Beiträge von Huebsch

    ok, die Diode dann zusätzlich oder alternativ zum Widerstand? Und auch hier, welche Diode genau würde sich anbieten bei zwei parallelen Microlämpchen?

    Die Idee ist parallel zum Lämpchen in Durchlassrichtung 2/3 Dioden je nach Typ. Also eine SI Diode hat da etwa 0,5-0,7V in Durchlassrichtung. Das bewirkt daß am Lämpchen so nie mehr als 1,4 bis 2,1 V anliegt. Der Vorwiderstand für's Lämpchen sorgt dafür daß auch wenn das Lämpchen doch einmal kapuitt werden sollte der Decoder nicht kurzgeschlossen wird.

    Im Überspannungsfall das dem Lämpchen gefährlich werden könnte begrenzen die Dioden die Spannung, 2V überlebt das Lämpchen kurze Zeit locker. Ist aber wirklich eine Premium Lösung. Ich würde einfach 1,5V Lämpchen vermeiden

    -AH-

    Hello!

    1,5V Lämpchen so zu betreiben ist immer ein gewisses Risiko. Vorwiderstände zu rechnen ist eine nette Fingerübung, da man die Lämpchen die eine irre Streuung haben und die Anlagenspannung nicht kennt ist das nicht sehr Zielführend. Wird oft gemacht um Anwender zu verwirren.


    Probier's einfach aus, fange mit einem hohen Widerstand als Schutz an und verkleinere den bis die Helligkeit passt.

    1. es gibt kleine Lämpchen auch mit 12V oder 16V Betriebsspannung. Das spart auch Strom und vermeidet viel Ärger.
    2. Mein Rat wäre eine aktive Spannungsbegrenzung zu verwenden, ist meist ein Größenproblem
    3. Für Analogbetrieb würde eine aktive Regelung die Helligkeit auch bei geringer Geschwindigkeit bereits ermöglichen.
    4. Vorwiderstand nehmen was man leicht beschaffen kann und mit Serien/Parallel Schaltung erweitern sollte das nötig sein. SMD Widerstände sind keine Exoten hat jeder Elektronikhändler. Baugrößer 1206 oder 1208 sind wohl am leichtesten zu verarbeiten.
    5. Lämpchen nicht parallel schalten mit Vorwiderstand. Brennt bei so einer Schaltung eins durch fliegen die anderen wegen der dann höheren Spannung auch gleich alle.

    Einfache Premium Option: die Lämpchen mit Dioden parallel schützen. Oft sterben die weil am Gleis durch einen Kurzschluß auf der Anlage hohe Spannungsimpulse sind die ds Lämpchen auch mit Widerstand killen.

    -AH-

    Folks!

    Viele der Motore im MoBa Bereich ignorieren Physikalische Erkenntnisse die man bereits um 1900 gesammelt hatte. Wechselnde Magnetfelder induzieren Wirbelströme die im Eisen Wärme erzeugen, die abgeführt werden muß, viel zusätzliche Energie verbrauchen und nichts zur Erbringung von mechanischer Leistung beitragen.

    Hauptproblem ist der drehende Anker, der mit steigender Drehzahl immer größere Verluste dadurch erzeugt. Jede Umdrehung bedeutet 2x Umpolen des Magnetfelds, Umschalten der Spulen im Anker. Zusätzlich hinzu kommt dann noch das Wechselfeld des Stators wenn mit AC erregt wird. Gegenmaßnahmen sind hohe Qualität des Materials und feine Blechung. Aus unerfindlichen Gründen wird das aber bei vielen AC Motoren in der Modellbahnwelt nicht gemacht. Auch im DC Bereich zB die schwarzen Kleinbahnmotore haben Basics nicht berücksichtigt . Anker für DC Betrieb bereits zu schlecht wird warm. PWM Betrieb mit hohen Frequenzen machen extreme Verluste. Man muß niedrige PWM benutzen. Das kann man dem Motorkonstrukteur nicht vorwerfen die Modellbahner kümmern sich aber fast nie drum und verwenden statt 50-200Hz 16kHz-40kHz und wundern sich warum der Motor nicht "geht". Überaus schlechte Permanentmagnete die die Feldstärke nach kurzer Zeit verlieren sorgen beim alten KB Motor für weiteren Ärger. Remagnetisieren ist kinderleicht macht keinen Aufwand, macht aber kaum jemand.


    Bei den Serienschlußmotoren wirkt das Magnetfeld des drehenden Ankers GEGEN das Magnetfeld des Stators. Dadurch wird in der Stator Spule Energie in der Gegenrichtung induziert die den Strom in der Stator Spule senkt. Das macht Betrachtungen zum Stromverbrauch und natürlich auch Regelansätze sehr kompliziert. Das ist auch der Grund weshalb Versuche mit Parallelschaltung der Spule "unerwartete" Ergebnisse bringen. Vorwiderstände in der Spule machen das dann zusätzlich lastabhängiger.


    Zur Regelung: man kann natürlich auch diese Motore regeln, der Decoder muß dafür natürlich geeignet sein, davon wissen, und auf die Problematik eingehen können. Klassische Decoder-Regelungen haben das Problem, daß in den PWM Pausen auch das Erregerfeld aus der Statorspule am zusammenbrechen ist und daher vieles völlig anders funktioniert im Vergleich zu Motoren mit Permanent-Magneten. Das Zusammenbrechen stört, erzeugt "wackelige" Signale. Weiters gibt es danach nur die Rese des Feldes um eine EMK für die Drehzahlmessung zu erzeugen. Uhlenbrock hatte einmal Decoder mit eigenem Anschluß für die Erreger-Spule. AFAIK war das der einzige Versuch so etwas anzubieten. Die bemüht besonders schlechten Eigenschaften des Motors konnten diese Decoder natürlich auch nicht verbessern.


    Zur Wartbarkeit der Motore: sehr oft wird behauptet man könnte die Märklin-, Haag-, Kleinbahnmotore durch Fluten mit Öl wieder in Betrieb setzen. Die seien so robust, daß das nix ausmacht. Die Beobachtung ist bedingt richtig. Durch schlechtes Material waren die Lager mit gewissem Spiel gebaut. Es wurde billiges Eisen benutzt das gerne rostet. Mit viel Öl konnte man die Gängigkeit verbessern. Die Folge die Lager wurden weiter beschädigt, die Anker verschmutzten noch stärker, die Elektrik wurde schlechter weil tw. höhere Übergangswiderstände am Anker entstehen durch das Öl und die damit festgeklebten Reste des Abriebs. Jeder kennt daß diese Motore einen besonderen Geruch erzeugen. Mit abermals zu viel Öl konnte man das reinigen, dadurch das Problem aber nur vergrößern. Durch die Ungenauigkeiten der Lager mussten die Luftspalte rund um den Anker groß gehalten werden, das tut dem Magnetfeld auch nicht wirklich gut. Alles zusammen niedrige Leistung gemessen am Energieeinsatz und schlechte Fahreigenschaften. PWM Betrieb und Regelung sehr schwierig.

    -AH-

    Hi!
    ein klein wenig Theorioe dazu findet man auf Binär (decoder.guru) gibt aber viele Andere Seiten die das auch erklären.


    Auf der PluX Schnittstelle sind 2 Füßchen die für SUSI definiert sind, das ist genormt und ZIMO hält sich da auch dran. Man darf die auch für anderes benutzen, das hat offensichtlich Roco vor. Dazu muß man dem Decoder aber mitteilen, daß SUSI nicht aber Funktionen benutzt werden sollen. Dazu dient das 7. Bit in der CV124. Wie überall im Leben beginnt auch hier die Zählerei mit der Zahl 0. 7. Bist bedeutet den Dezimalwert 128, wenn man die anderen verbleibenden Möglichkeiten auf ausgeschaltet belässt was hier wohl zulässig war und zum Erfolg geführt hat.


    Es ist noch anzumerken daß die Nutzung als Funktionsausgang nicht alle Hersteller unterstützen es ist aber durchaus verbreitet weil's faktisch keinen Aufwand im Decoder bedeutet. Einzig falls man Sparefroh Prozessoren am Decoder hat und zu wenige Pins dadurch, dann klemmt's.

    -AH-

    Aktuell lieferbar!

    ... aber n icht durch ZIMO als Hersteller. Daher nur bei Händlern die bereit sich Lager zu halten. Ich hab' noch MX450'er obwohl ich nach wie vor nicht recht überzeugt bin von den Fahreigenschaften. MX645er verkaufen sich auch wesentlich besser warum wohl?

    Die Aussagen auf der ZIMO WEB Seite sind nur für geschulte Anwender interpretierbar. Das MX10 war 10 Jahre lang "demnächst" verfügbar. Fahrpulte haben noch ein deutlicher verschrobenes Verfügbarkeitsleben.

    -AH-

    Hi!

    Das Problem war und ist bei Märklin das man die Fahreigenschaften der hauseigenen Motore und Decoder als Maßstab genommen hat. DC Motore waren und sind immer besser als die Märklin Allstromer. Die DC Welt war das aber Viiiiiiiel weiter, dagegen hatte man vergleichen müssen.


    Der Sinus Motor war und ist immer besser als ein DC Motor. Das Problem war nur die Ansteuerung die vermurxt wurde. Diese Elektronik war und ist überaus schlecht. Man vergleicht mit dem alten Alltromern gibt sich zufrieden sind besser ist zufrieden. Das reicht eben nicht, schon seit 50-70 Jahren nicht. Märklin und Haag haben das aber durch die treuen Kunden nicht bemerkt, da liegt das Problem. Inzwischen dürfen selbst treuesten Märklinisten auch brauchbare Fahreigenschaften einfordern. Man will nicht ständig von den Zweileiter Anhängern "vorgeführt" werden.

    -AH-

    Hello!

    Habe auch keine Idee. Wenn mir so etwas passiert suche ich mit Markierungen.


    Entweder Kreide oder weichen Bleistift nutzen zumachen und schauen wo es einen Abdruck gibt.


    Alternative bin ich vor kurzem draufgekommen Patafix an den verdächtigen Stellen ein Kugerl hin zumachen und schauen wo was gequetscht wird oder ganz zugedrückt. Man kann auch Plastilin nehmen.

    -AH-

    Das ist die "V" Version der Platine, die hat Stromquellen drauf um die Helligkeit der LEDs konstant zu halten. Sinn der Sache für Analogbetrieb und die meist schlechten Anlagen Verkabelungen führt zu unterschiedlich hoher Gleisspannung, die Stromquelle sorgt für konstante Helligkeit. MaW da braucht man keine Vorwiderstände für die LEDs wenn man die Lötpads am Rand nutzt. Wenn man unten die Streifen zum Kontaktieren benutzt hat man die normalen Lampenausgänge des Decoders, dann wären Widerstände für LEDs nötig. Das wäre aber technischer Unsinn wenn man ohnehin wie hier die bessere "V" Version der Platine hat.

    An den Schmalseiten oberhalb der Flexplatinen sind 3 Lötpads, in der Mitte (+) und daneben die Lichtausgänge die über die J-FETs laufen. Es wird hardwaremäßig F0v/h sowie FA1 und FA2 benutzt.

    Es gibt 2 Lötbrücken auf der Platine um das falsche Fernlicht der Roco-Lösung zu korrigieren. Bei den Loks die die kleinen LED Platinchen haben hat Roco vergessen, daß das "Abblendlicht" ausgeschaltet wird wenn man auf Fernlicht umschaltet. Weiters wird auch die obere Lampe heller bei Fernlicht. Das kann meine Platine auch. Geht aber nur bei den Tauri die die LED Platinchens haben. Bei den Tauri mit Lämpchen hat man auch keine geeigneten Lichtleiter.


    Roco Tauschplatinen (huebsch.at) Hier sind Fotos zu sehen wie das Licht ausschaut beim Vorbild, so es noch Modellbahner gibt die sich bemühen dem nachzukommen was kaum mehr der Fall ist - leider!

    -AH-

    Hi!

    Ich hab' die Sinus Geschichte interessiert verfolgt. Das Motorkonzept ist für den Modellbau geradezu ideal, weil man den Motor ähnlich einem Schrittmotor genau die Drehzahl vorgeben kann. Bis nahe an die Leistungsgrenze hält der Motor die vorgegebene Drehzahl ein. Damit entfällt der extrem aufwändige Regelungsapparat im Decoder. In anderen Bereichen werden diese Antriebe gerne erfolgreich benutzt.


    Warum man so extrem viel Finanzressourcen bei der Umstellung des Antriebskonzepts investiert hat und gleichzeitig viel zu wenig in die Elektronik ist mir völlig unverständlich. Das Drama mit der MTC Schnittstelle, 4 elektrische inkompatible Versionen und die Möglichkeit den Decoder "auf's Kreuz zu legen" hat extrem viel geschadet. MTC gibt's immer noch die Streiterei ob die Version von Märklin oder die weniger verbreitete Variante von ESU mit den Logikpegeln nun im Sinne der zerstrittenen Erfinder die bessere ist. Den Modellbahnern kostet da immer noch viel Geld weil viel Elektronik durch versehentliches Vertauschen zerstört wird.


    Die Synchronmotore, Schrittmotore und ähnliches werden im Modellbahnbereich vermutlich einige Zeit mit dem unverdient schlechten Ruf leben müssen. Glaube nicht daß sich irgend ein Hersteller in nächster Zeit nochmals da versuchen wird.

    -AH-

    Hi!

    Im Analog Anschlußgleis ist ein Kondensator quer zu den Schienen eingebaut. Die Hoffnung ist daß das Störungen löschen soll, was manchmal funktionieren könnte.


    Für Digitalsignale stört das Bauteil einfach rauszwicken fertig. Der C ist für die schnellen Digitalsignale teilweise ein Kurzschluß.


    Analogloks sollten in der Lok entstört werden da wirkt das auch - insofern braucht man den C im Anschlußgleis eigentlich nicht wirklich.

    -AH-

    Hello!

    Das Problem an der Sache ist grundsätzlich daß es wenn es n unterschiedliche Modellbahner gibt n*2 Wünsche nach Tastenbelegungen gibt. Meine Erkenntnis, da gibt's keine erreichbare Lösung. Es wäre etwas zu entspannter würde man Normen nicht nur schrieben lassen sondern auch einhalten. Das gilt insbesondere auch für Vorgaben innerhalb eines Unternehmans insbesondere bei ZIMO. ZIMO hatte einmal einen Mitarbeiter der die Soundprojekte kontrolliert hat und nur wenn die komplett waren und dokumentiert waren wurde die veröffentlicht. Der wurde aber übergangen, es gibt noch immer den Schrott dieser versauten Soundprojekte am ZIMO WEB wie jene von Heinz Däppen. Dieser Mist wird leider als Ausrede benutzt um auch in neuen Soundprojekten solche Fehler einzubauen - leider. Das Säubern dauert länger als die CV Settungs zu löschen und neu zu machen. Das bleibt natürlich nur den Wissenden vorbehalten und somit erhöht sich der Frust bei den Anwendern. Bei den anderen Herstellern von Decodern ist das auch nicht besser!

    Das Problem ist dabei dass sämtliche Sounds die ich kenne folgende Tastenbelegung von Vornherein haben:


    F1 - Sound ein

    F2- Horn/Pfeife kurz

    F3 - Horn/Pfeife lang

    Das ist wohl die vorhersehbar dümmste Anordnung. Roco macht das großteils aber auch nicht immer. Die F1 Taste mit dem selten benutzen Befehl Sound ein/aus zu "verbrennen" ist wohl eine der schlechtesten denkbaren Überlegungen. Viele Fahrpulte haben nur wenige Tasten, insbesondere auch bei Roco so die erste Maus mit nur einer F Taste oder dann die 2'er Mais mit nur 4. Hier diese Tasten zu blockieren mit dem kaum zu gebenden Befehl Sound ein/aus ist erkennbarer Unfug. Da wäre es besser diesen dur mehrfachdrücken (rein morsen) auf eine hintere F-Taste zu legen. Das können faktisch alle Decoder wegen der LGB Pulsketten Steuerung - also keien Ausrede.

    Die Bedienung der Lichter im Modell und beim Vorbild haben unterschiedliche Ansprüche. Beide Gruppen werden da nie zusammenkommen weil man einander vorsätzlich Unverständnis entgegen bringt.

    Wie auch immer man muß da selbst überlegen was man haben will und die Tasten so belegen wie man das braucht. Faktisch alle Hersteller bieten diese Möglichkeit. Wobei früher halt nur weniger Tasten verfügbar waren. Die Um-Definition funktioniert unterschiedlich, einige erzwingen geradezu einen PC zum Programmieren (ESU ist da ganz übel) andere Hersteller machen's extrem leicht aber verweigern ein brauchbares PC Tool anzubieten (ZIMO ist da mein Beispiel). Es bleibt nichts über jeder muss überlegen wie sein Modell funktionieren soll, vom Hersteller der Fahrzeige kann man nicht erwarten daß das passt. Da gibt's zu viele Varianten. Also selbst nachdenken, oder jemanden bezahlen der das Nachdenken und Umsetzen macht. Oder unglücklich bleiben und darüber Jammern, das ist auch ein möglicher Weg.

    Ich hab von der Materie nun wirklich keine Ahnung, aber für mich hört sich das an, als würd jeder Klavierbauer die Saiten nach Belieben einspannen :wacko:

    Ja das passiert genau so. Es gibt Normen, bzw. Normvorschläge die nicht einmal ignoriert werden. So wird F8 für Sound ein/aus definiert, schon seit Jahrzehnten. Auch das nur ein Kompromiss, wird kaum umgesetzt von den Anbietern. Für alle anderen Tasten Definitionen ebenso.


    MOROP hatte einmal ein Dokument mit 20 Seiten in etwa mit 4 fach Ebenen der Tasten Belegung, mehrfach drücken, kurz bzw. lang, unterschiedlich je nach Betriebsmittel (Elektro, Diesel, Dampf, Sonderfahrzeuge). Das war so absurd abwegig daß es glücklicherweise keine Verbreitung fand. Die Väter des Dokuments waren schrecklich stolz drauf und frustriert daß es so auf Ablehnung gestoßen ist.


    Meine Erkanntnis: das kann man nicht mehr "heilen". Jeder Modellbahner muß sich überlegen was passieren soll. Kann kann frei wählen zwischen Jammern, daß es schwierig ist, bis zu einfach so einstellen was man haben will. Jeder kann frei wählen in allen denkbaren Abstufungen zwischen den Extrempositionen. Von der Anbieterseite gibts keine Möglichkeit mehr eine Norm zu bringen weil's verbockt worden ist.

    -AH-

    Joa und was tut man dagegen?! Die Polung war exakt gleich angeschlossen..... Polung umdrehen? Ich experimentiere sehr ungern mit dem teuren Zeugs....

    Sehr grob, wenn man keine Möglichkeit hat das näher anzusehen / zu untersuchen, den Unfug mit 2 LS einfach lassen. Es wird nur wenig lauter, die tiefen Töne werden bisschen besser - vorausgesetzt korrekt montiert.


    Es macht auch einen riesen Unterschied ob die 2 LS einen gemeinsamen Hohlraum haben oder ob diese gegeneinander abgedichtet sind. 2 einzelne Hohlräume klingen besser. Vor allem das ABDICHTEN der Resonanzkörper gegen die Vorderseite des Lautsprechers ist entscheidend. Das lassen sehr viele weg, ist eeh überall beschrieben und wundern sich, daß es bescheiden klingt wenn's nicht dicht verbaut ist.

    Aus dieser Diskussion stellt sich für mich sofort die Frage nach Sinn und Unsinn von Doppelautsprechern.


    Zwei mal 8 Ohm parallel sind auch 4 Ohm ... ?


    Bitte um Aufklärung, ich löte gerne auch die zweiten Lautsprecher wieder aus...

    Wenn man das ordentlich baut sollte sich durch die größere Membranfläche lautere tiefe Töne ergeben. Das ist auch so, kann jeder selbst ausprobieren, nur die meisten Modellbahner übersehen bei solchen Projekten die Eigenschaftswörter.


    4-Ohm 8-Ohm bedeutet bei gleicher Spannung doppelter Strom. Jetzt sind die LS keine reinen ohmschen Verbraucher weil Spulen und so aber näherungsweise kann man die Sache so betrachten. Somit muß man überlegen was man macht ob der Decoder die Leistung liefern kann. Wenn man die Lautstärke passend einstellt geht das, unwesentlich lauter etwas mehr Bässe.


    Bei 2 LS muß man aber auch nachdenken wie schaut das Magnetfeld der beiden LS aus. Wenn die sich beeinflussen - tun sie sicher wenn sie nahe zueinander montiert werden - wird's noch schwieriger. Man hat etwa ein 50% Chance daß es massiv leiser wird im Vergleich zu einem LS. Wenn man dann lauter aufdreht ist die Stromversorgung schnell überlastet. Matthias beschreibt das in seiner Beobachtung wunderschön.

    -AH-

    Der Decoder wird nur unpackbar heiß und und praktisch ist der Sound dann viel zu leise. Also für eine Heimanlage vielleicht noch ausreichend, aber für Ausstellungsbetrieb niet.

    SRI - da muß was gewaltig schief gegangen sein - so eine Beobachtung wäre ein physikalisches Wunder oder es liegen schwere Fehler beim Einbau vor.


    Aus der Praxis hunderter Umbauten: die ClassD Verstärker von ZIMO als auch neuerdings bei ESU, D&H und andere liefern an die Lautsprecher Energie. Diese Kann mit variabler PWM an den LS abgegeben werden. Dabei ist die Impedanz des LS in weiten Bereich unerheblich - zumindest zur Frage 4Ohm/8Ohm. Wichtig die Gesamtenergie (hier also die Lautstärke etwas vereinfacht) sollte die Leistungsfähigkeit der Versorgung am Decoder nicht überschreiten. Vereinfacht wenn's zu klirren beginnt, eigentlich schon davor, ist es zu laut eingestellt. Bei 4Ohm wären höhere Ströme möglich als bei 8 Ohm. Damit wird es lauter. Wenn die Gesamtenergie dafür nicht geliefert werden kann muß es schief gehen.


    Nochmals zur Frage des UP 4/8 Ohm ist beides möglich, hinhören und korrekt einbauen und einstellen. Solche Anwendungen bieten natürlich wie Platz für Unfug und daraus ergebenden Fehlfunktionen.

    -AH-

    Heißt das, dass man in der Praxis bei einem Zimo, der laut Werksangaben nur 8 Ohm kann, auch 4 Ohm dranhängen darf? Hätte ich mich nicht getraut…..

    Ja 4 Ohm ist OK, einfach zuhören, daß das nicht übersteuert klingt. Das Problem bei den Decoder heutzutage ist immer die Stromversorgung. Die Aktiven Teile Lichtausgänge, Sound, Motor können weit mehr als die Stromversorgung liefern kann. Daher hat man bei ZIMO vor >20 Jahren Wärmefühler immer eingebaut. Kostet faktisch nix weder Geld noch Platz muß man halt tun. Dann kann der Decoder sich bedingt selbst schützen. Hilft natürlich nicht gegen jeden beliebigen Unfug.

    -AH-

    Hi!

    Die 10x15 und 12x18 Lautsprecher stammen ursprünglich von NXP/Philips und wurden hier in Wien entwickelt. Dann hat man die Fertigung mit mehreren Anläufen nach Asien verfrachtet. Daraus entstanden "illegale Clonewerke" die diese Lautsprecher auf unterschiedlichem Niveau bauen. Das offizielle NXP Werk steht AFAIK in Singapur. Die österreichische Produktion gibt's durch das Einwirken hiesiger Politik nicht mehr. Ergebnis die LS haben unterschiedlichste Qualitäten schauen aber faktisch gleich aus.


    Die 10x15 haben 8Ohm und kann man mit etwa 1 bis 1,5W betreiben aber nur wenn man gute Resonanzkörper benutzt. In der Modellbahnwelt vermeidet man das unverständlicherweise meist und wundert sich über leise Lautsprecher oder Klirren. Die Resonanzkörper dürfen nicht zu groß sein, man muß den Hohlraum Luftdicht mit dem LS verbinden, das ist extrem wichtig für eine korrekte Funktion. Eher zu kleine Hohlräume als zu große. Der Luftpolster im Hohlraum ist das Lager der Membrane, gibts keinen Luftpolster oder ist der zu groß funktioniert das Ding nicht ordentlich. Viele Modellbahner scheinen das aber so haben zu wollen sonst würde ich nicht so oft kaputte Lautsprecher und irre Schallkörper finden.

    Es ist möglich die LS parallel zu schalten. Dazu aufpassen, daß die Polarität korrekt ist, sonst löschen sich die LS gegenseitig aus; Ergebnis leiser Klang und rasche Neigung zu Übersteuerung also Klirren.


    Bei den ZIMO Decodern wird seit Beginn an Class-D Verstärker eingesetzt. Den Unfug mit Class-A Verstärkern wie bei andere Herstellern am Beginn um's um wenige Cent billiger zu machen hat ZIMO nie gemacht. Diese Class-D Verstärker liefern eine PWM am Ausgang. Man halt also immer Pulse von Typisch 12V am Lautsprecher. Die Trägheit des LS, also das System Spule und Membrane, und die Tatsache daß wir Menschen nicht über 20kHz hören können verwischt die PWM zu einem "sauberen" Ton. Die Verstärker kann man faktisch immer mit 4 Ohm meist auch weniger belasten. Problem die Wärmeentwicklung am Decoder und die Stromversorgung setzen da Grenzen. Hinweis: 4 Ohm kein Problem aber dann halt nicht zu laut aufdrehen sonst fehlt dem Decoder die Versorgungsmöglichkeit.

    -AH-