Lokumbauten DC/AC, Digital und der 3D Drucker

  • Und heute ging es weiter. Der Umbau macht echt Spass.


    Zuerst mal den Schleifer. Höhe ist wenig vorhanden, so müssen die Radschleifer am vorderen Drehgestell weichen - jeder Millimeter wird gebraucht.


    Der Vorwiderstand für die Leds kommt in die blaue Plusleitung, da nicht beide LEDs gemeinsam leuchten geht das ganz gut und lässt sich so fein im Gewicht verstecken.


    Kabel schön sauber verlegen.


    Das Gleiche nochmal am vorderen Drehgestell. Hier mussten die Kabel aber verlängert werden, da hätten ein paar Millimeter gefehlt.


    Mein Freund - der 3D Drucker. Was macht der denn schon wieder?

    Ah, Halter für die Leds.


    Einfach reindrücken und fertig


    Und verlötet ist es auch gleich.


    Freu mich schon aufs erste Testen.


    Folgt sogleich!

    Dreileiterteppichbahner

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    Alle Fotos in meinen Beiträgen von mir, so nicht anders erwähnt

  • Der LED-Halter ist natürlich Luxus pur - gute Idee!


    Falls du Schwierigkeiten mit der Stromabnahme hast, ich habe bei meiner 1189 dem MX600 noch 3 SMD-Kondensatoren á 220uF/25V spendiert. Natürlich mit Ladeschaltung. Alle Details dazu findet man im Zimo-Handbuch.

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • Also - nachdem mich die Roco'schen Messingbügel ganz kurz geärgert haben - Licht ging, Motor nicht - fuhr die Gute quasi auf Anhieb.

    Die CVs hab ich knallhart von Arnold Hübsch' Anleitung kopiert und so hat die Lichtstuerung auch eine sinnvolle Bewegung: F1 schaltet das Rangierlicht, F2 das Schlusslicht.

    Womit ich nicht zurechtzukommen bin ist die Einstellung von Beschleunigungs- und Verzögerungswerten. Weder direkt über die MS2 noch über die CVs.

    Na ja, wird noch.


    Und - wie Bertl schon richtig angemerkt hat, ist die Stromaufnahme verbesserungsfähig.

    Auf normalen Strecken kein Problem - Weichen aber eher nur mit Schwung.

    Ärgerlich - die Roco 1044, welche ich erst kürzlich umgebaut hab, hat das Problem nicht.


    Okay - es ist noch was zu tun....


    LG

    Bernhard

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  • Was macht man sonst so, wenn grad alles umgebaut ist?

    Man spielt

    Womit? Mit dem ferngesteuerten 1/87 T1 von Carson - war bei Müller grad in Aktion inkl einem Märklinwagon.

    Nur - wie kommt der da drauf?20210115_121357_autoscaled.jpg

    Rampe!

    20210115_130201_autoscaled.jpg

    mal der Rohbau sozusagen:

    20210115_162010_autoscaled.jpg

    Leider zu steil - 18° sind 32% - das muss ich nochmal machen - aber da voll parametriert schnell geändert.

    Aber mit Geländer macht das schon was her:

    20210115_184450_autoscaled.jpg

    Also fahr ich halt mit dem S-LKW drauf - der packt das:

    IMG-20210115-WA0026_autoscaled.jpg

  • Heute hab ich mich einer ganz besonderen Lok gewidmet:

    Meiner BR103.

    Die erste Lok, welche ich mir selbst gekauft hab, meine zweite Lok überhaupt.

    Damals für horrende 1700 Schilling, gekauft beim Kästner&Öhler, bezahlt mit 3 Silber 500er Münzen (und zwei Scheiben, eh klar) - 1985.


    Die Spuren den Spieltriebs unübersehbar, Kilometer ohne Ende inkl. Entgleisungen...


    War auch gleichzeitig die erste Lok, welche ich vor 6 Jahren digitalisiert habe, damals mangels besseren Wissen mit einer Märklin Set, welches den Umbau auf den Gleichstrommotor und einen einfachen Decoder enthält für relativ wenig Geld.


    Anfangs begeisterte mich das digitale Fahren, das Fahrverhalten und der neue Motor hauchte der betagten Dame neues Leben ein und LEDs statt der ewig mit Wackelkontakt nervenden Glühbirnchen warteten zusätzlich auf.


    Aber - mit den Jahren und den vielen Umbauten, die ich für mich und später auch in Kundenauftrag ausgeführt habe, wuchsen die Ansprüche.


    Der Motor wäre ja okay, der HLA (Hochleistungsantrieb) ist ein 5 Pol Motor mit recht schönem Fahrverhalten, aber leider einer nicht ganz leisen Geräuschkulisse. Inzwischen habe ich auch gelernt, wie man den Kollektor optimiert und mittels Kugellagerumbau noch das letzte Quäntchen des HLAs perfektionieren kann.

    Dazu ein anständiger Decoder - sollte ja reichen.


    Doch die Versuchung lauerte wie so oft in der Bucht.

    Nein, kein Glockenanker, sondern der (in meinen Augen) edelste aller Antriebe - ein Sinus der ersten Generation, ein bürstenloser Antrieb, welcher seidenweich und sehr sehr leise läuft aus einer späteren BR103 war im Angebot. Die Nachfrage hielt sich in Grenzen, also einfach mal mitgeboten und den Zuschlag erhalten.

    Leider passt dieser nicht zu 100% plug and play in den Motorblock, ergo nachfräsen.

    Als ich dann den Motorblock in Händen hielt, musste ich leider feststellen, das die jugendlichen Vollgasrunden ganz gut Verschleiß an den Metallzahnrädern hinterlassen haben, von spielfrei konnte da keine Rede mehr sein.

    Hmmm, Ebay macht es möglich, zwei absolut neuwertige Drehgestelle waren günstig aufzutreiben.

    Und etwas Glück braucht man im Leben - im Stummiforum wollte noch wer seine Sinuslok, welche nach kurzer Laufzeit einen Schaden an der Platine erlitten hat (kommt leider schon mal vor) auf einen SB Motor umbauen. Dafür suchte er ein Drehgestell der Nicht-Sinus Version.

    Außerdem bevorzugte er die schwarzen Laufräder- das Sinusmodell hatte Rote.

    Gesagt - getauscht.


    Das Zeug lag dann wieder mal gute 2 Jahre in der Lokschublade - um heute ans Tageslicht zu kommen.


    Der Umbau ist unspektakulär - das nicht angetriebene Drehgestell von Führerstand 1 war rasch umgebaut, der Motorblock ebenso und der Sinus-Motor mit edlen M2 Inbusschrauben verschraubt (die originalen Schlitzschrauben waren etwas zu lang, die Industrie hatte ich grad bei der Hand ;-) und die Elektronik mit Schleifer und Rahmen verbunden.


    Jetzt kommts - Sinus Generation 1 ist alte Technik - DIPSCHALTER für die Adresse einstellen und mittels Potis sind Höchstgeschwindigkeit und Anfahr/Bremsverzögerung einstellbar.


    Aber - sie lief auf ANHIEB wunderschön.


    Jetzt druckt gerade der Halter für Decoder und Leistungselektronik, welchen ich schnell gezeichnet habe und morgen werde ich mich dann noch mit der Beleuchtung spielen.


    Dann gibt's auch Fotos - versprochen.


    LG

    Bernhard

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  • so, Fotos:

    Das ist die frisch gedruckte Decoderhalteplatte:

    20210117_192721_autoscaled.jpg


    Ja, scheint zu passen:

    20210117_192727_autoscaled.jpgJa, klappt:

    20210117_193017_autoscaled.jpg

    Na ja, das gut patinierte Oberteil geht nicht ganz drauf - da muss ich noch mal ran:

    20210117_193306_autoscaled.jpg


    Hat wer eine Bezugsquelle für Kleinstmengen an purpurfarbener Klebefolie?

    Die ist schon recht früh abgegangen...


    LG

    Bernhard

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  • Die Beleuchtung war noch ein Thema.

    Die Ursprungsland hatte nur weiße Spitzensignale, welche mit der Fahrtrichtung wechseln.

    Na ja, Rot wäre schon fein, aber bei angehängtem Zug wiederum nicht korrekt. Abschaltung unterstützt der alte Decoder leider nicht

    Was solls, mal umbauen auf weiss/rot, vielleicht nehm ich den freien Aux1, welcher an sich die Maschinenraumbeleuchtung schalten kann, dafür her, mit 2 kleinen Transistoren eine Abschaltung zu basteln.


    Aber zuerst mal die Basis:

    Unten an den Platz des Glühbirnchens (war eh schon eine LED) eine DuoLed, wie auch schon im Schienenbus.

    Aber dann leuchten alle drei rot.

    Bäh, geht gar nicht.

    Also mal wieder was gedruckt:

    20210118_090526_autoscaled.jpgHier bereits mit der alten Halterung verklebt


    Und so schauts dann im Modell aus:

    20210118_084948_autoscaled.jpg

    Sieht zwar merkwürdig aus, funktioniert aber hervorragend.


    Wieder ein Modell fertig.


    Wenn ich so weitermache, geht mir das Material zum Umbauen aus...


    Gerade den nächsten Schienenbus begonnen, diesmal mit Glockenanker und der 3D Drucker fiept auch schon fröhlich vor sich hin.


    LG

    Bernhard

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  • Heute der nächste Patient - und zugleich die letzte Lok (eigentlich ein Triebwagen) der in meiner Pipeline war.


    Wieder ein Schienenbus.

    Eigentlich sollte der deutsche Schienenbus analog dem zuvor umgebauten Steirischen umgebaut werden, aber Ebay kam mit zuvor: Ein Schienenbus welcher auf einen Maxon Glockenanker umgebaut wurde - offensichtlich von SB.

    Der alte Märklindecoder und die selbstgebaute Platine flog mal umgehend in die Bastelkiste, ein LoPi V4 lag noch rum - mal probeweise angelötet und gefahren.


    Ja, fährt genau so, wie man es sich vom Glockenanker erwartet. Leise und seidig weich.


    Also musste wieder mal das CAD ran.

    Mein inzwischen sehr bewährter Elkohalter wurde modifiziert - da der Befestigungsdom für das Hütchen dem Fräser zum Opfer fiel, wurde mal ein den Motor überragender Halter konstruiert und vorne noch zusätzlich ein Einschubfach für den Decoder.

    Alles liebevoll verrundet und es schaut wirklich gut aus:

    IMG-20210119-WA0061_autoscaled.jpg90 Minuten später kann das Ergebnis auch schon in Hardware bewundert werden und passt auch:

    20210119_181047_autoscaled.jpg

    Morgen verkabeln, die vier Elkos rein, alles verlötet und Licht in den Aufbau wie schon beim anderen Schienenbus.


    Der Anhänger ist aber beim VT der DB wesentlich einfacher gemacht und hat keinen Rahmen aus Druckguss, ergo muss ich hier wieder was Neues konstruieren.


    LG

    Bernhard

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  • Na super - will man schnell noch ein bisschen weitermachen und nimmt sich voller Freude die Sortierboxen zu Hand.

    Sind gut gefüllt, alles was man so braucht.


    Alles? Nein, verd....


    Keine 470Mikrofarad 25Volt Elkos, nur welche für 35Volt, die sind aber zu hoch....


    Uaaaaah und alles zu....


    Na ja, mach ich halt alles andere vorher... Die Elkos kann man auch ganz zum Schluss.


    LG

    Bernhard

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  • @Bertl


    Elko bleibt Elko - es ist nur eine unterschiedliche Bauart.


    SMD-Bauweise anstatt radialer oder achsialer Bedrahtung.

    LG Gerhard

    kkStB174


    Alle Fotos ohne zusätzliche Quellenangabe sind von mir gemacht!

  • Du hast natürlich fast (!) recht. Mir ist aber wichtig dass er nicht einmal 1/10 des Volumens eines bedrahteten Elkos hat. Und ich denke dass das für einige andere Leute auch interessant sein könnte. Versuch mal so ein bedrahtetes Trumm mit 10mm Durchmesser unter einem Waggondach zu verstecken ;)

    Bilder in meinen Beiträgen sind mein Copyright, sofern nicht anders vermerkt.

  • 16V? Da nimmst dann aber zwei in Serie oder? Beim Schienenbus ist da Volumen recht egal, da ist Platz.


    Hoffe die Chinaelkos aus Aliexpress/Wish/usw sind leistungsfähiger als die 18650 Zellen sein, die ich dort bestellt habe - gerade mal 25% der angeblichen Kapazität sind auch tatsächlich drinnen gewesen. Da kauf ich weiterhin Markenware ;-)

    Aber wenn die Elkos gut sind why not?

    Dreileiterteppichbahner

    Digitalfan

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  • Die Tantal-Elkos schauen genau so aus wie die, die ich beim Reichelt gekauft habe. Dürften also vom selben Hersteller sein. 16 V reichen da der Zimo schon eine Z- Diode an Bord hat. Tantal ist viel kleiner aber auch teurer als die Topf-Elkos. Deshalb nehme ich, wenn es platzmäßig ausgeht, lieber die normalen.

    Wenn nicht anders angegeben, alle Fotos ©Arronax

  • Es leuchtet jedenfalls noch so etwa 5 Sekunden nachdem man die Lok vom Gleis genommen hat.

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  • Die Tantal-Elkos schauen genau so aus wie die, die ich beim Reichelt gekauft habe. Dürften also vom selben Hersteller sein. 16 V reichen da der Zimo schon eine Z- Diode an Bord hat. Tantal ist viel kleiner aber auch teurer als die Topf-Elkos. Deshalb nehme ich, wenn es platzmäßig ausgeht, lieber die normalen.

    16V reichen? Okay, das würde bei der 1189 helfen, die Anderen haben keinen Zimo.


    LG

    Bernhard

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  • 16V reichen? Okay, das würde bei der 1189 helfen, die Anderen haben keinen Zimo.


    LG

    Bernhard

    Laaangsam! Nicht jeder Zimo hat eine Ladeschaltung. Erst checken ob der Zimo den du verwendest, eine Ladeschaltung hat. Wenn nicht, kannst die Schaltung aus dem Zimo-Handbuch mit Widerstand, Diode und Z-Diode nachbauen.

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