Schlüsselkasten der Weichenverschlüsse und Signalisierungs-Frage

  • Servus


    Mein Bahnhof Puchberg soll Schlüssel gesperrte Weichen bekommen.


    Hab da ein Bild von diesem Schlüsselkasten


    Und der Gleisplan lageplan_puchberg.pdf dazu mit den Weichen.


    Kann mir die Dreiecke, Quadrate und die Taferl jemand erklären ?


    Dann noch eine Frage zur Signalisierung.


    Mir haben es die KKSTB-Signale angetan. Macht es Sinn ein Zweiflügeliges als Einfahrsignal für den Bhf. Puchberg aufzustellen, natürlich auch das entsprechende Vorsignal dazu ?

    Oder genügt auch Signaltechnisch ein Einflügeliges. Als Gruppen-Ausfahrsignal genügt wohl ein Einflügeliges ?


    Ich danke schon mal im voraus ...


    Liebe Grüße

    Helmut

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  • Wenn die Schlüsselform gleich ist wie bei den Weichen der U-Bahn bedeutet die Schlüsselform folgendes:

    Dreieck: Schlüssel für das Versperren der Weiche in Minuslage (nach links)

    Viereck: Schlüssel für das Versperren der Weiche in Pluslage (nach rechts)


    LG, Manfred

  • Danke, daß ging ja Schnell ...


    Heißt das auch, wenn kein Schlüssel dort hängt, dann hat ihn der Verschieber oder war die Weiche nicht mit einem Schloß gesichert ?


    LG

    Helmut

  • Mir haben es die KKSTB-Signale angetan. Macht es Sinn ein Zweiflügeliges als Einfahrsignal für den Bhf. Puchberg aufzustellen, natürlich auch das entsprechende Vorsignal dazu ?

    Oder genügt auch Signaltechnisch ein Einflügeliges. Als Gruppen-Ausfahrsignal genügt wohl ein Einflügeliges ?

    Der zweite Flügel signalisiert die erlaubte Einfahrtsgeschwindigkeit. Wenn er schräg steht: 40 km/h. Ist meistens dann , wenn Zug über eine Weiche in die Ablenkung fährt. Ob das für Puchberg, der ein Kopfbahnhof ist, gilt, weiß ich nicht. Wahrscheinlich ist die Geschwindigkeit schon vor der Einfahrt beschränkt. Wie ist es denn jetzt? Bei Lichtsignalen wird die erlaubte Geschwindigkeit auch angezeigt.


    LG Erich

  • Servus Erich


    Wie es jetzt ist weiß ich nicht, aber ich hab mal ein Video über die Puchbergerbahn verlinkt, da war das Einfahrsignal ein einfaches Lichtsignal rot/grün ohne gelb bzw. grün, also mit 40 oder 60 Km/h. Die Vmax wird wahrscheinlich schon vorher reduziert sein. Würde dann für ein einflügeliges Signal sprechen.


    Danke jedenfalls


    Liebe Grüße

    Helmut

  • Der zweite Flügel dient(e) zum Anzeigen der Fahrt "in die Ablenkung", also der Klassiker schlechthin bei Bahnhofs-Einfahrten / Einfahrsignalen.

    "Frei mit 40".


    Es gibt aber doch eh dutzende Fotos von Puchberg?!


    @ Schlüsselgesperrte Weichen:

    ein Schlüssel steckt IMMER in einem der Weichenschlösser, auf der Seite die offen ist läßt er sich nämlich nicht abziehen.

    Der Schlüssel vom anderen, versperrten Schloss, dort wo die Weichenzunge anliegt, hängt im Schlüsselkasten und nur so ist "die Fahrstraße gesichert" und die Fahrt erlaubt.

    Hängt kein Schlüssel dort hat ihn der Weichensteller noch eingesteckt, die Stellung der Weiche ist unklar (zur leichteren Unterscheidung haben sie die unterschiedliche Form) und somit ist die Fahrt (noch) nicht erlaubt.


    Das ist? (war) übrigens ua Stoff für einen mehrwöchigen Kurs ("V2" Signalvorschrift, "V3" Betriebsvorschrift) und danach war man, nach bestandener Prüfung, einfacher Verschieber ....

    Stellwerker, Signalmeister, ect dauerde noch viel länger... uU Jahre.


    Ich empfehle den Erwerb von Fachliteratur aus dem Antiquariat:


    Eisenbahn-Sicherungsanlagen in Österreich
    Band 1: ?
    Band 2: Signale
    Von Christian Hager
    Spurkranz Verlag

    1-506.gif


    Beschreibung Band 2:

    Eine umfassende Darstellung der Signalisierung in allen ihren vielfæltigen Erscheinungsformen, verbunden mit der Beschreibung der einschlägigen Vorschriften. Der Bogen spannt sich vom Optischen Telegraphen über die Signale der BBÖ bis zum Lichtfasersignal. Auch Zugbeeinflussung, Zugfunk und Zugleitbetrieb werden erläutert. Unter den Fotos, die durch ihre große Zahl beeindrucken, finden sich auch zahlreiche Raritäten und Schnappschüsse von ungewöhnlichen Signalsituationen.


    182 Seiten 21 x 29 cm € 34,80

    Mit freundlichen Grüßen
    Nordbahnbertl

    Einmal editiert, zuletzt von Nordbahnbertl ()


  • Leider vergriffen, auch im Antiquariat, zumindest Band 1, den ich noch suche. Falls wer eines zu verkaufen hätte oder weiß, wo zu bekommen - Angebote bzw. Hinweise bitte gerne. Danke

  • Ihr vergesst aber beide, das unser Helmut Epoche III nachbilden will. Was aber nicht heißt, dass es nicht andere brauchen können.

    Da sich seit den 50ern die Vorschrift selbst nicht geändert hat sondern nur die Signalisierung, ist auch die V2 1996 passend.

  • Eine eigene Regelung für Endbahnhöfe kenne ich nicht.

    Zumindest kenne ich beim Beispiel-Bahnhof Weissenbach-Neuhaus keine.

    Dort wird ganz normal "Frei" oder "Frei mit 40" angezeigt. Am Ende steht das Signal "E" (Fahrweg Ende)

    Ich denke, dass auch Puchberg ein zweiflügeliges Einfahrtssignal bekommen sollte, da er ja in die Ablenkung einfahren kann.

    Das Gruppenausfahrsignal kann einflügelig sein. War beim Wiener Aspangbahnhof auch so.

    Wie das mit dem Abfahren aus so einem Bahnhof ausschaut weiß ich nicht genau. Mir wurde erklärt, dass das per Befehl (Zettel?) gemacht wurde. Da stand dann auch die erlaubte Geschwindigkeit drauf.

  • Da in Puchberg die Normalspur endet, glaube ich nicht, dass hier mit mehr als 40 eingefahren werden kann.

    Denkbar wäre noch ein Gruppenausfahrtssignal, dass bei gerader Ausfahrt keine Beschränkung anzeigt.

  • Da in Puchberg die Normalspur endet, glaube ich nicht, dass hier mit mehr als 40 eingefahren werden kann.

    Denkbar wäre noch ein Gruppenausfahrtssignal, dass bei gerader Ausfahrt keine Beschränkung anzeigt.

    Danke Bertram ...


    Da ja nix in Puchberg durchfährt, sind die 40 bei der Ausfahrt sowieso gegeben.


    Liebe Grüße

    Helmut