Beiträge von austronewt

    Herr Steiner hat ja so recht, wenn er in der letzten MBW schreibt: "Um die Railboys wurde es in letzter Zeit still". Es klappt leider im Moment gar nicht mit den Zulieferern. Dass das gerade bei meinem Neueinstieg passieren muss, ist besonders bitter.

    Am nächsten Dienstag kommen jedenfalls Ätzbleche. Zwar noch lang nicht das, was bestellt wurde, aber immerhin. Wenigstens ein paar Bausätze des Jk kann ich dann ausliefern. Sobald ausreichend Material gekommen ist, sind die nächsten Varianten dran (mit Bremserbühne, mit Bremserhaus)

    Übrigens: Wer Fertigmodell vorbestellt, hat viele Auswahlmöglichkeiten: Achslager, Räder, Beschriftung etc. In der Serie gibts die Wahlmöglichkeit nicht. Da wird die am häufigsten beim Original vorgekommene Variante gebaut.

    Insgesamt warten im Moment 7 verschiedene Modelle in H0e auf die Auslieferung. Knapp vor Fertigstellung ist der VT50. In der Konstruktionsphase ist je ein Triebfahrzeug in H0e und eines für H0. Wenn die Herbstmesse stattfinden kann, gibts die ersten Muster in der Vitrine.

    Wird sicher interessant!

    LG Günter

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    • Jk.Bordwand.jpg

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    Standard ist Neusilber 0,3 mm. Andere Materialien (Messing, Kupfer, Stahl) und andere Stärken sind möglich. Allerdings nicht im Mietsystem. Es gibt einfach zu wenig Interessenten dafür. 0,4 mm ist ohnehin so gut wie nicht verfügbar. Die nächste Stärke wäre demnach 0,5 mm. Da gibts ab und zu Nachfrage. Du wartest halt recht lang, bis was zusammen kommt.

    Weil wir grad drüber reden: Ätzen und Massstäblichkeit. Bei 0,05mm ist im Allgemeinen Schluss. Das wären in 1:87 ca. 4 mm. Zwar gehts noch eine Kommastelle tiefer, aber solche Folien sind kaum noch zu handhaben. Technisch möglich wäre es aber. Wer einen erhabenen Schriftzug auf seiner Vespa im Maßstab 1:87 braucht - kann er haben! (Kostet ein bissl Geld!)
    Aber 0,05 in Bronze für Schleifer ist problemlos.

    Wer spezifische Fragen zum Ätzen oder Zeichnen hat: Bitte hier deponieren. Es ist letztlich einfacher, als viele glauben. Einmal probieren, es kann ja nichts schief gehen.

    Euer "Oberätzmeister" (Scherz)

    Günter

    Noch ein Wort zu den Dateiformaten für das Mietätzen: Es kommen nun erwartungsgemäß Fragen herein, die sich mit :"Geht das auch?" befassen.

    Am liebsten ist mir, wie im Newsletter beschrieben, Corel. Ist am schnellsten verarbeitbar. Aber auch mit ALLEN ANDEREN Formaten, sofern sie für mich zu importieren sind, kann ich was anfangen. Wenn es sein muss, sogar mit einer bemaßte Handskizze! Es ist stets nur eine Frage des Aufwands.

    Zur Sorge, was den Urheberschutz betrifft: Selbstverständlich werden sämtliche Unterlagen nach Abschluss eines Auftrags unverzüglich gelöscht.

    Schönen Abend noch!

    Ja, klar, dass meine Newsletter im Forum veröffentlicht werden können. Hier ist die Beweislast bezüglich Datenschutz nämlich genau umgekehrt: Dafür muss wiederum ich zustimmen. Das mach ich selbstverständlich hiermit.

    Vielen Dank dem, der die Mühe auf sich nimmt. Was ich auch noch interessant fände, wären Themen, die ich auf Wunsch behandeln soll.

    Wer sich sich wundert, dass ich das so genau nehme, sollte sich die Strafrahmen für Vergehen bezüglich Datenschutz ansehen. Die Strafen sind wirklich drakonisch!

    Liebe Freunde!

    Diverse Ausfälle bei den Zulieferern machen mich schon wahnsinnig. Nützt aber nix.

    Etwas Neues gibt's aber: Ich biete ab sofort ein Ätzsystem an, dass auch für den minimalen Bedarf ein sehr günstiges Angebot ist. Die Mindestfläche beträgt nur 40 x 60 mm. Da geht sich gut die Beschilderung von 2 Loks aus. Wer mehr braucht, eben mehrere Felder.

    Genauere Angaben findet ihr im neuen Newsletter.

    Euer railboy

    Günter

    Hallo Matej,


    etwas verspätet meine Antwort! Vielen Dank für deine wertvollen Hinweise. Ich werde sie, im doppelten Sinn des Wortes, einfließen lassen. Wobei eingeschlossene Luftblasen nicht das Problem selbst sind, sondern der praktisch immer auftretende Effekt, dass sich unter Decals eine silbrige Schicht bildet, die allerdings nur bei bestimmten Lichtverhältnissen sichtbar wird. Bei den üblichen Decalgrößen fällt das so gut, wie nicht auf. (Fotos mit starkem Licht zeigen das manchmal) Wenn das Decal allerdings großflächig auf dunklem (!) Grund aufgebracht wird, ist der Effekt auch unter normalen Verhältnissen mit freiem Auge sichtbar. Es scheint sich um einen Vorgang zu handeln, wie er auch bei Glasscheiben auftritt, die einige Zeit direkt aufeinanderlagen. Den Vorgang hier näher zu erklären, würde zu weit führen. Ergebnis jedenfalls- diese Scheiben werden trüb. Eine transparente Hinterfüllung schafft hier Abhilfe. Deshalb möchte ich diesem Acrylfüller auf jeden Fall ausprobieren. Gibts für dieses japanische Produkt hierzulande eine Bezugsquelle?

    Günter

    letztes Update: das 6-achsige Fahrwerk ist betriebstauglich. Es ist auf der Teststrecke (knapp 3 m) zweimal auf und abgefahren. Um jedes weitere Risiko auszuschließen, bleibt es zumindest vorläufig dabei.

    Nun geht es ans Komplettieren der Kästen. Vorher gibts aber Versuche, die Zierlinien doch noch hinzukriegen. Wird dauern.

    LG Günter

    Gibt es denn keine Achsen, die man statt der originalen verwenden kann?

    Muss gestehen, hier hab ich auch "geschummelt" und statt dessen blank vernickelte Achsen eingebaut. Nachdem die Originalen schon im Sackl gerostet haben, darf man wohl offensichtlich kaputte Teile gegen Neue tauschen. Listigerweise wurden Achsen und rostende Stahldrähte bei Gerard oft ins gleiche Sackerl gepackt und auch noch mit Tixo gebündelt. Toxische Kombination! =O

    Nein, nein, war schon Cyan. Zumindest wurde es so bezeichnet. Kam in weißen Fläschchen ohne irgendwelche Aufschriften. Keine Ahnung, wo Riedl die her hatte.

    Mit der Bohrmaschine für die Achsbohrungen stand übrigens Herr Fürst (RIP), der das machen sollte, auf Kriegsfuß!

    Wie kann man die Räder eigentlich neu isolieren?

    Schlichte Antwort: Gar nicht. Bei den kleinen Laufrädern, die hinter der Drehgestellwange verschwinden, machts nicht so viel, wenn sie taumeln. Die hab ich nachträglich isoliert. (auseinander genommen und wieder reingepickt)

    Wie sind sie isoliert? In die Radreifen wurde Cyankleber geträufelt. Danach das Ganze mit UHU Plus auf den Radstern geklebt. Zum Schluss das Achsloch aufgebohrt. Späne vom abgedrehten Radstern haben sehr oft die Cyanschicht verletzt. ALLE Räder wurden "isoliert" montiert. Was dann durchgeschlagen hat, bekam einen roten Punkt und galt als nicht isoliert. Geprüft wurde das mit eine Batterie von 4,5 Volt und einer Taschenlampenglühbirne. Rustikal. So war das halt in den 1970, 80ern.

    Na geh, das tut mir leid :wacko:

    Es gibt ja jetzt noch den zweiten Wagen. Der macht zwar noch zusätzliche Schwierigkeiten mit seiner ungelagerten Laufachse, die natürlich anstreift, wo sie kann und somit Kurzschlüsse verursacht. Aber Schritt für Schritt werde ich die schon bändigen. Insgesamt sehr ärgerlich ist, dass auf dem fertig lackierten Modell die Baugruppen ohne massive Nacharbeiten nicht zueinander passen.

    Foto 1: Rahmen seitlich ausgeschliffen um dem Rad Raum zu geben.:thumbdown:

    Foto 2: Rad touchiert Seitenwange.:thumbdown:

    Foto 3: Drehgestell stößt hinten an Kessel .:thumbdown:

    Foto 4: Schlecht zu sehen- Drehgestell steckt zwischen den Auftritten. Null Ausschwenkmöglichkeit:thumbdown:

    Liebe Kollegen

    das wars fürs Erste: Fahrversuch gestern am Abend. 50 cm nach vorn, 50 cm nach hinten. Dann stottern, ein Rad zieht Funken und aus. Typisches Gerardleiden: Rad schlägt durch. Isolation beim Teufel. Obwohl ich alle Räder gewissenhaft durchgemessen hab (gebranntes Kind!). Wenn dann der "richtige" Strom kommt, dann ist halt immer wieder Feierabend bei diesen Rädern. Nun hab ich weder ein neues Rad, noch das Animo die Geschichte zu zerlegen. Kommt als "grundsätzlich fahrbereit" in die Vitrine.X(

    LG
    Günter

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    • DSC_0144.JPG

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    Die Lösung für die seitliche Stabilisierung des Fahrgestells ist simpel. Recht und links vom Drehpunkt des Antriebsdrehgestells 2 Gewinde gebohrt und Schrauben soweit eingeschraubt, bis das Ding gerade sitzt. Mit Gegenmuttern gesichert. Die Schrauben wirken auf die stabile Deckplatte des Getriebes. Einziger Nachteil: Nachdem die Schrauben recht eng am Drehpunkt sitzen, ist der Spielraum an der Höher/Tieferstellung gering. Eine halbe Drehung bewirkt schon Einiges. Genaue Justierung geht erst, wenn der Kasten aufsitzt.

    Wenn das auch einen Eingriff in den Originalbausatz darstellt, ist es insofern zu verschmerzen, als die Schrauben von außen nicht zu sehen sein werden und der Kasten wenigstens senkrecht steht.

    LG Günter

    Nachdem mich die Zierlinien bis auf weiteres außer Gefecht gesetzt haben, hab ich mich über die Fahrwerke hergemacht. Und was soll man sagen? Da bleibt nur Hände falten. Die Konstruktion ist, euphemistisch ausgedrückt, ein wenig verunglückt. Die Fehler hier aufzuzählen, sprengt den Rahmen.

    Nur so viel: Zuerst fällt einmal die Gerard typische Kombination Schnecke = Schwungmasse auf. Es gilt aber immer und überall die physikalische Gleichung: Arbeit = Kraft x Weg. Der Weg über den Schneckenumfang ist in dem Fall so lang, dass das keine Schwungmasse, sondern eine "Bremsmasse" ergibt. Die Absicht, auf diese Weise ein richtiges Getriebe einzusparen, geht daneben.

    Alle 4 Achsen sind starr gelagert. Es können daher maximal 6 von den 8 Rädern wirklich auf dem Gleis stehen. Wenn man Pech hat, sinds nur 2 auf einer Wagenseite. Abgesehen davon, sind die Achslöcher verbohrt, was sowieso eine X-Stellung der Achsen ergibt. Die Lagerbuchsen sind unsinnig, weil der Achsstahl (nicht rostfrei!!!) besser direkt auf dem Messing laufen würde. Dafür purzeln die Laufachsen völlig lose im Drehgestell herum.

    Geradezu klassisch: Die Breite der Drehgestelle, die im Modell unmaßstäblich sein muss (Räder), blieb unbeachtet usw. usf.

    Ein letzter Punkt: Die Drehgestelle sind nur in ihrer Mitte mit dem Kasten verbunden, der ist also auch um die senkrechte Achse ohne Einschränkung beweglich. Er kippt dadurch seitlich weg (steht schief) und es ist keine Korrigiermöglichkeit vorgesehen.

    Obwohl die beiden Modelle wie das Original zusammen gebaut hätten werden sollen, muss ich in diesem Bereich doch vom Prinzip abweichen und was ergänzen.

    Sich hinterm Ohr kraulend

    Günter

    Die Linie zwischen zwei Nieten liegen wirst nicht mögen, bzw wird nicht optimal aussehen?

    Sie liegt zwischen den Nieten! Das täuscht auf dem Foto.

    aber vielleicht ließe sich die dann flache Vorderseite durch gezieltes Sandstrahlen wieder ein bisschen runden.

    Wäre möglich. Die Gefahr des Höchwölbens vom Blech ist bei intensivem Bestrahlen aber nicht zu unterschätzen. Bei ungewissem Ausgang.

    Am ehesten tendiere ich jetzt doch zum großflächigen Decal mit allen seinen Nachteilen. Die Trägerfolie ist für Linien einfach nicht stabil genug.