Trix 22229 ÖBB 42.2513 - ein kleiner Testbericht + Vorbildinfos

  • Hallo an alle!


    Wie der Titel schon sagt geht es um die von Märklin/Trix gefertigte 42er der ÖBB. Das Modell, gehalten in der Epoche 3 trägt die Betriebsnummer 42.2513 und ist in der Zugförderung Mürzzuschlag zu Hause.


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    Meiner Meinung nach macht die Lok optisch einiges her. Sie wirkt schlank und bullig zu gleich. (Im Gegensatz zur Liliput 42er die zu breit ist.)

    Positiv aufgefallen sind mir die Sandfallrohre die bis zu den Auslassdüsen geführt sind.

    Was mir nicht gefällt sind (wie auch bei anderen Herstellern) die Beleuchtung. Wieder wurden kaltweiße LED's verbaut, das macht das tolle optische Bild einer Epoche-3-Lok wieder komplett kaputt.


    Die Lok hat märklintypisch im Tender eine große Platine mit Lautsprecher und 21-poligem Sounddecoder.

    Der Sound klingt bei den Dampfschlägen blechern, bei allen anderen Tönen gut. (Wird mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen echten 42er Sound getauscht)


    Das Fahrverhalten ist, sofern keine Steigung vorhanden ist, überragend gut. Die Lok taumelt nicht, erste und vierte Kuppelachse sind fest im Rahmen gelagert. Die Achsen sind über geteilte Kuppelstangen verbunden, die vierte Achse ist die Antriebsachse.

    Der Tender hat, wie es sich gehört, Drehgestelle mit spitzengelagerten Achsen. Alle vier Räder werden für die Stromabnahme hergenommen.


    Beide Kupplungen werden in einer Kurzkupplungskinematik geführt, die Pufferhöhe ist wie bei Märklin üblich, zu hoch.


    20210214_145732_autoscaled.jpg


    Jetzt geht's aber wirklich ans Eingemachte.

    Die Lok hat ein durchdachtes Fahrwerk, erste und vierte Kuppelachse sind fest im Rahmen, zweite, dritte und fünfte Achse sind pendelnd gelagert. Auf zweite, dritte und fünfte Achse wirken jeweils zwei große Bronzespiralfedern. Das mag vielleicht einen tollen Eindruck machen, bringt aber genau null. Die Federn sind so stark, dass sie die ganze Lok leicht anheben. Die Achse mit dem Haftreifen kommt nur sporadisch auf die Schiene, was bei einer "schweren" Güterzuglokomotive doch etwas unvorteilhaft ist.

    Mein eher leichter Testzug ließ die Lok beinhart auf der Steigung schleudern.

    Das musste ich korrigieren, denn wenn eine 42er weniger als eine 52er zieht ist das etwas unschön ;)

    Ich habe schlussendlich alle Federn aus dem Fahrwerk entfernt und muss sagen: Fabelhaft!!

    Sie zieht wie ein Bär!


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    Im großen und ganzen ein sehr schönes Modell.

    Gruß Matthias

    "Wo ist der kompetente Mitarbeiter wenn man ihn braucht? - In der Werkstatt, wo sonst?"

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    "Bilder? Grundsätzlich von mir. Grundsatz = es gibt Ausnahmen" :]

  • Mit Schnittstelle: 360,-€

    Mit Sound: 450,-€


    Die genauen UVP hab ich leider nicht herausgefunden....

    Gruß Matthias

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  • Danke für die ausführliche Beschreibung der Zugeigenschaften und den Hinweis auf deren Verbesserung (Nachahmung - falls ich jemals dazu komme...).


    Das Modell war im Neuheitenpropekt 2018 angekündigt.

    Als Preise waren angegeben:

    Mit Schnittstelle 369,99

    Mit Sound 449,99


    Habe für die Schnittstellenvariante (ja ich bekenne - bin analog) im August 2019 334,99 Teuros über den Tisch springen lassen.


    Gsund bleiben

    schrottbau

  • Ich kann die Eindrücke nur bestätigen!

    Ein echt schönes Modell!

    Danke Knolli, für diesen sehr informativen Bericht!:thumbup:

    Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

    Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.

  • Update zur 42er:


    Nach erfolgtem Decoder- (auf MS440D) und Lautsprechertausch ( 2x 10x15 mm Lautsprecher) konnze die 42er wieder in Betrieb genommen werden.

    Außerdem habe ich die LED's der Spitzenbeleuchtung getauscht. Die der Führerstandsbeleuchtung konnte ich nicht tauschen da die Platine eingeklebt ist. Also habe ich sie nur mit orangem Filzstift angemalt - kommt auf's selbe.

    Genial ist die Konstruktion der Platine im Zylinderblock, anbei drei Fotos


    Der Sound darf sich nun auch Sound nennen, derzeit leider noch mit dem der 52er....


    Es wird noch ein Video produziert bei dem das herausragende Fahrverhalten der Lok eine Rolle spielen wird. Dem Sound kann man dann natürloch auch genießen.

  • Wie schaut es mit der Breite der Zylinder über Außenkante aus?

    Auch zu breit wie bei der Put-42er?


    LG

    rocofan2

    Nachgemessen hab ich nicht, aber sie ist auf jeden Fall schmäler aus die Put-42er.

    Gruß Matthias

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  • Ein kleiner Vergleich Liliput/Wien und Trix.

    Man sieht sehr gut den zu breiten Zylinderblock der linken Lok.

    Eine Liliput/Bachmann besitze ich leider (noch) nicht.

    Dateien

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  • Das liegt sicher im vertretbaren Bereich. Sie wirkt neben einer Roco 52er auf jeden Fall schlank.

    Gruß Matthias

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  • Mit den Abmessungen der Zylinderblockbreite hätten wir einen objektiven Vergleich... ;)

    .....wenn wir noch die Originalbreite irgendwo haben...... ;);)

    Gruß Matthias

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  • Hilft das weiter?


    LG, Manfred

    Na dann werden wir schon was zaubern...

    Gruß Matthias

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  • Ja gut, aber irgenndwo muss ein Kompromiss sein.

    Es fährt ja keiner auf 1m Radius zu Hause, dann wäre das mit der Maßhaltigkeit überhaupt kein Problem mehr.

    Der kleinste fahrbare Radius in Österreich war übrigens der 90m Bogen von der LOFAG auf das ÖBB-Gleis. Dort mussten ja auch die 42er durch.

    Gruß Matthias

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