Aufarbeitung von alten E-Loks

  • Heute geht die 1189.02 von Wien West nach Ampfelwang

    Und was passiert dort mit ihr?

    Ist das die 150 Jahre Lok?

    Wird sie wieder fahrtüchtig inkl Zulassung?


    Mfg


    Didi L

  • Heute geht die 1189.02 von Wien West nach Ampfelwang

    Ist die Lok nach jahrelangem (Still)Stand in der Werkstätte von WW nun doch endlich wieder komplettiert worden, erfreulich und gut so ! :bier::24:


    Frage: Ist die Lok im aktuellen Zustand auch selbständig fahrfähig, oder nur rollfähig ??

  • In Wien West stand lange die 1189.05 ( mit der ich auch selbst gefahren bin 😬 ) Leider wurde die nach Strasshof gebracht und mit teilen von ihr die Leiche 1189.02 hergerichtet.

    Dann stand die Jahrelang in Wien West und ist, denke ich, nur rollfähig.

    Leider..



  • Die 05er hat man ja komplett neu verkabelt und den Trafo neu wickeln lassen, danach hat sich niemand getraut die Lok aufzubügeln. Hat man mir zumindest so erzählt...

  • Die 05er hat man ja komplett neu verkabelt und den Trafo neu wickeln lassen, danach hat sich niemand getraut die Lok aufzubügeln. Hat man mir zumindest so erzählt...

    Warum bestand da die Angst ?? Was hätte passieren können, wenn da nicht gepfuscht wurde ??


    Ich habe aus ÖGEG-Kreisen gehört, daß die damit befaßten Personen in Wien West mit der alten Technik der 1189er nicht unbedingt besonders viel anzufangen gewußt haben und es dabei massiv an Erfahrung (und offenbar auch Einfühlungsvermögen) im Umgang mit der uralten Technik gemangelt hat.


    Wenn die 1189er nach Ampf kommt (eventuell wird sie ja auch auf einem Lokstand im ehemaligen Lokschuppen Attnang eingestellt), hat man zumindestens Zugriff auf alte ehemalige Attnanger Lokschlosser und Werkstättenmitarbeiter, die zwar teilweise schon recht alt sind, aber möglicherweise noch immer wertvolle Erfahrungen bezüglich der Reihe 1189 einbringen könnten,

  • Also der Trafo wurde sicher nicht in Wienwest gewickelt. Und das es nicht so geklappt hat liegt vielleicht daran das nicht miteinander sondern gegeneinander gearbeitet wurde.

    Mein Freund und Kollege Georg M. hatte sich immer um die Lok bemüht.



  • Warum bestand da die Angst ?? Was hätte passieren können, wenn da nicht gepfuscht wurde ??

    Bei 15kV? Einiges... :D

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • Bei 15kV? Einiges... :D

    Ja, was konkret ?? Das die Lok abbrennt ?? +)


    Wobei ich das eigenartig finde, wenn der Trafo nach Neuwickelung gefährlicher und gefürchteter ist, als vorher im Altzustand. Sicher sinnvoll ....

  • Technologien wandeln sich im Lauf der Zeit und ich kann mir durchaus vorstellen dass heute kaum jemand sich mit fast 100 Jahre alten Trafos auskennt.

    Ein Schluss bei 15kV gibt einen netten Lichtbogen, einen Haufen geschmolzenen Materials mit allen Folgen die das Zeug anrichten kann - Verletzungen, Brand,... dazu noch alles was durch die Überlastung der Zuleitung entstehen kann, angefangen bei abgebranntem Fahrdraht.

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • Technologien wandeln sich im Lauf der Zeit und ich kann mir durchaus vorstellen dass heute kaum jemand sich mit fast 100 Jahre alten Trafos auskennt.

    Ein Schluss bei 15kV gibt einen netten Lichtbogen, einen Haufen geschmolzenen Materials mit allen Folgen die das Zeug anrichten kann - Verletzungen, Brand,... dazu noch alles was durch die Überlastung der Zuleitung entstehen kann, angefangen bei abgebranntem Fahrdraht.

    Blöde Frage: Die ganzen Komponenten wird man doch durchmessen können bis hin zur Isolationswiderstandsmessung (hab nur Gesellenprüfung für Niederspannung...)

    LG

    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Leopoldt ()

  • Also der Trafo wurde sicher nicht in Wienwest gewickelt. Und das es nicht so geklappt hat liegt vielleicht daran das nicht miteinander sondern gegeneinander gearbeitet wurde.

    Eine Person wickelt auf, die andere ab. :S


    Wenn ich mich nicht falsch erinnere, wurde in Ampflwang gesagt, dass das noch eine ÖBB-(Lehr?) Werkstätte machen könnte, mir fällt aber der Ort nicht ein... :/

    Alle Fotos ohne zusätzliche Quellenangabe sind selbstgemacht!

  • Und inzwischen fahren die historische Schweizer Krokodille mit ebenso alter Technik herrlich herum...

    :/;(||

    Österreich ist halt (leider) nicht die Schweiz, in vielen Bereichen.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

  • Also was ich mich so erinnern kann, war die 1189.05 ja betriebsfähig bis sie eines Tages, vermutlich wegen eingedrungener Feuchtigkeit einen Kurzschluss beim Aufbügeln verursachte, worauf der Hauptschütz fiel. Daraufhin hat man die Lok genau untersucht und einige blanke Stellen bei der Verkabelung entdeckt, und nach dem Durchmessen des Trafos Ähnliches bei der Wicklung vermutet. Angeblich wurde die Lok dann komplett neu verkabelt und auch der Trafo neu gewickelt (was ja ein irrsinniger Aufwand wäre) Aufgebügelt wurde die Lok nie mehr, das mit der Angst kann ich nicht ganz nachvollziehen, da ja der Hauptschütz bei einem Defekt sofort auslöst. Es macht halt einen gewaltigen Knall, das ist aber auch schon alles.
    Wie gesagt, das wurde mir irgendwann gegen Ende der 1990er Jahre von Jemandem gesagt, der sich offenbar auskannte und nebenbei auch ziemlich auf die Reihe 1014 geschimpft hat. Er klang recht kompetent, wer das war kann ich mich nimmer erinnern. Damals stand die 1189.05 jedenfalls noch in Wien West...

  • Meiner Meinung nach gibt es sicher Messverfahren um festzustellen ob der Trafo in Ordnung ist oder nicht. Try and error - probieren wir halt mal aufbügeln - ist eher nicht das Verfahren der Wahl.

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Das ist ein Ölkühler Trafo und kein Mysterium, ich bin mir sicher das die Lok bei der

    ÖGEG bald wieder fährt. Die ÖBB hat kein Interesse an den historischen Fahrzeugen.

    Bilder von mir sind Urheberrechtlich geschützt.

  • Es ist richtig, daß die ÖBB kein Interesse hat, was vielfach kritisiert wird. Vor zwei Jahren war im MCI in Innsbruck ein Vortrag von Andreas Matthä, dem auch Leopold Wedl beiwohnte und diesbezüglich eine Frage stellte. Was Matthä von sich laberte, war zwar das Bestreben, den Nostalgiebereich finanziell zu unterstützen (mit Partnern wohlgemerkt), de facto ist es als leeres Gerede abzutun. Der Niedergang der Nostalgie wurde von Christian Kern eingeläutet, mittlerweile ist dieser selbst Geschichte!