsche Vorbilder.

  • Ich denke Bücherl war klar das er am österreichischen Markt gegen KB mit seinen teureren Modellen solange kaum entwicklungsrefinanzierende Umsatzchancen hatte bis sich die Präferenz der Modelleisenbahner zugunsten maßstäblicherer und besser detaillierter Modelle verschob. Deshalb und sicher auch aufgrund der höheren Stückzahlen konzentrierte er sich auf hauptsächlich deutsche Vorbilder.

    Die Klein`s und Bücherl waren zwar Konkurrenten, doch im innersten Freunde. Man bediente sich der gleichen Konstrukteure, dies kann man bei vielen Modellen von KLEINBAHN und LILIPUT erkennen.

  • Unternehmen sterben, wenn sie visionslos agieren bzw. nicht bereit sind, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es gibt gute wie schlechte Jahre. Alternativkonzepte zu entwickeln und umzusetzen stellen Herausforderungen dar, aber mit einem guten Konzept läßt sich einiges realisieren.


    Was die Auswirkungen der Pandemie betrifft, ist zu sagen, daß die Leute das Hobby wieder "neu" für sich entdeckt haben. Es gibt nicht nur Stammkunden, sondern die Pandemie hat durch ihre Einschränkungen neue Kunden gebracht, wie als Ausgleich dort eine neue, sinnvolle Betätigung fanden.

    Der Neukunde von heutzutag hätte, vereinfacht gesagt, am liebsten einen digitalisierten Taurus. Ich glaube damit ist alles gesagt, Kleinbahn arbeitet mit seinem Sortiment am typischen Neukunden der heutigen Zeit schlichtweg vorbei.

  • Der Neukunde von heutzutag hätte, vereinfacht gesagt, am liebsten einen digitalisierten Taurus. Ich glaube damit ist alles gesagt, Kleinbahn arbeitet mit seinem Sortiment am typischen Neukunden der heutigen Zeit schlichtweg vorbei.

    Der fehlende Taurus war nicht der Ausschlag gebende Fehler in der Produkt Wahl, es waren andere Fehleinschätzungen seitens der Familie Klein die zu dem Scheitern des Unternehmens geführt haben. Angelika Pfneisl hat seit der Lehrzeit nur den Elterlichen Betrieb kennen gelernt. Erich Klein war eine sehr starke Persönlichkeit, der sein Unternehmen geliebt hatte bis ins hohe Alter und seiner Tochter erst das Unternehmen übergeben hat als die Tochter Angelika auch schon im vorgeschrittenen Alter war. Erich Klein wollte zum Zeitpunkt der Trennung von seinem Bruder Oskar Senior den Betrieb schließen. Auch hat Erich die Veränderung am Modelleisenbahnmarkt in seinem höheren Alter leider falsch eingeschätzt. Kleinbahn hatte eine Massenproduktion für die einzelnen Modelle ohne wandelbare Werkzeuge. Man kann mit den KLEINBAHN Werkzeugen keine Detailveränderungen am jeweiligen Modell durchführen.

    Ein sehr großer Fehler war das festhalten an den eigenen Verkaufslokalen mit nur Produkten von der eigenen Erzeugung. Handelsprodukte lehnte man bei KLEINBAHN ab. Doch um ein Geschäftslokal in der heutigen Zeit erfolgreich führen zu können benötigt man Handelsprodukte. Die KLEINBAHN Fertigung war nicht so groß um den Anforderungen des modernen Modelleisenbahn- Marktes zu 100% zufrieden stellen zu können. In den Nachkriegsjahren mit boomenden Umsatzzahlen waren eigene Verkaufsfilialen genau richtig um mehr Gewinn zu erzielen zu können. In der Mitte der 70 iger Jahre hat sich das Konsumverhalten schrittweise verändert. Es ist eine sogenannte Marktsättigung eingetreten. Um auf dem veränderten Marktverhalten der Kunden weiter bestehen zu können, muss man als Vertrieb seine Produkte dem neuen Verhalten des Kunden anpassen, das ist bei KLEINBAHN leider nicht geschehen. Das sind nur einige wenige Punkte warum es bei KLEINBAHN Berg ab ging. Auch wurde mir berichtet, dass in der Produktion die Arbeitsweise nur sehr zögerlich den neuen Zeiten angepasst wurde.

  • Ein sehr großer Fehler war das festhalten an den eigenen Verkaufslokalen mit nur Produkten von der eigenen Erzeugung. Handelsprodukte lehnte man bei KLEINBAHN ab.

    Würde ich 100%ig zustimmen denn gerade wenn KB beispielsweise nicht nur Zubehör/Ausstattungsartikel wie Gebäude etc. gelistet sondern aufgrund ihrer gut geschulten Verkäuferinnen auch Instandsetzung kleiner Schäden wie beispielsweise Neuverlötung abgefallener Kabel etc. von Fremdfabrikaten angeboten hätte wär sicher deutlich mehr Umsatz zu luktieren gewesen.