4010-freak's Züge (und Modellverbesserungen)

  • Wunderschöne Modelle, die du uns da präsentiert! :thumbup:


    Die Wagen sind derzeit wieder lieferbar:
    -334588 1.Klasse Epoche IV
    -334589 2.Klasse Epoche IV
    -334590 2.Klasse Epoche IV 2.Betriebsnummer
    -334591 Salonwagen Epoche IV.
    kosten bei Memoba Euro 49,95 pro Stück.

  • In Ergänzung zu TomFs Antwort:


    die A alle Wegmann 15 Drehgestelle
    die beiden AB Görlitz III leicht U
    die 19 B hatten Görlitz (wie oben) und 3 Wagen Wegmann 9 und 4 Wagen Wegmann 15 Drehgestelle
    Details sind im Alba-Band 4 und Kiruba Classic 1/2010 enthalten

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • 4010-freak schreibt: "Sehr auffällig sind die Dachlüfter, die bei den ÖBB-Wagen allerdings entfernt wurden (wahrscheinlich bei der Umlackierung ins Jaffa-Design). Aber die Dachlüfter sind nicht die einzige Ungereimtheit. Oberhalb der Fenster sieht man auf der Abteilseite längliche Lüftungsöffnungen, die bei den Vorbildern vermutlich beim Umbau auf Halbfenster verschwanden."


    Bei den Fotos die mir zur Verfügung stehen (in der angeführten Literatur) sind auch auf den grün gebliebenen Wagen oftmals keine Dachlüfter mehr erkennbar, so auch auf einem Foto aus dem Jahr 1965. Andererseits trägt einer der verbliebenen AB noch im Jahr 1983 (schon als B) vermutlich noch die Originallüfter. Die kleinen Lüftungsöffnungen dürften auch schon ab den frühen 1960ern sukzessive verblecht worden sein. Und ein Fahrzeug hat Dachlüfter, allerdings wieder komplett andere als die Originalfahrzeuge. Also: vieles ist möglich!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.


  • HIER ein A, von mir auf Wegmann Drehgestelle umgebaut.


    Dein Umbaubericht war mir eine Inspirationsquelle und sehr hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn du in Toms Waggonwerkstätte wieder einmal ein Projekt vorstellen würdest :)



    Ich habe die neu aufgelegten Wagen noch nicht in echt begutachten können, ich kann sie daher nur nach den Fotos von der Memoba-Website beurteilen. An der Form wurde offenbar genau nichts geändert, die auffälligen Dachlüfter, Lüftunsschlitze über den Fenstern und die Laternenhalter sind also immer noch vorhanden. Verbessert wurde hingegen die Bedruckung – so sind nun die Griffstangen, Türschnallen und Bremsumsteller farblich abgesetzt und die Raucher- bzw. Nichtraucherpiktogramme sind auch richtig angeordnet.


    Der Wagen 1. Klasse hat die falschen Drehgestelle (wie TomF und gysev bereits erwähnt haben, wurden die alle mit Wegmann-Drehgestellen ausgerüstet). Die Betriebsnummer lautet laut Angabe im Katalog 50 81 17-70 003-1 – dieser Wagen hat die Jaffa-Farbgebung allerdings womöglich nie erhalten…
    Der Salonwagen dürfte in der Jaffa-Farbgebung ebenfalls ein Fantasiemodell sein, soweit ich weiß wurde er vom orangenen Eurofima-Farbschema direkt in die Sparlack-Farbgebung umlackiert.
    Die beiden Wagen 2. Klasse tragen laut Katalog die Betriebsnummern 50 81 29-30 266-9 und …267-7. Man kann nur hoffen, dass sich die tatsächlich ausgelieferten Wagen von der Beschreibung im Katalog unterscheiden, denn Wagen mit diesen Nummern existierten bei der ÖBB nicht. Die Nummerngruppe dieser Wagenserie endete nämlich bei 265. Allerdings ist auch die Nummer des von mir vorgestellten B aus der Erstauflage nicht fehlerfrei…


    Der veranschlagte Verkaufspreis ist für derartig kompromissbehaftete Uralt-Modelle allerdings ziemlich frech. Die Wagen aus der Erstauflage sind auf eBay üblicherweise für ca. 15€ (+/- 5€) zu haben…


    Bei den Fotos die mir zur Verfügung stehen (in der angeführten Literatur) sind auch auf den grün gebliebenen Wagen oftmals keine Dachlüfter mehr erkennbar (…) Also: vieles ist möglich!


    Die beiden angeführten Bücher/Hefte habe ich leider nicht, ich kann daher nur auf mein hauptsächlich aus dem Internet zusammengeklautes Bildarchiv zurückgreifen. Die Schürzenwagen waren in der Tat eine sehr vielfältige Wagenserie. Auf diesem Bild -> Klick <- meine ich die Dachlüfter sogar bei einem Jaffa-Wagen erkennen zu können… Datiert ist das Foto übrigens mit März 1994!
    Der Großteil der mir bekannten Fotos von Schürzenwagen in Jaffa-Farbgebung zeigt die Fahrzeuge jedoch eindeutig ohne Dachlüfter. So auch bei einem Foto des von Liliput realisierten Wagens, das den vom Verein DBK Historische Bahn übernommenen Wagen am 27.3.2006 in Crailsheim (D) zeigt: Klick

  • Servus 4010-freak!
    Gratuliere zu diesem feinen Umbau, echt gelungen!
    Was bitte bedeutet “abdichten mit Alufolie“?
    Bei dem Foto des beleuchteten Waggons scheint es zw. Fensterausschnitt und Fensterrahmen durch. Abhilfe: Fensterband außen/schwarz, innen/ Innenraum-Farbe streichen.
    LG Christian

  • Zitat 4010-freak: Allerdings ist auch die Nummer des von mir vorgestellten B aus der Erstauflage nicht fehlerfrei…


    Wie meinst du dies.
    Ich besitze den Liliput 83314 (wie er auch im Set 886 vorhanden war) mit der Nummer 50 81 29-33 264-1.

  • Servus 4010-freak!
    Gratuliere zu diesem feinen Umbau, echt gelungen!
    Was bitte bedeutet “abdichten mit Alufolie“?


    Ich habe Streifen aus Alufolie in den Wagen geklebt und dann die Fenster vorsichtig ausgeschnitten. Durch die Alufolie ist das Gehäuse absolut Lichtdicht und wenn man die Folie vorher bemalt, ist die Innenwand auch gleich im richtigen Farbton gehalten. Vor allem das genaue Ausschneiden der Fenster ist allerdings ziemlich aufwendig, dafür erspart man sich das Risiko, der Außenseite des Wagens mit durch die Fensteröffnungen rinnender Farbe versehentlich eine neue Farbgebung zu verpassen.
    Zur Verdeutlichung ein Bild eines anderen Wagens, der nach der selben Methode lichtdicht gemacht wurde:



    Bei dem Foto des beleuchteten Waggons scheint es zw. Fensterausschnitt und Fensterrahmen durch. Abhilfe: Fensterband außen/schwarz, innen/ Innenraum-Farbe streichen.
    LG Christian


    Danke für den Tipp, werde ich bei Gelegenheit probieren!


    Zitat 4010-freak: Allerdings ist auch die Nummer des von mir vorgestellten B aus der Erstauflage nicht fehlerfrei…


    Wie meinst du dies.
    Ich besitze den Liliput 83314 (wie er auch im Set 886 vorhanden war) mit der Nummer 50 81 29-33 264-1.


    Mit "Erstauflage" war der oben vorgestellte Wagen mit der Artikelnummer 383305 und der Betriebsnummer 50 81 29-30 263-6 mit grauem Dach gemeint. Dein Wagen müsste die ältere Version der Jaffa-Farbgebung mit elfenbeinfarbenem Dach haben.


    Nun zur eigentlichen Frage: Die Schürzenwagen 2. Klasse waren in zwei verschiedenen Nummerngruppen zusammengefasst – die Bauartbezeichnung lautete bei manchen Wagen 29-30, bei manchen 29-33. Das hing davon ab, ob die elektrische Ausrüstung (z.B. Heizung) für alle vier in Europa genormten Spannungen an der Zugsammelschiene oder nur für die unter anderem in Österreich verwendete Spannung (1000V/16,7Hz) ausgelegt war. Der Wagen 263 gehörte zu den Wagen mit der einfacheren elektrischen Ausrüstung, die Nummer müsste daher 50 81 29-33 263-3 lauten.

  • Servus 4010-freak!
    Danke für die ausführliche Antwort. Sehr aufwändige Methode. Noch ein Tipp um 10 Groschen für Zeitersparnis bei respektablem Ergebnis:
    Die Innenseiten der Scheiben bei ausgebauten Fensterbändern mit Maskol zurinnen lassen. Fensterbänder einkleben und innen brutal mit der Airbrush zuerst schwarz, dann in Farbe der Inneneinrichtung lackieren. Guten Wein oder Bierchen trinken und am nächsten Tag das “Gummizeugs“ entfernen.
    Belehrungsmodus aus!


    LG Christian

  • Die beiden Wagen 2. Klasse tragen laut Katalog die Betriebsnummern 50 81 29-30 266-9 und …267-7. Man kann nur hoffen, dass sich die tatsächlich ausgelieferten Wagen von der Beschreibung im Katalog unterscheiden, denn Wagen mit diesen Nummern existierten bei der ÖBB nicht. Die Nummerngruppe dieser Wagenserie endete nämlich bei 265. Allerdings ist auch die Nummer des von mir vorgestellten B aus der Erstauflage nicht fehlerfrei…


    Komm gerade von meinem Händler ...... der hat die beiden Wagen mit genau diesen Nummern im Geschäft

  • Roco 5042


    In den Jahren 1935-1936 beschafften die damals noch als BBÖ firmierenden Österreichischen Bundesbahnen insgesamt 14 dieselelektrische Triebwagen, die als VT 42.01-14 bezeichnet wurden. Nach dem Krieg erhielten die neun in Österreich verbliebenen und verwendbaren Triebwagen (sowie ein weiterer, der aus einem beschädigten Triebwagen sowie dem VT 43.01 zusammengebaut wurde) gemäß dem neuen ÖBB-Bezeichnungsschema die Reihennummer 5042. Nachdem die Fahrzeuge in den ersten Jahren im Eil- und Schnellzugverkehr Verwendung gefunden hatten, wurden sie seit Mitte/Ende der 60er-Jahre praktisch nur noch auf den diversen Lokalbahnen des Weinviertels eingesetzt.

    Ende der 80er-Jahre wurden nach über 60 Einsatzjahren auch die letzten Exemplare in Pension geschickt. Eine Nebenbahn-Einstellungswelle im Mai 1988, der auch viele Lokalbahnen im Weinviertel zum Opfer fielen, sowie die damals in den Startlöchern stehende Reihe 5047 machten die altehrwürdigen Fahrzeuge entbehrlich.


    Im Neuheitenkatalog 2017 überraschte Roco die österreichischen Modellbahner mit einer Ankündigung dieser Triebwagen, Anfang 2018 wurde die für mich interessantere Variante mit Computernummer im Zustand Mitte/Ende der 80er-Jahre ausgeliefert. Vor ein paar Tagen fand auch ein Exemplar dieses interessanten Triebwagens zu mir.


    Ein Vorbildfoto des 5042 014-0, der im Juli 1986 als R 7235 Hohenau – Mistelbach Lbf unterwegs war und in Wilfersdorf fotografiert wurde:

    dt9rd6j2vahfrhply.jpg

    Quelle: DSO, mit freundlicher Genehmigung des Bildautors Werner Hardmeier


    Man beachte auch den überwältigenden Besetzungsgrad des Fahrzeuges… Kein Wunder, dass unter anderem auch diese Strecke knapp zwei Jahre später eingestellt wurde.


    Das fein detaillierte Modell besitzt ab Werk eine Innenbeleuchtung. Die Einrichtung besteht im Prinzip aus einem beige durchgefärbten Grundkörper mit extra eingesetzten Sitzen. Ich habe versucht, die Inneneinrichtung mit wenig Aufwand noch ein bisschen aufzumotzen.

    Zunächst habe ich den Boden dunkel eingefärbt. Die ursprünglich einfärbigen Sitze habe ich mit bemalten schmalen Tixo-Streifen dem Vorbild angenähert.

    dt9sod5hry3qrhgx2.jpg


    Charakteristisch am Sitzmobiliar der 5042er (und auch zahlreicher älterer Personenwagen) war, dass die Trennwände zwischen den Sitzgruppen die Kopfstützen etwas überragen. Die nach oben überstehenden Teile der Trennwände wurden aus dünnen Polystyrolplatten hergestellt.

    Anschließend wurde der Fahrgastraum noch bevölkert – vorbildentsprechend mit einer überschaubaren Anzahl an Figuren. (Wer ganz genau hinschaut, findet vielleicht auch noch den zweiten Fahrgast a_22_cf3452ff.gif)

    dt9sogfthxnoxqm06.jpg


    Fertig! Nicht ganz so aufregend wie bei anderen Fahrzeugen, die ich bereits vorgestellt habe, aber das Ergebnis ist dennoch eine kleine Verbesserung gegenüber dem Werkszustand.

    dt9solvk2bn7poe7a.jpg


    dt9soqo2cjxx6cova.jpg


    Somit ist der Triebwagen bereit für den Betrieb auf meiner Parkettbodenbahn, wo in den nächsten Tagen vermutlich ein Schwerpunkt auf Nebenbahn-Zügen liegen wird.

    dt9sp0zcxmlib7q3q.jpg


    dt9sp5du9rp7b9wbq.jpg


    Und es gibt auch wieder ein kleines Video dazu:


    dt9sk2jcn6nz2wicm.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von 4010-freak ()

  • Kleinigkeiten, die aber viel ausmachen!!!!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Ich bewundere immer wieder das du über so viele Details der einzelnen Wagen-und Lok-Typen weist!

    Den 5042 werd ich mir zum Christkindl machen(Ich weis es dauert noch).

    Leider gibts wichtigere Dinge als die MOBA.

    Das ist so ein schönes Modell den muss man haben!


    LG Franz

  • Erinnerungen an die Lokalbahnen des Weinviertels


    Vor genau 30 Jahren, nämlich zum Fahrplanwechsel am 28./29. Mai 1988, wurde österreichweit auf zahlreichen Nebenstrecken der Personenverkehr eingestellt. Besonders hart traf es das bis dahin recht umfangreiche Lokalbahnnetz im Weinviertel. Um das Ausmaß zu veranschaulichen, habe ich auf einem Plan, wie er früher in zahlreichen ÖBB-Personenwagen zu finden war, ein bisschen herumgemalt: (Die Strecke Enzersdorf bei Staatz – Poysdorf wurde bereits 1977 wegen des schlechten Erhaltungszustandes stillgelegt, ein paar weitere Strecken verschwanden auch noch nach 1988.)

    32818331wy.jpg


    Unter den eingestellten Strecken befanden sich auch Teile der Stammersdorfer Lokalbahn (Wien Stammersdorf – Groß Schweinbarth – Zistersdorf – Dobermannsdorf). Obwohl die Strecke das unmittelbare Umland einer Millionenstadt erschloss, waren die Fahrgastzahlen nicht berauschend. Der Endbahnhof lag am Rande der Stadt, um Richtung Zentrum zu gelangen, musste man noch eine weite Reise mit der Straßenbahn antreten. Für all diejenigen, deren Ziel nicht im unmittelbaren Einzugsgebiet des Bahnhofs Stammersdorf lag, war es attraktiver, bereits in Obersdorf, wo die Lokalbahn die Strecke aus Laa – Mistelbach – Wolkersdorf querte, in die Schnellbahn umzusteigen. Daher kappte man die Lokalbahn dort und baute einen neuen Bahnsteig, der die Umsteigewege zu den Schnellbahnzügen etwas verkürzte.

    Ein wesentlicher Grund für die geringe Inanspruchnahme der Stammersdorfer Lokalbahn war aber der Fahrplan, der mit wochentags gerade einmal drei in Stammersdorf ankommenden Zügen alles andere als attraktiv war. (Link zum letzten Fahrplan: Klick)


    Einer dieser drei Züge war der GmP 73125, der (gemeinsam mit der Gegenleistung GmP 71332) Mitte/Ende der 70er-Jahre als eines der letzten regulären Einsatzgebiete von Dampfloks (abgesehen von Schmalspur- und Zahnradbahnen) große Bekanntheit erlangte. Mich persönlich interessieren Dampfloks nicht sonderlich, dafür bin ich vermutlich einfach zu jung. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle zwei interessante Bilder verlinken, einmal mit einer 93er -> Klick und einmal mit einer 52er -> Klick.

    Ende der 80er-Jahre war dieses Zugpaar aus einem anderen Grund eine Besonderheit: Es war nämlich einer der letzten GmPs Österreichs. Der Fahrplan des Zuges spottete jedoch jeder Beschreibung: Nach der Abfahrt in Zistersdorf um 6:58 und einer kurzen Pause in Groß Schweinbarth (8:07-12:00) traf er bereits um 13:12 in Stammersdorf ein. Also gerade einmal 6h 14min Gesamtfahrzeit für die 57 Kilometer lange Strecke. Das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von heißen 9km/h. (Mit dem Fahrrad brauche ich für diese Distanz um die drei Stunden…) Man kann sich gut vorstellen, wie hoch die Fahrgastzahlen dieses Zuges waren. Gelegentlich kam es vor, dass es nicht einmal zu transportierende Fracht gab – dann war das vierköpfige Zugpersonal (Lokführer, Beimann, Zugführer, Verschieber) einen Tag lang mit einem Geisterzug beschäftigt.

    Das folgende Bild zeigt den zur Rückfahrt nach Dobermannsdorf bereitstehenden GmP 71332 mit der 2143 067 in Stammersdorf am 27.8.1987:

    dts7zxxzmmfw5rn52.jpg


    Wie es sich für einen GmP gehört, wurden an den Unterwegsbahnhöfen – sofern es zu befördernde Wagen gab – diverse Güterwagen angekuppelt. Das folgende Bild zeigt den selben Zug in Groß Schweinbarth.

    dts809lxjgzgn5f52.jpg

    Quelle dieser beiden Bilder: heussler.zenfolio.com, mit freundlicher Genehmigung des Bildautors Michael Heussler


    Meine Modellumsetzung orientiert sich nicht exakt am Vorbildfoto, ich habe einfach einige für die Weinviertler GmPs typische Wagen verwendet.


    dtahh50u9fnxvfd2e.jpg


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    dtahmrlgiq11w4tly.jpg


    Für die, die an Betriebs- und Artikelnummern interessiert sind, gibts noch die Zugbildungsliste dazu:

    dts80ieypf3fvxbdy.jpg



    Aber nicht nur auf der Stammersdorfer Lokalbahn fuhren bis zum Schluss GmPs, auch auf den anderen Lokalbahnen des Weinviertels gab es solche Züge. Aus einer besonders netten Komposition bestand der GmP 80361 Groß Schweinbarth – Gänserndorf am 25.2.1987:

    dts80oniljv5unvty.jpg

    Quelle: heussler.zenfolio.com, mit freundlicher Genehmigung des Bildautors Michael Heussler


    Und meine Modellumsetzung:

    dtstkvzjy7b68oicm.jpg


    Die Zugbildungsliste dieses Zuges ist naturgemäß ebenfalls recht kurz:

    dts80tt95snoyhnfq.jpg



    Ich hoffe, dass diese kleine Reminiszenz an die Weinviertler Lokalbahnen gefällt. Bei Interesse stelle ich gerne noch weitere typische Zugkompositionen aus dieser Gegend vor.


    Edit: Die Fortsetzungen sind hier zu finden: Teil 2, Teil 3 und ein Video gibts im Teil 4


    lg 4010-freak

    2 Mal editiert, zuletzt von 4010-freak ()

  • Danke sagt die GySEV und wartet voll Freude auf die weiteren Zugkompositionen :thumbup:

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Freut mich, wenns gefällt! =)

    Schöne und typische Züge. Leider schon damals aus der Zeit gefallen und daher mit vorhersehbarem Ablaufdatum.

    Allerdings. Diese Strecken waren das letzte Rückzugsgebiet der zweiachsigen Spantenwagen. Weiters waren noch zum Teil aus der Zwischenkriegszeit stammende Dieseltriebwagen im Einsatz. Für Eisenbahnfreunde interessant, aber nicht die richtigen Fahrzeuge, um "normale" Fahrgäste zu lukrieren...

    Der "bedarfsorientierte Fahrplan" trug auch nicht unbedingt zur Attraktivität der Strecken bei.


    Dass es auch anders geht, wurde nach der Schrumpfung des Lokalbahnnetzes bewiesen. Auf den verbliebenen Strecken um Groß Schweinbarth wurden die damals frisch ausgelieferten 5047er eingesetzt und der Fahrplan wurde massiv verdichtet. Statt einer an einer Hand abzählbaren Anzahl an Zügen mit unregelmäßig über den Tag verteilten Abfahrten gab es nun von ca. 5:00 bis ca. 21:00 Zugverkehr in einem nicht ganz sauberen Stundentakt, zur HVZ sogar zeitweise halbstündlich.


    Heute nähert man sich wieder einer mit 1988 vergleichbaren Situation: Die 5047er sind in die Jahre gekommen und in einigen Punkten nicht mehr zeitgemäß, 5022er hat diese Gegend meines Wissens nach noch nie gesehen. Ein ganztägiger Halbstundentakt (ausgenommen in Randzeiten) wäre im Speckgürtel Wiens durchaus angebracht, ein Stundentakt (teilweise sogar mit Lücken) lockt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Der an Wochenenden gebotene Zweistundentakt schon gar nicht. Zusätzlich sind die Strecken mit Langsamfahrstellen übersät. Wenn sich da nicht bald was tut, werden auch die verbliebenen Strecken von Gänserndorf und Obersdorf nach Groß Schweinbarth bald Geschichte sein.

    ich bild mir ein irgendwo mal gelesen zu haben, dass die Lok in der Zeit eine Tour nach Gänserndorf und zurück fuhr.

    Ja, das stimmt. Die Wagen wurden in Groß Schweinbarth zurückgelassen. Nachdem es dort auch keine anderen Anschlusszüge gegeben hat, war der Zug de facto nur für jene Fahrgäste brauchbar, die nach Groß Schweinbarth wollten. (Ok, man hätte nach der Ankunft zu Fuß nach Obersdorf weitergehen können – man wäre bei durchschnittlichem Gehtempo immer noch zwei Stunden vor dem Zug dort gewesen )