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Beschleunigungsprogramm für die Wiener Öffis

  • xundeenergie
  • 7. Juli 2026 um 23:54
  • xundeenergie
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    • 7. Juli 2026 um 23:54
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    • #1

    Ich muss sagen, es freut mich, das zu lesen.

    https://www.wien.gv.at/verkehr/schnellere-oeffis


    Andererseits... wir haben schon vor... fuck so lang ist das schon her... 20 Jahren ein Programm entwickelt, welches auf Basis der Gleisgeometrie, des Gleiszustandes und der durchschnittlichen Haltestellenaufenthaltszeit je Haltestelle angebbar die Minimale Reisezeit berechnen konnte. Ich weiß jetzt nicht mehr, ob man auch verordnete Langsamfahrstellen auch eingeben konnte. Glaub aber schon.

    Denn die Berechnung der Minimalen Fahrzeit einer Straßenbahnlinie ist gar nicht so einfach, wie das jetzt klingt. Beschleunigungs/Bremskurven, Maximalgeschwindigkeiten im Bogen übereinanderlegen ist ein durchaus intensiver iterativer Prozess, der manuell auszurechnen nicht mehr trivial ist.


    Aber das Programm (hab damals eine Weboberfläche dafür geschrieben) funktionierte so, dass man ihm die Haltestellenfolgen angab, je Haltestelle die durchschnittliche Haltestellenaufenthaltszeit (muss halt einmal ermittelt werden, oder man nimmt einen groben Durchschnitt). und dann auf Go drückte... es suchte sich selbst die Punkte und Strecken im Netz der Tram und lieferte in kürzester Zeit die minimal mögliche Reisezeit.
    Wenn man das Ergebnis dann über die tatsächlichen Fahrzeiten zwischen zwei Haltestellen drüberlegt, sieht man das Optimierungspotential...

    Und ja, das waren damals schon bei der Linie D ungefähr die Werte, wie sie in dem Artikel angeführt sind. Beim 5er hab ich damals auch so 4-5 Minuten pro Richtung ermittelt.

    Aber dass es 20 Jahre benötigte, bis diese Erkenntnisse umgesetzt werden, find ich schon stark. Zumal die Wiener Linien die Eigentümer dieser Software schon waren.

    Würd mich interessieren, womit heute diese Beschleunigungspotentiale ausgerechnet wurden. Weiß das zufällig jemand?


    lg Jakob

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    • 8. Juli 2026 um 00:10
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    • #2

    Unter dem Beitrag steht der Name der Mobilitätsstadträtin. Die wird es wohl gewesen sein. ^^

  • xundeenergie
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    • 8. Juli 2026 um 00:25
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    • #3

    Das glaub ich nicht Tim.

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    • 8. Juli 2026 um 09:21
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    • #4
    Zitat von xundeenergie

    Aber dass es 20 Jahre benötigte, bis diese Erkenntnisse umgesetzt werden, find ich schon stark.

    Man soll ja auch beim Weltuntergang in Wien sein, weil hier alles 20 Jahre später passiert.

    Gesegnet sind die, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten


  • xundeenergie
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    • 8. Juli 2026 um 12:18
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    • #5

    Wenn manche jetzt raunen, auf einer ganzen Linie nur 3, 4 Minuten Einsparpotential...


    Das ist natürlich wenig. Aber es kann dafür sorgen, dass z.B. eine Garnitur im Umlauf eingespart werden könnte... was Einsparungen im Betrieb gleich mal in Millionenhöhe im Jahr zur Folge hat.

    Oder man kann mit dem selben Ressourceneinsatz ein dichteres Intervall fahren. Was fahrgastfreundlicher ist.


    Lg Jakob

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    • 8. Juli 2026 um 12:51
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    • #6

    In einer alten Ausgabe des SVA gab’s einmal einen kritischen Kommentar zum Beschleunigungsausbau der Straßenbahnstrecke 43; das dürfte in den 80ern gewesen sein.

    Ich war während des Studiums (1988-94) zwei Semester in Graz und kann mich noch erinnern, wie eine bestimmte Straßenbahn sich in voller Fahrt einer Ampel näherte und diese auf Grün umsprang. Zurück in Wien dachte ich bei Straßenbahnfahrten sehr oft: Wow, die Grazer.

    1998-2005 habe ich in der Nestroygasse gewohnt und bin gelegentlich mit dem 31er eine Station zum Schottenring gefahren bzw. wollte es. Drei Ampelkreuzungen und kürzeste Umspringphasen; man stand also mehr, als man fuhr. Aber zumindest hieß es bei den Hochflurern noch bei den Türen: „im Notfall kräftig ziehen“ - selbst war der Mann.

    Jetzt haben wir das Jahr 2026.

    Der größte Sieg der Dummen ist es, die Weisen recht oft zu zwingen, wie Dumme zu handeln oder zu reden, sei es, um ruhiger zu leben, sei es, um sich in dem Ausbruch einer Epidemie allgemeiner Torheit zu retten.

    Giovanni Papini

  • curator
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    • 8. Juli 2026 um 13:05
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    • #7

    Gerade im Radio gehört, dass die Station Parlament dauerhaft aufgelassen wird. Soll wohl auch der Beschleunigung dienen 🤔

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    "Mich muss man sich nervlich auch leisten können“

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.

  • Markus23
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    • 8. Juli 2026 um 14:57
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    • #8
    Zitat von curator

    Gerade im Radio gehört, dass die Station Parlament dauerhaft aufgelassen wird. Soll wohl auch der Beschleunigung dienen 🤔

    Ja, hab dazu auch was gelesen. Einerseits, da sie in knappen Abstand zu den angrenzenden Haltestellen Rathaus bzw Ring/Volkstheater liegt. Andererseits weil direkt nach der Haltestelle Parlament der 2er vom Ring weggebogen ist und bei Verpassen seiner (Abbiege)Freiphase die dahinter folgenden Bimlinien blockiert, die geradeaus den Ring weiterfahren wollen.

    Dafür wird die Haltestelle "Ring, Volkstheater" in "Parlament, Volkstheater" umbenannt.

    In dem wien.gv Link paar Beiträge früher wird das eh auch erwähnt.

    LG Markus

    Sofern nicht anders angegeben, sind gepostete Fotos von mir erstellt.

  • westbahn-mike
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    • 8. Juli 2026 um 19:16
    • Neu
    • #9

    Hätte man die U5 (in Gelb eingezeichnet) so ausgeführt, könnte man sich einiges sparen.

    Vom Stephansplatz weg hätte die U5 mit 154 Stationen alle Bezirke berührt, Endstelle wäre bei der Baumgartner Höhe gewesen. :TT:
    Vorteil: Der 13A würde immens entlastet
    Nachteil: beim Hauptbahnhof ist keine Haltestelle vorgesehen!

    Grafik und Text von dietagespresse.com

    Gesegnet sind die, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten


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