Manfred will digital werden - wurde es mittlerweile und hat sicher Fragen zum Thema

  • Hallo!


    Einige haben sicher die Entstehung einer eigenen Modellbahnplatte für den Sohnemann mitverfolgt (siehe hier), nun möchte ich bei dieser Platte einen Schritt weiter gehen und damit ins digitale Zeitalter starten. Einerseits um den Spielspaß für den Sohnemann zu steigern, andererseits um einige meiner Straßenbahn-/Lokalbahnmodelle auch im Stand mit Licht fotografieren zu können und natürlich auch zu fahren. Dazu habe ich Fragen an die im Forum vertretenen Digitalexperten.


    Als Steuerung wird das PIKO SmartControl light Basis Set vorgesehen, dieses ist mit Straßenpreisen von so um die 110 bis 120 Euro meiner Meinung nach recht günstig. Die Anlage ist mit Kleinbahnschienen für den H0-Teil und Rocoschienen für den H0e-Teil ausgestattet.


    Kann ich die die von den Anschlußschienen kommenden Kabel direkt an die Schraubklemmen der Pikozentrale anschließen, sprich die Pikozentrale versorgt dann den H0- und den H0e-Kreis gleichzeitig? Oder braucht es da was dazwischen, irgendeinen Verteiler oder Entstörmodul oder so?


    Ich habe noch immer meine 1m lange "Teststrecke", kann ich diese als Programmiergleis nutzen und am Programmiergleisanschluß der Pikozentrale anschließen?


    Der Pikotaurus vom Sohnemann soll einen Decoder für sich alleine bekommen. Ich nehme mal an fürs Fahren und Schalten des Lichts wird ein "normaler" Decoder von Zimo, ESU usw. reichen?


    Für die Straßenbahn- und Lokalbahnmodelle sind "Wanderdecoder" vorgesehen, sprich der Decoder kommt nur ins Modell wenn er gebraucht wird (8polig für Hallingmodelle, 6polig für die Liliput-Badner Bahn). Wenn die Decoder eine zeitlang nicht im Modell sind, vergessen diese die Programmierung (z. B. Lokadresse), oder merken sich diese die Programmierung?


    So, das wars mal mit meinen Digitalfragen. Die Anleitung der Pikozentrale bzw. des Reglers habe ich schon mal durchgelesen, da gehts aber eher um allgemeines wie Inbetriebnahme und Programmieren.


    LG, Manfred

  • Kann ich die die von den Anschlußschienen kommenden Kabel direkt an die Schraubklemmen der Pikozentrale anschließen, sprich die Pikozentrale versorgt dann den H0- und den H0e-Kreis gleichzeitig? Oder braucht es da was dazwischen, irgendeinen Verteiler oder Entstörmodul oder so?

    Ja, da braucht es keine Trennung zwischen H0 und H0e



    Ich habe noch immer meine 1m lange "Teststrecke", kann ich diese als Programmiergleis nutzen und am Programmiergleisanschluß der Pikozentrale anschließen?

    Ja


    Der Pikotaurus vom Sohnemann soll einen Decoder für sich alleine bekommen. Ich nehme mal an fürs Fahren und Schalten des Lichts wird ein "normaler" Decoder von Zimo, ESU usw. reichen?

    ja, ich würde einen von Piko nehmen. Der wird wohl am besten passen. Was wird den in der Anleitung des Taurus empfohlen ?


    Für die Straßenbahn- und Lokalbahnmodelle sind "Wanderdecoder" vorgesehen, sprich der Decoder kommt nur ins Modell wenn er gebraucht wird (8polig für Hallingmodelle, 6polig für die Liliput-Badner Bahn). Wenn die Decoder eine zeitlang nicht im Modell sind, vergessen diese die Programmierung (z. B. Lokadresse), oder merken sich diese die Programmierung?

    Die Decoder vergessen nicht die Adresse. Ich stell mir nur gerade vor das Modell immer zu öffnen um den Decoder einzubauen. Willst du mit den Modellen auch fahren ? Sind die motorisiert ?

    Wenn nicht würde ich einfach die Beleuchtung an die Radstromabnehmer anlöten. So würde die Beleuchtung leuchten wenn du Fahrstrom anschließt und könntest sie gleichzeitig über den Fahrregler (Kleinbahntrafo) gut dimmen.


    Ich habe die Piko Smart Control, allerdings nicht die Light-Version. Bin sehr zufrieden.


    LG

    Helmut

  • ja, ich würde einen von Piko nehmen. Der wird wohl am besten passen. Was wird den in der Anleitung des Taurus empfohlen?

    Ein Zimo oder ESU funzt auch, hab beides eingebaut. Zimo ist aber ohne Motoreistellungen sofort betriebsbereit.

  • Ich würde keine Decoder in den Loks hin und her wechseln. Lass es in den Loks drinnen, die kosten eh kein Haus mehr. Beim öffnen kannst das Gehäuse beschädigen, Zapferl brechen ab und dann sitzt das Gehäuse nicht mehr richtig, oder gar nicht mehr.

  • Ein Zimo oder ESU funzt auch, hab beides eingebaut. Zimo ist aber ohne Motoreistellungen sofort betriebsbereit.

    Piko-Steuerung und Piko-Lok was paßt da wohl am besten ... ein Piko-Decoder. Dahinter verbirgt sich eh meißt ein ESU.


    Klar kann er auch einen Zimo verwenden oder auch einen ESU oder einen D&H ... aber so wie ich die Fragen von Manfred verstehe hat er noch mit Digital wenig Erfahrung.


    Du Matthias hingegen bist auf DCC eingeschossen.


    LG

    Helmut

  • Nur das nicht ... Der Brillen-Doktor kann mir gestohlen bleiben. Aber seine Smart Control gefällt mir.


    Sorry fürs OT


    LG

    Helmut

  • Danke an alle für die Antworten.


    Zu der Decodersache. Es ist fürn Sohnemann der Taurus von Piko vorhanden, der behält seinen Decoder. Für die Schmalspurdampflok von Roco muß ich schauen wo ich die mir digitalisieren lassen kann.


    Die Tauschdecoder sollen für meine Straßenbahnmodelle dienen, z. B. wenn ich mitn Flexity oder der Liliput-Badner Bahn fahren bzw. eine Fotosession machen will kommt dort der Decoder rein. Kommt das Modell wieder in die Schachtel würde der Decoder rausgenommen werden um dann eventuell in einem anderen Modell zu dienen.


    Auf Zimo bin ich gekommen, weil die quasi ums Eck von mir sind. Wichtig beim Decoder für den Taurus wäre die Regelung der Höchstgeschwindigkeit, aber ich glaube das können eh alle, oder?


    LG, Manfred

  • Servus Manfred,


    Digitalisierung ist fast wie Glaubenskrieg - jeder hat sein Patentrezept und seine Lieblingsprodukte (einfach, weil man sich im Lauf der Zeit auskennt).


    Bei mir hat es mit einer MS1 von Trix begonnen (da gab es preiswert eine Anfangsgarnitur), ich bin aber bald an die Grenzen gestoßen, habe in die Tasche gegriffen und mir Komponenten von Lenz gekauft, Dinge die ich heute noch besitze und vor allem wegen des Funktionsumfanges auch nutze.


    Dazwischen sind über Anfangsgarnituren (Startsets heißt das heute) noch ein paar Roco-Multimäuse und eine z21 (die weiße) ins Haus gekommen.


    Und bei den Decodern gibt es auch eine (mittlerweile eingeschränkte) bunte Mischung aus Zimo, Lenz und Tran mit Konzentration auf Lenz und Zimo.


    Die Roco-z21 nutze ich mit WLAN für die Parkettbahntage bei mir im Haus - die jungen Herren fahren dann mit ihren Tablets und Handies, sehen alle Funktionen auf den Apps und erfreuen sich am Video-ICE. Sie ist auch nützlich bei Fahrtagen außer Haus.


    Die Lenzkomponenten (im Laufe der Jahre jeweils mit Update versehen und jetzt tausche ich auch den alten Drehhandregler auf die neue Version aus) dienen als Backup für eine rasche Programmierung der Lokadressen hinzukommender Loks aus meinem Fundus, weil die Parkettbahnfahrer im Lauf der Zeit einfach Loknummern von 1 bis 10 auf ihren elektronischen Handsets eingespeichert haben.


    Mit den Lenzkomponenten habe ich auch meine ersten Gehversuche mit einer Computersteuerung (RocRail) gemacht.


    Decoderwechsel scheint eine Lösung zu sein, wenn ich den Preis für einen Lenz Standard+ V2 nehme, der für den Normal-Digital-Bahner mehr als ausreichend ist, würde ich das Risiko von abgebrochenen Teilen, wie hier erwähnt, nicht in Kauf nehmen. abgesehen davon, dass man bei manchen Modellen froh ist wenn man sie nur einmal aufmachen muss (ich denke da z.B. an den 5146er, auch bei der Badner Bahn bin ich froh, nur einmal die Prozedur zu machen)


    Zum Thema Sound: Anfangs witzig, dann bald eintönig und letztlich wird der "Lärm" abgeschaltet.


    Was letztlich wichtig ist: Einfache Möglichkeit, die Decoderdaten auslesen/verändern zu können, Übersicht über die einzelnen Funktionen (Licht ist am einfachsten mit F0), aber wenn es ein Sounddecoder ist, wird es mit Handreglern bald unübersichtlich, da ist ein Bildschirm (Handy) praktischer und eine haptisch angenehme Geschwindigkeitsregelung (für kids sind Drehregler praktisch, aber sie haben auch rasch die Haptik der Apps mit den Schiebereglern "raus")


    Klaus

  • Kann den Ausführungen von Klaus nur vollinhaltlich zustimmen. Einen voll funktionsfähigen Decoder kann ich heute für € 20,- kaufen. Den muss ich nicht einmal anpassen, der kann die Standardfunktionen schon im Auslieferzustand. Da würde ich mir das Herumfummeln mit dem Decoderwechsel nicht antun.


    LG Andreas

  • Hi!

    Die wesentlichen Fragen des UP sind schon beantwortet.


    Die Piko Decoder sind relativ neu, basieren auf Uhlenbrock Design und sind dann von Piko weiter entwickelt worden. Die Fahreigenschaften und ganz allgemein Möglichkeiten von ESU und ZIMO sind deutlich besser. Der Umgang mit den Decodern, ist sicher einfacher mit ESU und ZIMO. Vor allem gibt es mehr Modellbahner die damit Erfahrung haben.


    Wanderdecoder sind ein wahres Fest für die Hersteller um das Ersatzteilgeschäft anzukurbeln. Ein simpler Decoder mit 4 Lichtausgängen wie der MX600 kostet €20,- ein zwei mal Ersatzteile bestellen weil mein Umstecken was defekt geworden ist kostet samt Ärger sicher mehr. Mein Rat sobald man €20,- abzwacken kann so einen MX600 kaufen und den Ärger sparen.


    Das Piko Ding ist übrigens auch ein Uhlenbrock Produkt, der Handregler hat ein neues Gehäuse bekommen sonst weitgehend Ident mit der Uhlenbrock HW.

    -AH-

  • Bei Piko war aber lange Zeit auch ESU im Rennen. Ist aber nicht mehr aktuell. Somit hast recht mit Uhlenbrock.


    Bevor ich als unbedarfter mit einem Zimo herumtue, würde ich eher einen ESU empfehlen. Deren Lokprogramm ist fast selbst redend. Hingegen ist die Zimo Programmierhilfe sehr cryptisch. Da muß man schon Ahnung von CVs und deren Funktionen haben. ESU benutzt da schon textbasierende Einstellungen.


    Beispiel ESU


    Beispiel Zimo:

    zcsbr38_20tsls.jpg

    Quelle


    Liebe Grüße

    Helmut

  • Ich nochmal ...


    Nicht das der Eindruck entsteht ich habe was gegen Zimo, war in den 1990er nur mit Zimo unterwegs (MX1, MX2, MX9, usw. ...). Da hat Hr. Dr. Ziegler noch selbst beratend im 2. Stock ? bei seiner Test-Anlage mitgearbeitet. Da hat Herr Tran noch bei Zimo gearbeitet, nur als Beispiel. War aber auch damals um ein Eck einfacher mit dem Zimo eigenen Protokoll.


    Heute mit den DCC CVs muß man schon gut eingearbeitet sein, wie sie Hr. Hübsch.


    Kann es sein das sie Einführungen ins STB damals in einem Hotel Ramada ? (heutiges "Renaissance Wien") bei der Lobkowitzbrücke abgehalten haben ? Da habe ich auch teilgenommen.


    Sorry fürs OT, wollte nur mein geschreibsel vom Beitrag zuvor zurechtrücken ...


    Liebe Grüße

    Helmut

  • Offenbar habe ich hier einen kleinen Glaubenskrieg mit meinem Plan des "Wanderdecoders" ausgelöst.


    Fakt ist, 99,9% meiner Modelle lagern in der Schachtel, durch glückliche Fügungen komme ich, speziell bei Straßenbahn-/Lokalbahnmodellen, zu motorisierten Varianten. Die Modelle werden dann von mir getestet und auch fotografiert. Und für diese Zwecke dachte ich eben an den "Wanderdecoder". Modell auspacken, Decoder rein, bissi fahren, mit Beleuchtung fotografieren, Decoder raus, Modell einlagern. Wenn ein Modell das Ein- und Ausstecken eines Decoders 1-2x im Jahr nicht aushält oder der Decoder dies nicht aushält rennt da was falsch. Grob geschätzt wird der "Wanderdecoder" 95% des Jahres ungenutzt herumliegen.


    Einzig der Taurus des Sohnemanns wird permanent mit einem Decoder bestückt sein, für die Digitalisierung der Rocodampflok aus dem Hoe-Startset muß ich mir was überlegen wenns soweit ist.


    LG, Manfred

  • Nein, kein Glaubenskrieg, Manfred, nur die pure Erfahrung mit dem Öffnen von Modellen.


    Ich bin jetzt nicht so firm, aber das Stystem Gahler&Ringstmeier funktioniert angeblich ohne Fahrzeugdecoder. Vielleicht wäre dieser Ansatz was für Dich (sofern für den bedungenen Zweck, einfach Aufnahmen mit Beleuchtung machen zu wollen und sonst nix, nicht zu teuer).


    Wo sind unsere Digital-Elektronik-spezialisten, die einen Lösungsansatz hätten - Decoder ans Gleis ???


    Klaus

  • Decoder am Gleis schließt aber konstante Beleuchtung aus. Ansonst wäre die Idee hervorragend.

    Brauchts aber dazu auch nur einen Kleinbahntrafo statt eines Decoders.


    @ Manfred: Andere Frage in eigener Sache: Gibts den B (Zischer) als 3 Wagenzug auch noch im Shop der WL zu kaufen oder muß man auf das Sedlacek-Modell zurück greifen, was natürlich ein Qualitätssprung wäre ? Als Meidlinger hätte ich gerne aus Nostalgie-Gründen, des Quitschen wenn er in die Meidlinger Haube von der Philabrücke abgebogen ist werde ich nie vergessen, einen 8er nachgebildet. Hast einen Tipp für mich.


    Liebe Grüße

    Helmut