Zinkal und sonstiger Schrott

  • Das Kastel zwischen Brückenstecker und Platine ist aber ein ehrlicher Scherz, oder?

    Nope, schrumpfschlauchisolierte angepasste Metallplättchen hab ich auch an solchen Stellen schon verbaut sprich dort mit nem Silikontropfen auf der Platine fixiert wenn es wirklich um jedes Gramm Gewichtszuwachs ging. Wieviel Höhe die KK - Kinematik beansprucht konnt ich aus den Bildern natürlich nicht genau ermessen.


    Und Du schreibst sicher keinen Schrott zusammen denn dazu schätze ich Dein Wissen und Hilfsbereitschaft seit ich hier bin viel zu sehr !!! Aber in absoluten Notfällen kann ich doch ziemlich kreativ werden...;)

  • I drah glei durch! Meine KOMPLETTE GKB / ÖBB Südbahn Rh 29er Serie ist betroffen! =O:20::--


    (Es sind 8 VON 8 Maschinen betroffen)


    Ich bin am Boden zerstört! :70:

    Da sind tausende Euros am Spiel! Und natürlich WUNDERSCHÖNE und seltene Modelle!!!!


    Ich habe meine komplette Serie vorerst ganz zerlegt, und werde die Einzelteile separat einlagern, bis ich eine Idee habe, wie ich weiter vorgehen soll bzw. einen Umbau ansteuern...


    Ich hoffe das hier irgendjemand eine Lösung für dieses Problem finden wird... Ich habe derzeit leider noch keine Kraft dazu...


    LG Roter Blitz :bier:

  • Hauptsache zerlegt das nix mehr wachsen kann, außer dem Zinkalrahmen. Ärgerlich ist es für alle Betroffenen, aber es wird sich schon eine Lösung finden. Hope so .

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.

  • Es sind 8 VON 8 Maschinen betroffen


    Ich hoffe für uns alle, dass "nur" die Tender betroffen sind und nicht die Loks selber; - den mit Ersatzteilen oder gar einer kulanten Reparatur wird eher schlecht ausschauen...

  • und werde die Einzelteile separat einlagern, bis ich eine Idee habe, wie ich weiter vorgehen soll bzw. einen Umbau ansteuern..

    Sch.....eibenkleister; aber schmeiß die Gußteile trotzdem vorbeugend für eine Stunde ins Phosphorsäurebad, wasche und trockne sie bevor Du sie einlagerst denn das stoppt zumindest die weitere Ausbreitung. Falls es keinen Ersatz geben wird lassen sich zumindest weniger zerstörte Teile eventuell doch wiederverwenden.

  • Bei diesen meldungen bin ich heilfroh, dass ich den kauf von solchen modellen schon lange aufgegeben habe. Mein altbestand macht bereits genug sorgen.

    Modellbau bietet allgemein so viel beschaeftigung, dass die fahrzeuge eh auch nur ausstattungsmaterial sind. Ueberhaupt, wenn man aus platzgruenden hoechstens eine nebenbahn in modulen aufbauen kann.

  • Hallo in die Runde. Hier ein kurzer Bericht über die Phosphorsäurebehandlung zweier 153 Tender-Rahmen, die Behandlung erfolgte genau nach Studium der Foren-Tipps: Zu Neubers Enkel gepilgert und Phosphorsäure 75% erstanden, 2 Rahmen zerlegt und für 2 Tage im Kunststoffbecher eingelegt. Nach diesen 2 Tagen kam der Schock: Die Rahmen haben sich komplett aufgelöst! Einer der Rahmen war noch ein Fragment (den ich im Becher nur mit einem Stöckchen finden konnte und im Wasser spülte), der 2. war nur mehr ein schleimiger dunkelgrauer Brei.

    Rahmenauflösung2_autoscaled.jpgRahmenauflösung3_autoscaled.jpgRahmenauflösung1_autoscaled.jpg

    Die einzigen "Überlebenden" waren die Kunststoff-Bremsenteile, die ich nicht vom Zink-Rahmen gebracht habe. ich habe leider kein Bild VOR der Behandlung gemacht, die Rahmen waren aber nur sehr leicht angegriffen, nicht verbogen und die Achsen liefen noch leichtgängig. Nur bei der Zerlegung saßen die Zinkrahmen etwas streng im Kunststoff-Außenrahmen. Ich bin kein Chemiker und kann auch die Zusammensetzung des Zinkgemisches nicht beurteilen.

    Abschließend: Bitte um Erfahrungsberichte anderer Kollegen bzw. um Erklärung für diese Reaktion.

    Und zum Schluss darf ich mich auch gleich um Ersatzrahmen anmelden (falls einer konstruiert und angeboten wird), Danke vorab.

    LG Helmut

  • Wenn man unedle Metalle - und daraus besteht eine Zinkallegierung - einer mittelstarken Säure wie Phosphorsäure aussetzt, dann lösen sich diese unedlen Metall als Phosphate unter Wasserstoffentwicklung langsam auf. LG CF

  • Das ist aber schon länger bekannt das die ersten Serien von Riva Taucherbrillen betroffen sind, und wahrscheinlich warum es lange Zeit keine Neuauflagen gab. Würde mich interessieren ob die neue Auflagen auch betroffen werden in der Zukunft. Ich werde mir aber nicht trauen eine zu kaufen, und dankbar haben die eh nicht bis jetzt eine Version ausgebracht das mich interessierte.

  • Ich würd jedem der ein einwandfreies Exemplar hat trotzdem raten den Gußblock für ne gute Stunde in Phosphorsäure einzulegen, abzuwaschen und zu trocknen denn damit verhindert er wahrscheinlich einen möglichen zukünftigen Ausbruch.


    Phosphorsäure 75% erstanden, 2 Rahmen zerlegt und für 2 Tage im Kunststoffbecher eingelegt.


    Wer findet den Fehler?

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Stunde - 2 Tage .... Mir ist allerdings nicht klar, welche die Funktion die Phosphorsäure haben soll. Passivierende Kraft hat sie kaum, oxidierende sowieso nicht. Was soll sie außer das Metall zu lösen bewirken?

  • Hallo Peter& Basti,

    Zur Erklärung: an anderen Stellen ist von einigen Tage Phosphorsäurebad die Rede! Kunststoffbecher wurde nicht angegriffen (Kunststoff hab ich nachgegoogelt), Säurebad erfolgte bei etwa 20 Grad (bei höheren Temperaturen kann es zu Kunststoffreaktionen kommen, alles laut Google), sonstige Fehler kann ich vorab nicht finden,

    LG Helmut

  • Genau deshalb habe ich nur eine Einlegezeit von etwa einer Stunde empfohlen !!!


    Ich hatte nämlich versuchsweise ein Teil 24 Stunden im Vakuum gebadet und festgestellt das auch unverpestete Bereiche angegriffen wurden.

    Die chemische Reaktion war so gewaltig daß die Säure eine solche Blasenmenge bildete und diese sogar noch über den Rand einer zusätzlichen deutlich größeren Unterlegswanne floß...=O

  • "Die chemische Reaktion war so gewaltig daß die Säure eine solche Blasenmenge bildete und diese sogar noch über den Rand einer zusätzlichen deutlich größeren Unterlegswanne floß...=O" - Es entwickelte sich Wasserstoff - Raucher könnten in dieser Situation benachteiligt sein ... denk an die Hindenburg ...

  • Länger schadet's nix, dem Wolfgang würde ich sehr empfehlen seine Tenderrahmen auch schleunigst in H3PO4 einzulegen...

    Wenn Du mich meinst, da rettest den Freund nicht mehr. Da kannst die Teile wie eine reife Kirsche pflücken :TT:

    Abgesehen davon ist der Rahmen nicht @home, sondern beim Künstler :whistling:

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.