Geschwindigkeiten bei Decodern anpassen

  • Guten Morgen,


    Ich will den Thread nicht verwässern.

    Hier habe ich etwas vom Vorbild gefunden, "wie schnell oder langsam" so Lokomotiven sind.


    Kleine Info dazu, eine U-Bahn, Sbahn, ICE, sind bei ca. 1m/s².


    Jetzt könnte man die Zeiten dividiert durch 4 bzw 6. rechnen und erhält Mobataugliche Zeiten.


    Mfg


    Didi L

  • Hallo Didi,


    ich habe meine Weise der Decodereinstellungen (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen) hier beschrieben: https://wiki.rocrail.net/doku.…:peter-basti:fahren-thema


    Dort sind natürlich viele Rocrail-spezifische Einstellungen beschrieben, aber auch Grundlegendes.


    lg Peter

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Es war jetzt natürlich genauso wie von Arnold vorhergesagt: stundenlanges herumtüfteln, aber jetzt hab ich einmal 4 verschiedene Loks auf Linie gebracht:

    • Roco 86er mit Zimo-Sounddecoder ab Werk
    • Roco 956 (S160) mit Zimo-Sounddecoder ab Werk
    • Roco 50er mit Decoder von ct-elektronik
    • Fleischmann 86er mit Faulhaber Motor und Decoder von ct-elektronik

    Durch Anpassen der CV 5 und CV 57 (Zimo) bzw. CV 64 (ct-elektronik) fahren tatsächlich alle Loks bei vollem und 2/3-Regler ziemlich gleich schnell. Durch variieren der CV 3/4 passen auch die Beschleunigungen und Bremsverlaufe mehr oder weniger gut zusammen.


    Zusätzlich bei allen CV 58 (Zimo) bzw. CV 50 (ct-elektronik) für den Regelungseinfluß auf 200 gesetzt.


    ESU-Decoder hab ich in dazu passenden Loks grad keinen drinnen, möchte ich aber das nächste Mal ausprobieren. An einer Gützold 152er mit Decoder von ct-elektronik schlage ich mich grad noch rum.


    Resümee:

    • Das Trimmen auf die gleichen Geschwindigkeiten bei verschiedenen Reglerständen ist schon eine etwas zache Gschicht aber
    • Betrieb mit Vorspann oder Nachschiebe klappen mit diesen Loks ganz wunderbar.
    • Die Geschwindigkeit habe ich jetzt bei den o.g. Loks so gewählt, dass alle bei vollem Regler rund 70 km/h Vorbildgeschwindigkeit fahren, was eh fast zuviel für meine Anlage ist, und bei ca. 2/3 aufgedrehtem Regler (Reglerspitze zeigt bei der Roco-Multimaus waagrecht nach rechts bzw. links) rund 35 km/h, das ist eine ganz passable Geschwindigkeit für Güterzüge auf meiner Anlage

    Das Betriebsprocedere ist übrigens auch recht simpel:

    • Die Vorspann- oder Nachschiebe-Lok wird an den Zug rangefahren und angekuppelt.
    • An der Vorspann- oder Nachschiebe-Lok wird dann die CV 19 aufgerufen und dort die Decoderadresse der Zuglok eingetragen.
    • Unter der Decoderadresse der Zuglok fahren dann beide Loks nur durch eine Regler gesteuert synchron los.
    • Nach Ende der Fahrt wird dann an der Vorspann- oder Nachschiebe-Lok die CV 19 wieder auf 0 gesetzt und die Lok kann unter ihrer eigenen Adresse wieder weggefahren werden.
    • Da ich mit den Roco-Multimaus-Reglern meinen Betrieb mache, geht das alles ratzfatz von der Hand (alle Regler sind bei mir auf den Programmiermodus "POM" eingestellt).

    Zahlt sich also schon aus. Doppeltraktion mit Sound ist dann noch einmal ein ganz eigenes Erlebnis, das auf der Heimanlage echt Spaß macht.

  • Danke für deine Versuche und die Doku Jürgen! :)


    Klingt alles sehr plausibel! Und ja, eine Doppeltraktion mit Sound ist schon etwas ganz besonderes! :)


    PS: Wir haben die selbe Vorgehensweise bei der Bildung der Doppeltraktion und ich nehme auch an, die selbe Hardware ;)


    lg

    Gotrfried

    Meine Gebirgsstrecke/Endbahnhof: (Klick aufs Bild)

    img_1968kopietmk9l.jpg

  • Bei ESU hast immer das Problem dass die Referenz die Schienenspannung ist.


    Es gibt keinen CV57 wie bei Zimo. Die Loks fahren bei einem Volt Unterschied langsamer oder schneller. Das ist ein Punkt der mich immer wieder zum Verzweifeln bringt.

    Gruß Matthias


    "Wo das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei. Wo die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit."

    - Thomas Jefferson


    "Digital? Was ist das? Kann man das Essen oder braucht man dafür einen Experten?"

    :20:


    "Wo ist der kompetente Mitarbeiter wenn man ihn braucht? - In der Werkstatt, wo sonst?"

    Zu meinem Inhaltsverzeichnis der Werkstatt ----> hier lang!!

    :hammer:


    "Bilder? Sind digital, können daher nur von mir sein. Außer ich sag dass sie nicht von mir sind."

    :]

  • Bei ESU hast immer das Problem dass die Referenz die Schienenspannung ist.


    Es gibt keinen CV57 wie bei Zimo. Die Loks fahren bei einem Volt Unterschied langsamer oder schneller. Das ist ein Punkt der mich immer wieder zum Verzweifeln bringt.

    Das sollte aber bei einem stabilisierten Spannungsnetzteil kein Problem sein, oder liege ich da falsch? Und nachdem meine Loks eh nur bei mir fahren, liegt auch immer die gleiche Spannung an.

    Ich seh den Vorteil der CV 57 bzw. CV 64 im Kombination mit der CV 5 eher darin, dass man quasi die Kennlinie beeinflussen kann. Das wird bei ESU so nicht gehen, allerdings kann man eventuell über die CV 6 die Mittengeschwindigkeit verschieben und damit den gleichen Effekt erreichen. Werd ich irgendwann einmal ausprobieren. Momentan hab ich vom Decoder einstellen wieder einmal für eine zeitlang genug...

  • Hallo Jürgen,


    die CV#57 beeinflusst nicht die Kennlinie, nur die Spannung die am Decoder Motor anliegt.

    Auch bei einem stabilisierten Netzteil ist die Spannung am Gleis nicht überall gleich.


    Die CV#57 ist der erste Wert den ich bei einem neuen Decoder einstelle um die Lok in die Nähe ihrer richtigen Vmax zu bringen. Danach bleiben mir vorteilhafterweise noch so gut wie alle Fahrstufen zum Fahren übrig ;)


    Dann erst CV#3,4,5


    lg Peter

    ÖPBB

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    Einmal editiert, zuletzt von peter&basti ()

  • Kleine Korrektur:


    Die CV57 regelt nicht die Decoder-Spannung sondern die Motoransteuerungs-Spannung.

    Z. B. CV57=120 Motorspannung bei vollem Regler 12V.

    Bei Soundloks ist das die beste Möglichkeit die Höchstgeschwindigkeit zu regeln da man damit nicht wie mit der CV5 die oberen Soundstufen bzw Fahrstufen abschneidet.


    LG

    rocofan2

    Einmal editiert, zuletzt von rocofan2 ()

  • Natürlich ist mit Netzteil die Welt etwas besser. Aber eben nicht ganz.

    Z.B. die RocoMultiZentralePRO, geregeltes Netzteil mit 4A 15V hängt bei mir drauf. Die Gleisspannung beträgt dann 14,5 Volt. Sobald ich eine Lok in Bewegung setzte sind es nur noch 14,2.

    Das geht bis teilweise 13,8 Volt hinunter, unter Volllast natürlich.

    Wir sehen also: Trotz geregeltem Netzteil geht die Spannung leicht ein.

    Gruß Matthias


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    :20:


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    :hammer:


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    :]

  • Das sollte aber bei einem stabilisierten Spannungsnetzteil kein Problem sein, oder liege ich da falsch?

    Zur Frage eindeutig JA - sorry


    Erklärung: Wenn man ein Stabilisiertes Netzteil hat dann fällt eine der vielen Spannungsunsicherheiten weg. Früher hat man "weiche" Trafos verwendet, bei Roco's Startpackungen haben die im Leerlauf 25VAC geliefert und bei Belastung 12V. Daher sind die Schaltnetzteile ein Segen.


    Die Modellbahner haben NACH der Zentrale aber dafür gesorgt daß die Spannungsspielereien möglichst weiter für Unterhaltung sorgen. Die Verteilung der Gleisspannung mit Kabeln unter 1,5mm2 ist häufig zu finden. Ich meine da nur die Sammelleitungen, danach kann man dünner werden. Diesen Teil hat der Modellbahner oft noch bedacht. Danach kommt das Gleis. Je nach Wunsch der Selbstverwirrung wird hier Eisen oder Neusilber eingesetzt. Eisen lässt sich schlecht löten daher wird möglichst selten eingespeist weil's schwierig ist. Davon sind Kleinbahn und Märklin Gleise betroffen. Fast alle anderen verwenden Neusilber, das ist im Grunde Messing mit sehr hohem Nickelanteil. Nachteil für uns: sehr hoher Widerstand. Wenn man nicht jeden Meter einspeist verliert man schnell zwischen den Fahrwegen 1-5V.

    Ein Decoder der da die Geschwindigkeit gegen die Motor-EMK ausregelt fährt immer gleich schnell. Nutzt der Decoder die Möglichkeit nicht, bringt den Anwender zu Verzweiflung. Warum? Die Lok wird meist alleine auf einer Strecke eingemessen. Da ist elektrisch alles bestens. Dann im Betrieb ist alles anders viele Spannungsunterschiede durch andere Verbraucher und der Anwender wundert sich weshalb hält die Lok nicht da wo sie soll.

    -AH-