Beiträge von notbremse

    Die frühen Versionen der 92er von Brawa haben laut Leopoldseder eine missglückte Elektronik für die Wechselstromvariante drin, die das Lesen und Schreiben der Decoderdaten beeinträchtigt. Bei mir kam's dadurch zu einem Abbruch eines Firmware-Updates. Nichts ging mehr. Ich habe mir das Glump von LeoSoundlab für einige wenige Euro überbrücken lassen. Jetzt kann lch den Decoder problemlos mit dem Lokprogrammer ansprechen. Natürlich ohne ihn auszubauen.


    Siehe auch hier: https://www.stummiforum.de/t10…lbahn-127.html#msg2374844

    Zitat

    Kann sein, dass es so ist, aber ich verstehe noch immer nicht, wieso es bei einer Drehbewegung einen Totpunkt gibt. Aber schon möglich, dass die Kraftübertragung bei 90 Grad Versatz besser ist.

    Du bist wahrscheinlich kein Biker, denn diesen Totpunkt und diese Drehbewegung gibt's auch beim Fahrradpedal. Dort ist der Totpunkt "oben" bzw. "unten".


    Stell dich auf ein Pedal eines Fahrrades und versuche loszufahren, indem du das Pedal bewegst, auf dem du stehst, OHNE das zweite (oben befindliche) Pedal nach vorne unten zu treten. Es wird dir nicht wirklich gelingen.


    Stimmt natürlich nicht ganz. Als Kinder haben wir es geschafft, auf einem Bein auf einem Fahrradpedal stehend so über diesen Totpunkt hinweg vor und zurück zu schaukeln, dass wir langsam vorangekommen sind. "Fahren" konnte man das aber nicht wirklich nennen.


    Manche heben wegen dieses Totpunkts das Pedal, mit dem sie losfahren wollen, zuerst einmal auf halbe Höhe an. Dann treten sie es beim Aufsteigen nach unten und kommen auf diese Weise mit Schwung und unter sofortiger Zuhilfenahme des zweiten Beines über den unteren Totpunkt hinweg.


    Rollt das Rad erst einmal, wird das Überwinden des Totpunkts wesentlich einfacher.


    Ich stelle mir vor, dass das bei einer Dampflok nicht viel anders abläuft, nur dass der Totpunkt an der Kuppelstange nicht "oben" und "unten" ist, sondern "vorne" und "hinten".


    Liebe Grüße


    Karl

    Ein nicht enden wollender Jammer, dass Kleinteileanbieter immer wieder Maßangaben wie "klein", "mittel", "groß" und "für Baureihe XY" angeben, statt den Kadaver endlich zum Messschieber zu bewegen und hinzuschreiben, wie groß die Teile in Millimeter sind.


    :21::21::21::21::21::21::21:


    Mir kommt da jedes Mal die Zornesröte hoch. :cursing::cursing::cursing::cursing::cursing::cursing::cursing:


    Und mittlerweile habe ich ein diebisches Vergnügen daran, solcherart "exzellent beschriebene" Teile ganz einfach selbst zu bauen.


    Sorry fürs o.T.


    Karl

    Hach wie schön! Ich werd jetzt richtig nostalgisch-gerührt. Dass ich das noch erleben darf! Weil um 1995 herum habe ich beim Much laut darüber nachgedacht, dass österreichische Lampen fehlten, und er meinte, das wäre eine gute Idee und relativ leicht umzusetzen...

    Zitat

    Hmmmm , Mein Kranschutzwagen ist nicht Amerikanisch ??? :(

    Wieder was gelernt, vielen Dank.


    Der ist ganz bestimmt amerikanisch und hat sogar noch die originalen Puffer. Aber wie Michael W schon schrieb, ist der Wagen ein Relikt des ersten Weltkrieges. Die im zweiten Weltkrieg gebauten amerikanischen Flachwagen hatten kein Sprengwerk.


    Weißt du die Nummer des von dir gezeigten Wagens?


    Liebe Grüße


    Karl

    Die Amerikaner überließen den ÖBB übrigens keine Hochbordwagen aus USATC-Beständen und ich habe bis heute auch kein einziges Foto gefunden, das einen solchen Wagen mit ÖBB-Beschriftung zeigt.


    Die Ox 718 und 719 der ÖBB waren nämlich keine originalen offenen amerikanischen Güterwagen, sondern gedeckte Wagen, denen man - ohne jede Ehrfurcht vor amerikanischer Technik - hierzulande das Dach entfernte und die Seitenwände abschnitt. Das KMB-ÖBB-Modell sieht erheblich anders aus und ist leider sehr wahrscheinlich vorbildfrei.


    Ich kenne auch kein einziges Foto eines vierachsigen amerikanischen Flachwagens im Bestand der ÖBB, auch nicht als Kranschutzwagen. Das seinerzeitige KMB-Modell eines ÖBB SSxk 334... ist sehr wahrscheinlich ebenfalls vorbildfrei. DB-Wagen dieser Type wurden hingegen in Österreich mehrfach fotografiert - oft mit Kfz-Ladungen.


    Laut zeitgenössischen Berichten wurden den ÖBB ausschließlich zweiachsige gedeckte Wagen und vierachsige Kesselwagen aus USATC-Beständen überlassen. Für letztere hatte man bei den ÖBB kaum Verwendung, man baute eine Anzahl in Zementwagen um.


    Liebe Grüße


    Karl