Modellbesprechungen, Lob & Tadel

  • Was ich mir wünschen würde wären Tabellen mit den Daten der Modelle, wo begonnen von den Daten wie Länge, Radstand, Raddurchmesser usw. im Vergleich zu den Vorbilddaten, die es ja bei den Modellbesprechungen manchmal gibt, auch die festgestellten Abweichungen im Details aufgelistet werden. Dabei braucht es gar keine Wertung, nur die nüchternen Daten, ausgenommen bei echten falschen Darstellungen aber auch hier nur falsch/richtig.

    ich denke es sollten keine Vergleiche zwischen verschiedenen Herstellern sein, das wäre aus Wettbewerbsgründen vielleicht etwas problematisch, man kann ja solche Tabellen auch selbst nebeneinander legen.

    Es ist sicher eine Riesenarbeit diese Daten zu sammeln und die verschiedenen Foren zu beobachten um Meldungen dazu zu erfassen und verlangt auch ein hohes Wissen zu den Vorbildern und auch Zugang zu den verschiedenen Modellen, darum fürchte ich es wird ein Wunsch bleiben aber träumen ist ja nicht verboten. Es wäre halt eine Hilfe um selbst entscheiden zu können welche Punkte für jeden wichtig sind und welche nicht.

    Natürlich hätten Fachzeitschriften die besten Voraussetzungen dafür und einzelne liefern auch - meist nur einige wenige Daten - aber wie wir ja auch in anderen Fällen wissen sind sie in ihrer Berichterstattung halt doch auf das Wohlwollen der Inserenten angewiesen-

    vlg rudi

    Da könnte man ja intern eine Datenbank mit Typenzeichnungen anlegen, so als grobe Orientierung.

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.


    Heute schon gespritzt? Hol dir deine Impfung.

  • Geht denn eine derartige Datenbank innerhalb der hier als Forumssoftware verwendeten Woltlab Suite?

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Es würde reichen die Datenblätter in einen eigenen internen Bereich abzulegen.

    Liebe Grüße.

    Wolfgang

    Quality since 1958

    Sofern nicht anders angegeben, bin ich der Urheber der in meinen Beträgen geposteten Bilder.


    Heute schon gespritzt? Hol dir deine Impfung.

  • Warum nehmt's nicht die Unterlagen vom Inderst?


    *LINK*


    Eine eigene, neue Datenbank wird kaum möglich sein. Wer soll die (dauerhaft) befüllen und updaten?

    Einmal editiert, zuletzt von freddi ()

  • Hallo in die Runde!


    Zum Thema Modellkritik muss ich auch noch was loswerden, nachdem es auch in einem Whatsapp-Chat zu dieser Diskussion kam.


    Großserienhersteller haben dank neuer Fertigungsmethoden sowie immer kleiner und komplexer werdenden Elektronikbauteilen mittlerweile noch nie dagewesene Möglichkeiten. Diese werden aber in meinen Augen nur teilweise genutzt. Modellbahn ist für die Hersteller natürlich nur ein Geschäft statt einer Passion. Und der Fokus dieses Produktes hat sich in Richtung Digitalfunktionen verschoben. Und bei vielen Modellbahnern wird über gewisse Mankos am Modell genau wegen dieser Funktionen hinweggesehen. Und aus vielen Gründen kann man denen auch keinen Vorwurf machen. In der Fachpresse wird leider immer weniger auf die Vorbilder der Modelle eingegangen. Allein der Vergleich zwischen Ausgaben des „Schienenverkehr aktuell“ zwischen 2000 und jetzt zeigt mir das. In den Online-Fachforen wird oft dieselbe Diskussion und Streiterei (so wie hier gerade) ausgetragen, was auch sicher einige verwirrt. Also wo soll der Hobbymodellbahner sonst hin? Er kann zum Bahnhof oder an die Strecke gehen und sich das Vorbild aus der Distanz ansehen, oder er sucht Bilder davon. Beides bringt ihm aber nur minimal an eine echte Vergleichsmöglichkeiten heran und daher liegt auch bei vielen potentiellen Kunden das Augenmerk auf den Funktionen, daher wird das Produkt auch gekauft und daher stimmen beim Produzenten die Zahlen. Und solange die Verkaufszahlen passen passt das Produkt.


    Die Kehrseite der Medaille ist leider teilweise mangelhafte Vorbildrecherche. Ein an sich gutes Modell wird durch gewisse Fehler für einen Teil der Modellbahner entwertet. Teils sind es aber auch sehr gute Kenner der jeweiligen Fahrzeuge.


    Paradebeispiel zwischen den Möglichkeiten und Produkt ist für mich der Vergleich 4030 Liliput/Florian.

    Hier hat sich eine Privatperson an ein Modell heran getraut, und obwohl dem Florian nicht mal ansatzweise die Möglichkeiten eines Großserienherstellers gegeben waren, hat er meiner Meinung nach ein Topmodell aus dem Hut gezaubert. Entscheidend war hier aus meiner Sicht das Herzblut, welches in das Projekt gesteckt wurde und viel Zeit der Recherche und des Dialogs sowohl hier als auch im Nachbarforum.


    Also bleibt abschließend zu sagen, dass es aktuell gerade an den Fachleuten hier auf den Plattformen liegt, die oftmals berechtigten Kritikpunkte aufzuzeigen. Allerdings muss auch bewusst sein, dass es sich für viele Produzenten nicht rechnet, auf sämtliche Details auf 0,01mm zu achten. Sonst wird die Modellentwicklung zu aufwendig und das Modell kommt gar nicht. Und außerdem hätten unsere Modellbaukünstler auch nix mehr zum Verbessern ;)


    LG

  • Dieser Darstellung und dem sprechenden Vergleich 4030 kann man nur zustimmen. Man will verdienen und das mit möglichst geringem Aufwand. Dazu noch ein gerütteltes Maß an Selbstlob und schon nimmt die Sache ihren (kommerziellen) Verlauf. Woher man aber die phantasievolle Lüfterkreation hergenommen hat datat mi schon interessieren.;)

  • Also wo soll der Hobbymodellbahner sonst hin? Er kann zum Bahnhof oder an die Strecke gehen und sich das Vorbild aus der Distanz ansehen

    Und aus der Nähe. Ich treibe mich gerne im Rahmen eines Spaziergangs auf Bahnhöfen herum. Überwiegend natürlich zu meinem Heimatbahnhof Stadlau, aber auch andernorts wenn es sich ergibt.


    Fotos mache ich viele, auch von Waggons, etliche habe ich hier auch schon gepostet.


    Für die Optimierung meiner Modell 2070 von Jägerndorfer bin ich gefühlt 10x nach Stadlau das Original fotografieren gegangen.


    Letzten Sonntag bin ich in Strasshof in der Halle auf ein Waggondach gestiegen um die 1045 von oben zu fotografieren.


    Jeder hat so seinen Vogel … :)


    Andere interessiert das Vorbild wohl nicht so im Detail, die wollen einfach nur fahren und spielen.


    Modellbesprechungen sind OK für jene die daran interessiert sind, aber keinesfalls eine Glaubensfrage.


    Dem Hersteller ist das auch relativ wurscht, solange sich seine Produkte trotzdem gut verkaufen.


    Dann können wir hier sudern, bis das Licht ausgeht :):bier:

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Zitat aus "Roco Neuheiten 2021":

    Gibt es schon Originalfotos, aus denen sich das schließen lässt? :/

    Nein, aber eine aktuellen Beweis eines anderen Modells:

    Der Zusatztender für die 18 201 kam heute bei mir an. "Made in VN" hat man mal wieder seiner Bezeichnung alle Ehre gemacht!

    Zusatztender aufs Gleis gestellt und bemerkt, dass er sich so absolut nicht bewegt.

    Achse steckt. Also bißchen von Hand gedreht, dann hats gepasst.

    Doch dann das böse Erwachen: Der Tender eiert wie ein Fahrrad mit 8er.

    Achse gewechselt und gut war es...


    Aber ehrlich, das bei einem Modell um 150€?!

    Kleinigkeiten an denen man genau merkt wo die Qualitätskontrolle geblieben ist....

    Gruß Matthias


    "Wo das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei. Wo die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit."

    - Thomas Jefferson


    "Digital? Was ist das? Kann man das Essen oder braucht man dafür einen Experten?"

    :20:


    "Wo ist der kompetente Mitarbeiter wenn man ihn braucht? - In der Werkstatt, wo sonst?"

    Zu meinem Inhaltsverzeichnis der Werkstatt ----> hier lang!!

    :hammer:


    "Bilder? Sind digital, können daher nur von mir sein. Außer ich sag dass sie nicht von mir sind."

    :]

    Einmal editiert, zuletzt von Knolli ()

  • "Made in VN" hat man mal wieder seiner Bezeichnung alle Ehre gemacht!

    Aber ehrlich, das bei einem Modell um 150€?!

    Kleinigkeiten an denen man genau merkt wo die Qualitätskontrolle geblieben ist....


    Qualität "Made in Billigsdorf". Was erwartest Dir da???

    Der Scherenhalter muß zufrieden sein. Net Du!

  • Ich finde es traurig, dass Piko in China Qualität zusammenbringt, Roco in Vietnam aber echt Probleme hat.


    Habe Roco eigentlich immer sehr geschätzt, das waren wirklich tolle Modelle, aber inzwischen muss man sich die Teile vorher echt genau anschauen.


    Bin sehr froh einen Händler zu haben, der - wie eigentlich jeder gute Fachhändler - die Modelle auspackt und testet - in meinem Fall vor meinen Augen nochmal.


    Beim Versandhandel wäre ich inzwischen bei Rocomodellen wirklich vorsichtig, beim Mostviertler weiss man, wie penibel er kontrolliert, aber irgendwo anonym und dann noch aus dem Ausland bestelle ich so nichts mehr.


    LG

    Bernharf

    Dreileiterteppichbahner

    Digitalfan

    Mein Umbauthread inkl. 3D Druck

    Alle Fotos in meinen Beiträgen von mir, so nicht anders erwähnt

  • Muss ich Dir recht geben ! Hab mir beim Müller mit der 20% Aktion die Roco 73610 ( ÖBB 1142 683-2 ) gekauft. Auf einer Seite sieht man die Schlusslichter fast nicht, wenn das Gehäuse unten ist leuchten aber beide Leds gleich rot. Konnte auch bei den Lichtleitern nichts auffälliges finden. 8|

  • Piko hat das Werk in China schon sehr lange, ganz offensichtlich gute Teamarbeit geleistet und den Angestellten Entsprechendes geboten. Es war lange vorbereitet und geschah, im Gegensatz zu Roco nie aufgrund einer Notsituation. Damit kann man natürlich bessere Qualität erreichen, als bei kurzfristigem aus dem Bodenstampfen einer neuen Geschäftsbeziehung. Fehler passieren trotzdem genug...

  • Beim Produktion ins Billigsausland verschieben muss man wirklich viel investieren und besonders viel und lange Schulen damit man gute Qualität bekommt. Sieht man mit die Land Rovers von Nitra, besonders der Discovery, da haben sie die Trainern viel zu kurz da hin geschickt (hätten mMn dort bleiben sollen bis mindestens 6 Monate nach Anfang der Produktion, nicht gleich weg am Anfang), und habe ich auch gesehen mit die Chinesischen wagen von Chery JLR (aber da haben sie zu mindestens auch manche Sachen besser gemacht als in GB).

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan-GB ()

  • Piko hat das Werk in China schon sehr lange, ganz offensichtlich gute Teamarbeit geleistet und den Angestellten Entsprechendes geboten.

    Das war meines Wissens nach ein von langer Hand vorbereitetes Joint - Venture wo Wilfer sich nicht nur den Partner sorgfältig ausgesucht hatte sondern auch mit der maximal für Ausländer möglichen Beteiligung eingestiegen ist.

  • Hat es eigentlich beim Anlaufen der seinerzeitigen Roco-Produktion in Rumänien und der Slowakei ähnliche Qualitätsprobleme gegeben, wie nun mit der in Vietnam produzierten Ware ??


    Ich weiß es nicht mehr, weil ja schon ewig her ....

  • Hat es eigentlich beim Anlaufen der seinerzeitigen Roco-Produktion in Rumänien und der Slowakei ähnliche Qualitätsprobleme gegeben, wie nun mit der in Vietnam produzierten Ware ??


    Ich weiß es nicht mehr, weil ja schon ewig her ....

    Zu meiner Zeit in der Branche produzierte Roco noch in Österreich und da gab es, soviel ich mich erinnere, keine groben Probleme, wie sie heute bei der Ware aus Fernost auftreten. Das einzige "Debakel" waren die seinerzeitigen Probleme mit den Kardanwellen bei den Reihen 1X10 und 1014. Ansonsten hat die Qualität "Made in Austria" immer gepasst. Es fing erst an mit der Auslagerung nach Fernost.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

  • Zu meiner Zeit in der Branche produzierte Roco noch in Österreich und da gab es, soviel ich mich erinnere, keine groben Probleme, wie sie heute bei der Ware aus Fernost auftreten. Das einzige "Debakel" waren die seinerzeitigen Probleme mit den Kardanwellen bei den Reihen 1X10 und 1014. Ansonsten hat die Qualität "Made in Austria" immer gepasst. Es fing erst an mit der Auslagerung nach Fernost.

    Naja, in der Endphase der Ära Maegdefrau war aber auch qualitativ net alles immer nur super, was da aus dem neuen Standort Hallein ausgeliefert wurde. Oder irre ich mich da ??

  • Naja, in der Endphase der Ära Maegdefrau war aber auch qualitativ net alles immer nur super, was da aus dem neuen Standort Hallein ausgeliefert wurde. Oder irre ich mich da ??

    Mag sein, aber solche Dinge, wie sie derzeit "produziert" werden, gab es meines Wissens damals nicht. Das es in Fernost auch anders geht, das beweist eine Firma mit Sitz in Thüringen immer wieder aufs Neue.

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

  • Meine persönliche Meinung ist zu diesem Thema der Fehler liegt ganz oben. Bei Piko besucht Herr Wilfer regelmäßig China und kümmert sich vor Auslieferung persönlich um die Qualität. Bei meinem Umstieg von Märklin auf Roco vor 30 Jahren war noch Hr. Rössler im Besitz der Firma da hat ein Anruf genügt um einen Ersatzteil zu bekommen und die Qualität passte. Heute regiert der Rechenstift und die Qualität ist leiger egal.

    LG Erich Wien

  • In der guten alten Zeit ging man zum Händler, holte sich die gewünschte Rocolok und man mußte nichts kontrollieren, es hat alles gepaßt. Zu hause angekommen konnte nach einem eventuellen Aufrüsten der Spielspaß gleich beginnen.


    LG, Manfred

    2. 11. 2020 ... und plötzlich ist nichts mehr wie es einmal war.