Versuchsaufbau für PC-Steuerung meiner Anlage

  • Guten Abend in die Runde,


    ich trenne dieses Thema von meinen Thread zum steirischen Randgebirge ab, damit wir das hier gebündelt behandeln können, denn es wird von mir über die Zeit wohl immer wieder Fragestellungen dazu geben.


    Ich möchte gerne einmal probeweise eine PC-Steuerung auf meiner Anlage einsetzen. Im ersten Schritt möchte ich eine Strecke mit Belegtmeldern ausrüsten und das automatische Fahren und Bremsen ausprobieren. Danach möchte ich in einem zweiten Schritt auch meinen Schattenbahnhof einbeziehen und die Weichen ebenfalls über die PC-Steuerung ansteuern.


    Vorerst geht es mir aber nur um Schritt 1 und das reine Fahren und Bremsen. Ich möchte austesten, in wie viele Meldeabschnitte ich einen Block unterteilen muss und welche Melder ich dazu am besten verwenden kann.


    Folgende zwei Varianten möchte ich ausprobieren:

    • Variante 1: Die Ausstattung jedes Streckenblocks mit nur einem Gleisbesetztmelder und Berechnen des Haltepunktes über die PC-Steuerung.
    • Variante 2: Die Unterteilung der Blöcke in drei Abschnitte mit einem Belegtmelder in der Mitte und Haltemeldern an den Enden.


    Dazu würde ich fürs Erste um Tipps und Hinweise bitten, welche Melder sich für diese Varianten am besten anbieten.


    Die gegenwärtige Ausstattung ist recht simpel, aber bis dato auch völlig ausreichend:

    1. Momentan fahre ich digital über die Roco z21 (weiß) mit diversen Multimäusen. Es gibt vorerst keinen Grund, das zu ändern, daher soll dies auf jeden Fall bis auf Weiteres so bleiben. Auch bei einem späteren Automatikbetrieb möchte ich die Multimäuse für die manuelle Bedienung möglichst weiter einsetzen, da ich die Bedienung sehr angenehm und die Multimäuse auch "schick" finde. Vor allem mit der WLAN-Maus bin ich sehr zufrieden. Außer natürlich es findet sich etwas deutlich Besseres...
    2. Die Weichen im Schattenbahnhof werden über Servosteuerungen von Austromodell angesteuert; die Bedienung erfolgt momentan noch über ein eigenes Stellpult mit Schalter, die Servosteuerungen können aber über DCC-Aufsteckmodule leicht auf digitale Ansteuerung umgerüstet werden. Auch an den Bauteilen von Austromodell möchte ich im Prinzip festhalten, da ich damit sehr zufrieden bin. Die Stromversorgung der Servos erfolgt getrennt vom digitalen Fahrstrom und das soll auch so bleiben.
    3. Weiterhin gibt es eine Weiche auf freier Strecke die über eine ESU-Servosteuerung bereits jetzt digital bedient wird.

    Bei der PC-Steuerung denke ich momentan an den Traincontroller (TC) von Freiwald, der mir "irgendwie sympathisch" erscheint, wobei ich sagen muss, dass ich mich mit anderen Programmen noch nicht sehr tiefgreifend befasst habe. Aber da für den TC eine Testversion angeboten wird, erscheint mir das ein guter Einstieg. Ich muss ja dabei nicht bleiben, wenn ich nicht zufrieden sein sollte. Insofern aber in diesem Thread auch gerne Infos über andere PC-Programme.


    Was gibt es noch zu sagen? Eventuell folgende "allgemeine" Anforderungen:

    • Ich möchte bei den Komponenten halbwegs zukunftssicher sein; zumindest wäre es gut, wenn es die Firma auch in ein paar Jahren noch gibt.
    • Im Sinne Vermeidung von Störungen denke ich, dass es wahrscheinlich Sinn macht, nicht allzu viele Komponenten von verschiedenen Herstellern einzusetzen.
    • Railcom? Hm, ich weiß nicht, ob ich das benötige; aktuell erscheint mir, dass bei einer PC-Steuerung wie dem TC eigentlich Railcom keinen Mehrwert liefert, aber hierzu lasse ich mich auch gerne eines besseren belehren.

    Soweit fürs erst und vorab danke für Eure Antworten zu meiner Frage.

    Fragen von eurer Seite gerne.


    Jürgen

  • Schau dir auch Rocrail an. Das ist frei und ziemlich mächtig. Zur Unterstützung gibt es ein ziemlich aktives Forum, Wissensträger auch hier im Forum.

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • Guten Morgen Jürgen,


    Zum Thema Rückmelden:

    Was ich weis hat die weiße z21 nur den R Bus

    https://www.z21.eu/media/Kwc_B…70451/z21-white-de-1-.pdf

    ob du damit Glücklich wirst, weis ich nicht.


    Beim Rückmelder Bus warte ich noch was die anderen meinen. Dann Steige ich mit ein.


    TC, warum nicht! Wenn es Dir gefällt.

    Du kannst wie Bertl und Ich bzw. Peter und Basti und auch Oli , Rocrail verwenden/ansehen.


    Fahren/Schalten:

    Mach Dir selber einen großen gefallen und trenne es! Zumindest Verdrahtungstechnisch/Verkabelung.

    Ich (meine Meinung) würde die weiße z21 zum schalten nehmen. (Weichen/Signale/Hausbeleuchtung usw.)


    Zum Fahren BidiB, hast dann automatisch Railcom dabei. bzw. so könnte sich auch der Kreis schließen mit den Rückmeldern.

    https://www.fichtelbahn.de/


    Es gibt noch viele andere Herstelle die Dir gerne Geld abnehmen bzw. Ihre Vor und Nachteile haben.


    Mfg


    Didi L

  • Vielen Dank für den Anstoß dieses Themas! Ich hinterlasse da nur mal ein Kommentar, damit ich Benachrichtigungen bekomme, wenn es etwas Neues dazu gibt! ;)

    Das sind auch genau meine zwei Punkte, die ich gerne (in der Zukunft) umsetzen möchte.


    lg

    Gottfried

    Meine Gebirgsstrecke/Endbahnhof: (Klick aufs Bild)

    img_1968kopietmk9l.jpg

  • Im Zusammenhang mit Frog-Juicer dürften Fichtelbahn-Rückmelder ein Problem sein.

    https://www.schmalspur-modell.…&t=13081&p=134143#p134143


    Liebe Grüße

    Helmut

    Leider deckt kaum ein System alle möglichen Anwendungs- und vor allem Fehlerfälle ab. Wäre technisch viel zu komplex. Da muss man halt überlegen was besser passt - oder für die Lernkurve zahlen :D


    Ich persönlich verwende Weichenantriebe mit Mikroschaltern für Rückmeldung und Umpolung - keep it simple. Aber das ist eben Geschmackssache.

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  • Nach meinen leidvollen Erfahrungen der letzten 6 Monate wo ich die Verkabelung meiner Rückmelder umgebaut habe weiß ich nun viel darüber wie man es nicht macht. ;-)


    TrainController:

    Tolle Software, voller Umfang aber leider nur in der sauteuren Gold Version verfügbar. Silber und Bronze limitieren und machen keinen Spaß. Heute würde ich mit RocRail beginnen. Ich bin nur einfach zu faul meine Anlage im RocRail nachzuzeichnen, sonst wäre ich schon längst umgestiegen.


    Rückmelder:

    Je mehr, dest besser! Im Schattenbahnhof habe ich nur Kontaktmelder, da je Block 2 Stk. - einmal bei der Einfahrt, einmal bei der Ausfahrt. Im sichtbaren Bahnhof nur Belegtmelder und da tw. bis zu 5 Stk. in einem Gleis weil ich (später) haben möchte das unterschiedliche Züge an unterschiedlichen Stellen halten. Ich verwende ausschließlich Littfinski S88N Rückmelder.Ja, ich weiß S88 ist pfui, aber meine nich repräsentative Umfrage im September 20 hat aus meiner Sicht keine besseren Vorschläge gebracht. Mittlerweile funzt S88 bei ca. 180 Rückmeldekontakten bei mir zuverlässig. :-)


    Bei S88 empfiehlt es sich auf jeden Fall das HSI88 von Littfinski zu nehmen, damit trennt man in der Software Rückmeldung von Fahren. Wobei mir da grad einfällt das man mit RocRail das HSI88 nicht mehr verwenden kann, das weiß aber olli mehr darüber.


    FrogJuicer:

    Solange sie nicht in einer Kehrschleife verwendet werden machen sie Null Probleme. In einer Kehrschleife können sie nicht funktionieren weil sie die Polarität ändern und damit die Rückmelder nicht immer messen können. Für Rückmelder in einer Kehrschleife nehme man auch die von z.B. Littfinski, aber sicher keine die nach einem Kurzschlußprinzip arbeiten. Für diese Erkenntnis brauchte ich ein paar Jahre. :rolleyes: In Herzstücken funktionieren die FrogJuicer absolut problemlos.

    Bilder ohne Quellenangabe oder Link sind von mir.

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  • Hallo,


    ich oute mich als Rocrail-Nutzer. Falls Du in dieser Richtung denkst, dann sind im Regelfall 2 Melder pro Block erforderlich, da Rocrail im Gegensatz zu iTrain und TC kein Vorab-Einmessen der Lok und keine Weg-Zeit Berechnung an Bord hat.


    Für ein smoothes Abbremsen gibt es dort das sogenannte BBT, wo in Kombination mit Verzögerungseinstellungen im Decoder und innerhalb der SW selbstständig pro Block angelernten Schritten ein ansprechendes Ergebnis erzielt wird.


    Zum vorbildgerechten Fahrverhalten mit Rocrail habe ich schon einige Essays geschrieben:

    https://wiki.rocrail.net/doku.…:peter-basti:fahren-thema


    Rocrail ist an einigen Stellen etwas spröde im ersten Zugang, bietet aber unglaublich viele Möglichkeiten und unterstützt praktisch alles was es an kommerzieller Hardware gibt und auch DIY Projekte.


    Zu den Frogjuicern:


    Wenn Du an BiDi (Fichtelbahn) denkst, dann keine Juicer verwenden.


    OpenDCC baut tolle Hardware mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis und perfektem Zusammenspiel mit den Premium Decoderherstellern ZIMO, D&H und ESU. da diese Hersteller sich auch recht gut an die DCC und Railcom Spezifikationen halten.


    EIn Juicer erzeugt einen Mikrokurzschluß, da reagiert der BiDi Booster empfindlich darauf und nimmt für die Dauer dieses Kurzschlusses den Fahrstrom weg. Ich schalte daher alle meine Herzstücke mit einem Relais oder Mikroschalter um, gesteuert vom Weichendecoder.


    lg Peter

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

    Einmal editiert, zuletzt von peter&basti ()

  • FrogJuicer:

    Solange sie nicht in einer Kehrschleife verwendet werden machen sie Null Probleme. In einer Kehrschleife können sie nicht funktionieren weil sie die Polarität ändern und damit die Rückmelder nicht immer messen können. Für Rückmelder in einer Kehrschleife nehme man auch die von z.B. Littfinski, aber sicher keine die nach einem Kurzschlußprinzip arbeiten. Für diese Erkenntnis brauchte ich ein paar Jahre. :rolleyes: In Herzstücken funktionieren die FrogJuicer absolut problemlos.

    Kehrschleifen in Freimelderbereichen ist kein Problem, wenn man keine groben Fehler macht.


    Also die beste Methode mit den Frogjucern ist: denen von den Problemen die man nur bei missbräuchlicher Verwendung haben kann nix zu erzählen. Dann Funktionieren die prima, habe viele Kunden die über diese Dinger sehr erfreut sind, zumal sie auch preislich recht attraktiv sind. Die Dinger verwenden übrigens KEIN Kurzschluß Prinzip zum Umschalten, das geht technisch mit den MOSFET Endstufen auch gar nicht. Ein Kurzschluß treibt die MOSFET Endstufe in die Sättigung und begrenzt den Strom, lange bevor der Richtung Kurzschluß ansteigt. Ich habe das an StEin, MX9, Optokoppler Meldern, Tams, Roco Meldern (alt und neu) und vielen anderen ohne irgendwelcher Probleme seit mehreren Jahren im Einsatz. Die Kurzschlußprinzipien waren früher bei manchen Relaismeldern, der Kurzschlußstrom hat das Relais betätigt. Diese Dinger sind aber schon lange vom Markt.


    Es gibt 3 Wege zum Erfolg:

    1. Der Besetztmelder lässt sich Ruhestrommäßig kalibrieren. Hier den FJ anschließen den Eigenstromverbrauch wegkalibrieren (Taste drücken, oder Poti einstellen) und fertig. Gibt's aber nur wenige Hersteller die das anbieten.

    2. Besetztmelder mit Optokoppler Eingang nach einer Diodenstrecke, das ist recht recht häufig um das Schienensignal sicher galvanisch von der Besetztmelderelektronik zu trennen. Quer zum Optokoppler Widerstände mit 50-100 Ohm experimentell ermitteln. Manchmal sind sogar 33Ohm quer zum Optokoppler nötig. Die Werte sind recht unkritisch, wenn zu nieder wird der Besetztmelder nur unnötig unempfidlich, merkt man eeh gleich.

    3. Den FJ mit einer Fremdspannung hinter dem leicht zu erkennenden Gleichrichter einspeisen. Das ist in der Nähe der Eingangsklemme inmitten der Platine. Die Spannung muß Potentialfrei sein, also nicht aus irgendwas anderem kommen das die MoBa betreibt. Also extra Netzteil kostet €5,- also keine große Investition, braucht nur 100mA können. Dahinter eine Einstellbare Spannungsquelle. Diese von "unten kommend" höher drehen bis der Besetztmelder den FJ nicht mehr "sieht" - fertig. Eventuell noch feinjustieren aber das war's.


    Man kann natürlich das Obige ignorieren und irgendwelche Klimmzüge machen. Solche Dinge scheinen sich zu einem Untergebiet unseres Hobbies zu entwickeln. Kostet viel Geld und bring nur Ärger. Ich rate insbesondere von den Relais basierenden Kehrschleifenmodulen ab die sind einfach zu langsam. Das Relais braucht 2 bis 4 DCC Befehle zum Umschalten, damit man versteht wie "langsam" sowas ist. Dieses "Klack" eines Relais ist schnarchlangsam für die Digitalsignale. Da die Relais langsam schalten gibt's Brandflecken auf den Rändern. Das führt dazu Sensorgleiche weiter weg zu machen, mit dem Erfolg, das man Fehlschaltungen hat die satte Kurzschlüsse verursachen. Der Klassiker um das hervorzurufen (zum Überprüfen des Problkems) ist im Schaltbereich die Fahrtrichtung umzukehren. Das ist betrieblich sicher meist Unfug wenn das Ärger macht hat man dieses Problem eingebaut.

    -AH-

  • Huebsch: Ich habe für ca. 20 Weichen FrogJuicer für die Herzstückpolarisierung im Einsatz. Funktionieren vollkommen problemlos. Auch in zwei Kehrschleifen die aber keine Rückmelder (mehr) haben ohne Probleme.


    Ohne Umbau funktionieren die FrogJuicer in einer Kehrschleife einfach nicht. Die Kehrschleifenmodule von Littfinski mit den Sensorgleisen aber schon. Denn da wird bei der Einfahrt auf einem Gleisstück gemessen und dann schaltet ein Relais die Kehrschleife erst um. Da ist also nix mit Kurzschluss und das Umschalten ist auch Null zeitkritisch.

    Bilder ohne Quellenangabe oder Link sind von mir.

  • Ich rate insbesondere von den Relais basierenden Kehrschleifenmodulen ab die sind einfach zu langsam. Das Relais braucht 2 bis 4 DCC Befehle zum Umschalten, damit man versteht wie "langsam" sowas ist.

    Wozu DCC Befehl? Bei mir löst ein Hallsensor mit ausreichendem Abstand vor dem Kehrschleifenabschnitt aus und polt richtig. Funktioniert völlig autark und das Relais schaltet perfekt.


    ;)

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Hallo Kollegen,


    vielen Dank für eure zahlreichen Beiträge und Antworten. In der Fischerei tät man jetzt sagen: das Netz ist schon recht voll, jetzt müssma zuerst einmal schauen, was ist Beifang und was haben wir wirklich gesucht...

    ;)



    Nach erster Sichtung muss ich jetzt einmal ein paar Tiefenbohrungen machen, insofern schon einmal sorry vorab für meine lästigen Fragen... (über Antworten darauf freue ich mich aber sehr)



    Schau dir auch Rocrail an. Das ist frei und ziemlich mächtig. Zur Unterstützung gibt es ein ziemlich aktives Forum, Wissensträger auch hier im Forum.

    Ich bin da momentan noch nicht fixiert und eigentlich würde ich ggf gerne beides austesten - sofern des streckenseitig keine unterschiedlichen Aufbauten erfordert. Da bin ich mir aber inzwischen nicht mehr ganz sicher...


    TC vs. Rocrail - gibt es eventuell irgendwo eine vergleichende Übersicht, was welches Tool kann und was eben nicht?



    Zum Thema Rückmelden:

    Was ich weis hat die weiße z21 nur den R Bus

    https://www.z21.eu/media/Kwc_B…70451/z21-white-de-1-.pdf

    ob du damit Glücklich wirst, weis ich nicht.

    Was heißt das konkret bei meiner geplanten Anwendung? Was kann ich deswegen nicht machen?


    Eine Frage, die sich mir jetzt aber stellt: Wo schließe ich Melder an? Bei der z21 offenbar an den R Bus. Was wäre die Alternative?



    Fahren/Schalten:

    Mach Dir selber einen großen gefallen und trenne es! Zumindest Verdrahtungstechnisch/Verkabelung.

    Ich (meine Meinung) würde die weiße z21 zum schalten nehmen. (Weichen/Signale/Hausbeleuchtung usw.)

    Schalten vom Fahren trennen - soweit bin ich noch gar nicht, aber ja, grundsätzlich habe ich das später auch so vor, wenn meine Anlage größer wird (momentan ist meine ganze Anlage nur ein Versuchsaufbau...).


    Auch hier stellt sich mir jetzt eine Frage: Was ist mit dem Melden? Gehört das zum Fahren oder zum Schalten?


    Nachdem ich ein paar alte schwarze Digitalkastl und sicher auch noch eine Multimaus übrig habe: für einen separaten Digitalkreis nur für das Schalten müsste das doch reichen? Oder woran könnte es klemmen?


    Frosch-Saftpresser? Äh... wozu ist der gut?


    Die Weichen im Schattenbahnhof, um die es derzeit geht, sind Peco mit Servoantrieb und Stromversorgung des Herzstücks bis dato ausschließlich über die Weichenzungen. Soll angeblich irgendwann Kontaktprobleme machen, ist aber bei mir bis dato kein Problem. Wenn ich das irgendwann einmal umbaue, dann auf eine Herzstückpolarisierung über Microschalter.


    Rückmeldung der Weichen bzw. Servos habe ich derzeit nicht und müsste dazu nachrüsten. Wie ich das bei meinem späteren, größeren Schattenbahnhof machen werde, weiß ich noch nicht. Aber das ist auch genau so ein Feld, dass ich dann im Versuchsaufbau Schritt 2 austesten will.


    Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob ich eine Rückmeldung der Weichen brauche.



    Zum Fahren BidiB, hast dann automatisch Railcom dabei. bzw. so könnte sich auch der Kreis schließen mit den Rückmeldern.

    https://www.fichtelbahn.de/

    Mit BidiB hab ich mich noch nicht näher befasst. Was kann das? Wofür brauche ich das?



    TrainController:

    Tolle Software, voller Umfang aber leider nur in der sauteuren Gold Version verfügbar. Silber und Bronze limitieren und machen keinen Spaß. Heute würde ich mit RocRail beginnen. Ich bin nur einfach zu faul meine Anlage im RocRail nachzuzeichnen, sonst wäre ich schon längst umgestiegen.

    okay, würd mich natürlich interessieren, was deine Beweggründe wären, jetzt nicht mehr mit TC zu beginnen.


    Rückmelder:

    Je mehr, dest besser! Im Schattenbahnhof habe ich nur Kontaktmelder, da je Block 2 Stk. - einmal bei der Einfahrt, einmal bei der Ausfahrt. Im sichtbaren Bahnhof nur Belegtmelder und da tw. bis zu 5 Stk. in einem Gleis weil ich (später) haben möchte das unterschiedliche Züge an unterschiedlichen Stellen halten. Ich verwende ausschließlich Littfinski S88N Rückmelder.Ja, ich weiß S88 ist pfui, aber meine nich repräsentative Umfrage im September 20 hat aus meiner Sicht keine besseren Vorschläge gebracht. Mittlerweile funzt S88 bei ca. 180 Rückmeldekontakten bei mir zuverlässig. :-)


    Bei S88 empfiehlt es sich auf jeden Fall das HSI88 von Littfinski zu nehmen, damit trennt man in der Software Rückmeldung von Fahren. Wobei mir da grad einfällt das man mit RocRail das HSI88 nicht mehr verwenden kann, das weiß aber olli mehr darüber.

    Mit S88 hab ich mich noch nicht befasst, weil ich die unter "veraltete Technologie" abgespeichert habe. Aber eventuell ist das ja ein Irrtum. Danke daher für den konkreten Tipp (das war ja auch meine Frage). Werde ich mir auf jeden Fall ansehen.


    Hauptfrage: ist das zukunftsfähig oder laufe ich hier perspektivisch in eine Sackgasse? Wie schaut es mit solchen Meldern in einigen Jahren aus?


    Hallo,


    ich oute mich als Rocrail-Nutzer. Falls Du in dieser Richtung denkst, dann sind im Regelfall 2 Melder pro Block erforderlich, da Rocrail im Gegensatz zu iTrain und TC kein Vorab-Einmessen der Lok und keine Weg-Zeit Berechnung an Bord hat.


    Für ein smoothes Abbremsen gibt es dort das sogenannte BBT, wo in Kombination mit Verzögerungseinstellungen im Decoder und innerhalb der SW selbstständig pro Block angelernten Schritten ein ansprechendes Ergebnis erzielt wird.

    ok, d.h. das ist in Bezug auf Bremsen ein anderer technologischer Ansatz als TC. Danke für die gute Info, das war mir so bis dato nicht klar. Auch hier - muss ich mir einmal näher ansehen.



    OpenDCC baut tolle Hardware mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis und perfektem Zusammenspiel mit den Premium Decoderherstellern ZIMO, D&H und ESU. da diese Hersteller sich auch recht gut an die DCC und Railcom Spezifikationen halten.

    klingt gut...

    Eine offene SW ist mir vom Prinzip her sympathisch, allerdings bin ich was SW und Elektronik betrifft eher nur Nutzer und kaum Bastler. Was digital betrifft, will ich maximal Module anschließen und keine Speziallösungen umsetzen müssen...



    ####


    Soweit fürs Erste. Kehrschleifen und Frösche blende ich jetzt einmal aus.


    Ich fasse in Bezug auf meine Kernfrage zu Gleisbesetztmeldern zusammen:

    - Rocrail ist eine überlegenswerte Alternative zu TC

    - Aus der Wahl der Steuerungs-SW leitet sich die notwendige Anzahl an Meldern an der Strecke ab, weil das Bremsprinzip unterschiedlich ist

    - Als Vorschläge für Melder liegen S88 und Fichtelbahn am Tisch


    Vielen Dank, ich bleib dran und Ihr ja vielleicht auch...


    Schönen Abend

    Jürgen




    PS: zu meiner ganz konkreten Frage gibt es keine weiteren Anregungen?


    Welche Melder bieten sich für folgende 2 Varianten im Zusammenspiel mit z21 und TC am besten an?

    • Variante 1: Die Ausstattung jedes Streckenblocks mit nur einem Gleisbesetztmelder und Berechnen des Haltepunktes über die PC-Steuerung.
    • Variante 2: Die Unterteilung der Blöcke in drei Abschnitte mit einem Belegtmelder in der Mitte und Haltemeldern an den Enden.


    Was wäre mit dem Roco 10819?

  • Hallo Jürgen,


    R Bus kenne ich persönlich auch nicht.

    Das war nur die Anschlußmöglichkeit bei der weißen z21.

    Bzw. in der Beschreibung.


    Wenn du bei S88 Rückmelder bleibst ist der Zeus (Tams) bzw. HSI 88 (LDT)

    https://www.ldt-infocenter.com…iki/doku.php?id=de:hsi-88

    Deine Zentrale!

    Bitte NICHT die HSI-88 USB Version nehmen!!!!


    Opendcc / Fichtelbahn

    Sieh Dir einmal das Wiki an und den Schaltungsaufbau.

    https://forum.opendcc.de/wiki/doku.php?id=gbm


    Mfg


    Didi L

  • Hallo Jürgen,


    Bezgl. R Bus....Wenn du unter "Jugend Forscht" gehst.

    Kannst du das Roco Modul 10808 kaufen. Hat 8 Eingänge.

    Könntest theroretisch 4 Blöcke mit 2Rückmeldern ausstatten.

    Dann würdest schon etwas sehen.

    https://www.roco.cc/doc/an/1/de/8010808920.pdf


    Wie gesagt fällt unter Jugend forscht. Ich kenne es persönlich nicht.

    Und ob man auf Große Anlagen Glücklich wird ?....


    So sieht du zumindest einmal was. Und kannst weitere Entscheidungen treffen.


    Mfg


    Didi L

  • Grundsätzliche Info zu "Open" - Irgendwas. Aus Erfahrung heißt das, dass es eine Anzahl von Leuten gibt die das Ding aus Freude an der Sache entwickeln. Egal ob es jetzt offene HW oder SW ist. Das heißt nicht dass du dein eigener Entwickler sein musst.


    "Professionelle" Produkte sind Umsatz- und Prozessgetriggert. So lange man damit Geld verdient wirds verkauft und vllt gepflegt. Wenns zu wenig abwirft wird es versenkt und die Kunden können aufs Klo gehen. Updates gibt es mehr oder weniger regelmäßig in entsprechenden Abständen. Bugreports werden geprüft und meist versucht man dem Kunden zu erklären dass der Fehler vor dem Gerät sitzt weil die Korrektur Geld kostet. Ich komme aus der IT und weiß wie gearbeitet wird.


    Wie gut oder schlecht das konkret beim TC, Littfinsky und anderen Kaufprodukten funktioniert müssen die sagen, die so etwas einsetzen.


    Offene Produkte sind dann interessant wenn sie eine gewisse Verbreitung erreicht haben, also auch eine entsprechend große und aktive Community. Deshalb mein Hinweis auf Rocrail, womit ich z. B. gute Erfahrungen habe. BiDib scheint ebenfalls in diese Kategorie zu fallen.


    Was mir daran gefällt ist daß es meist reicht, ein Problem im entsprechenden Forum zu posten und du bekommst umgehend Unterstützung - genau wie im KB-Forum. Ebenfalls wie hier im Forum ist die Unterstützung mal besser oder schlechter, ebenso kommt man genau wie hier im Forum schnell dahinter wer welche Stärken hat.


    In den weitaus meisten Fällen bekommst du ein Problem innnerhalb von Tagen oder gar Stunden gelöst, wo du bei einer Kaufsoftware wochenlang mit dem Kundensupport mailen und dann monatelang auf die Korrektur warten musst.

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • S88 hat in meinen Augen den logischen Nachteil dass die Adressvergabe nach dem Daisy Chain Prinzip funktioniert. Du schleift das Buskabel von der Zentrale zum ersten Decoder, von ersten zum zweiten Decoder, von da zum dritten usw. Das wäre kein Problem, aber irgendein Witzbold hat in der Spezifikation festgelegt das die Adressen automatisch nach der Reihenfolge der Decoder am Bus erfolgt.


    So lange die Anlagenkonfiguration nicht verändert wird, ist das kein Problem. Aber wehe wenn du zwischen dem zweiten und dritten Decoderbaustein einen neuen einhängst, weil du vielleicht an dieser Stelle noch ein paar zusätzliche Rückmelder haben willst oder Signale mit zusätzlichen Signalbildern oder.... In diesen Fall ändern sich die Basisadressen aller Decoder die in der Daisy Chain dahinter hängen und du kannst das alles in der Steuerung neu eingeben.


    Für mich ein Nogo, denn eine Anlage lebt und ich will sie nachträglich ändern können ohne die ganze Steuerung neu konfigurieren zu müssen.


    Dazu kommt der elektrisch störungsempfindliche Bus, davon kann 2102michael ganze Arien singen.


    Andere Bussysteme gibt es einige. CAN kommt aus der PKW-Welt und ist bockstabil gegen Störsignale, das gute alte Loconet und einige andere Busse die nur von wenigen Zentralen unterstützt werden, wie I2C, RS485, oder simples Ethernet. Letzteres tät mir am besten gefallen, weil stabil, störsicher, billig, sauschnell und sehr gut spezifiziert. In der Moba-Welt setzt es sich aber nicht wirklich durch.

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • Ich gebe Dir vollkommen recht, S88 hat eine Menge an Nachteilen und ich könnte tatsächlich einige Arien darüber jaulen.


    Aber, vergangenen Herbst habe ich hier nach Alternativen gefragt und selbst im Internet recherchiert. Aber abgesehen von Bastellösungen oder Produkten aus Manufakturen habe ich nichts vernünftiges gefunden. Da wird dann eine eventuelle Nachbeschaffung schwierig.


    Also blieb ich beim S88 den ich mittlerweile auf meiner Anlage im Griff habe.


    Und das umnumerieren ist zumindest beim TC eine Angelegenheit von Minuten. Macht man ohnedies nicht jeden Tag.

    Bilder ohne Quellenangabe oder Link sind von mir.

  • Hallo Bertl,


    mir ist schon klar, dass ich selber nicht entwickeln muss, aber am Ende bedeutet die Anwendung einer opensource-SW meiner Meinung nach schlichtweg schon deutlich mehr Eigeninitiative. Ich sehe auch die von dir genannten Vorteile und ebenso, dass unter Umständen auf diese Art und Weise bessere technische Lösungen entstehen, ebenso die SW vielleicht zukunftsfähiger ist. Aber da mein Herz einerseits nicht wirklich an IT-Lösungen hängt und ich andererseits weder aufgrund meiner Anlagengröße noch meines angestrebten Betriebskonzepts "besondere" Lösungen benötige, schwebt mir eher ein "plug and play" Zugang zu diesem Thema vor. SW kaufen, Hersteller-Manual lesen, in Betrieb nehmen im Rahmen der vorhandenen (Basis-)Funktionalitäten und gut ist es. Bestimmt habe ich nicht vor, alle Möglichkeiten einer SW auszureizen. Mir genügen Basics und ich denke, die bekomme ich bequemer mit einer Kauf-IT.


    Aber wie gesagt, die endgültige Entscheidung fällt sowieso erst nach den ersten Tests. Wenn ich mit der TC-Test-SW sehe, dass alles da ist, was ich brauche, dann passt das für mich. Irgendwo muss ich ja anfangen...


    Jürgen