Sprit aus Stroh - eine Zukunftsvision ?

  • Einen interessanten Artikel habe ich in den Tiefen des Internets gefunden, demzufolge es ein neuartiges Verfahren ermöglicht, künstlichen bzw. synthetischen Sprit auch aus Stroh zu gewinnen.


    Das Verfahren wird aktuell an einem Forschungsinstitut in Karlsruhe großtechnisch ausprobiert, man wird sich deshalb zukünftig also auch an fremd klingende Begriffe technische Begriffe (etwa wie Slurry) gewöhnen müssen. Aber das Verfahren funktioniert, es können daraus synthetische Kraftstoffe wie Benzin und Diesel gewonnen werden, wobei der synthetische Diesel sogar den Vorteil hat, daß er ohne die Entstehung von Rußpartikel beim Betrieb von Motoren verbrennt ...


    Eine spannende Technologie wie ich finde, mehr Details dazu im nachfolgenden Artikel


    https://www.welt.de/print/die_…dumm-Auf-keinen-Fall.html

  • Das Problem ist, das man riesige Anbaugebiete braucht um Biosprit zu erzeugen.

    Und da ist das ganze leider nicht mehr so Super. Man versucht mit Krampf ein ineffizientes System am Leben zu erhalten.
    Aber man wird sehen. Forschen ist immer gut.


    Lg

    Christian

    "Wenn der Kopf ein Depp ist, dann muß es der Körper büßen!"

  • Das Problem ist, das man riesige Anbaugebiete braucht um Biosprit zu erzeugen.

    Und da ist das ganze leider nicht mehr so Super. Man versucht mit Krampf ein ineffizientes System am Leben zu erhalten.
    Aber man wird sehen. Forschen ist immer gut.


    Lg

    Christian

    Das Gleiche wird ja de facto auch beim Elektroauto gemacht. Eigentlich müsste der gesamte Verkehr „revolutioniert“ werden. Da nicht nur das Antriebskonzept, sondern auch der Umfang mit all seinen Einflüssen (Feinstaub, Bodenbebauung, Abrieb, Ressourcen, etc.) reduziert werden muss.

    Fachlich ist das Herstellen und umwandeln solcher Kraftstoffe schon interessant, sonderlich praxistauglich erscheinen mir dann viele Dinge nicht.

  • Richtig, wie du sagst müsste man der Verkehr revolutionieren. Da liegen wir beide aber sicher schon unter der Erde.

    Am besten wäre auch zum Beispiel den Bereich Homeoffice ausbauen. Dann hat man wieder ein paar Pendler weniger.

    Weniger Nahrungsmittel aus weit enfernten gebieten usw....

    Aber wie gesagt, diese Umstellung, so fern sie gelingt, werden wir nicht mehr erleben.

    Wenn ich sehe wie heute die Menschen an einen Primitiven Motorgeräusch hängen und es lieben wenn der Motor röhrt, und Witze machen über Alternative Antriebsarten, dann sind wir weit entfernt von einer Umstellung.

    Da war die Umstellung beim Flugzeug vom Kolbenmotor zu Hans von Ohain´s Erfindung schneller!

    "Wenn der Kopf ein Depp ist, dann muß es der Körper büßen!"

  • Da war gestern ein Bericht am ZDF. Allerdings über eine Produktions- und Forschungsstätte in den Niederlanden. Die gewinnen im Moment 3,5 Tonnen täglich und ist Schiffsdieseltauglich. Sie forschen wie man das Produkt Heizungs- und für den Autoverkehr tauglich machen kann.


    LG

    Helmut

  • Meiner Meinung der falsche Ansatz, es geht hier nur um Substitution des Erdöls durch Bio ohne sonstige Änderung, z.B. der Antriebsart. Ist übrigens nicht rußfrei sondern laut Artikel nur reduziert - gegenüber welchem Standard ?

    Der Artikel ist auch viel zu wenig detailliert, z.B. fehlt eine Energiebilanz und Schadstoffemission über den gesamten Prozess. Dazu müsste man den gesamten Forschungsbericht kennen.

    Und generell sieht man ja Auswirkungen durch Ersatz von Erdöl durch Biomasse schon heute bei unseren Kraftstoffen mit Biobeimischung, die jetzt schon durch anteilige Importe der Biomasse aus anderen Regionen aufrechterhalten werden und in den Herkunftsländern bereits zu massiven Rodungen für Anbauflächen führen, z.B. auch in Brasilien.

    vlg rudi

  • Und wo legen wir dann die anderen CO2 Produzenten (die Kühe) drauf, wenn das Stroh verdieselt wird?

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

    - Steuerungssoftware: Rocrail

    - Anlagenelektronik: OpenDCC, RocNet, RFID, MQTT, DIY, ...

    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Diese Technologie ist wie viele andere Substitutionen fossiler Treibstoffe sicherlich ein interessanter Forschungsansatz und eventuell sogar ein künftiges Nischenprodukt. Für den breiten Einsatz braucht es Technologien die nicht auf Mangelrohstoffen basieren und in der Praxis einfach zu handhaben sind. Stroh ist ein Mangelrohstoff und muss im Winter üblicherweise importiert werden. Außerdem wird das Stroh auf den Äckern auch als Dünger benötigt. Was man nach der Ernte nicht unterackert, muss durch Kunstdünger ersetzt werden.

  • Stroh ist ein Mangelrohstoff und muss im Winter üblicherweise importiert werden. Außerdem wird das Stroh auf den Äckern auch als Dünger benötigt. Was man nach der Ernte nicht unterackert, muss durch Kunstdünger ersetzt werden.

    Stimmt nur teilweise, in Ostösterreich z.B. nicht. Allerdings wurden in den letzten Jahrzehnten Sorten gezüchtet, wo wenig Stroh angefallen ist (kurze Halme). Ist sicher rückzüchtbar.

  • Als der Rudolf Diesel seinen Motor bei der Weltausstellung in Paris zeigte, ist der mit Erdnußöl gelaufen und keiner hat's bemerkt. Also schon immer Umweltschonend gewesen. Heute kannst gar keinen Biodiesel mehr benutzen wg. dem :-- Harnstoff, die vertragen sich nicht. Im Winter darfst keinen Benzin zum Fließverbessern mehr dazutun. Wenn du Pech hast, und in Sizilien den LKW volltankst, friert dir der Sprit spätestens in Kiel ein und wird flockig. Das ist das AUS für den Dieselfilter, da hilft nur noch tauschen. Wir hatten halt in Hannover noch schnell 40 Liter Benzin draufgetankt und weiter ging es bis Norwegen.

  • Der große Renner wird der Strohdiesel sicher nicht, weil es gar nicht so viel Stroh gibt, und das Stroh außerdem noch viel Luft enthält. Für den Boden ist es auch nicht so gescheit, weil der Kohlenstoff dann fehlt und irgendwann das Stickstoff:Kohlenstoff-Verhältnis nicht mehr stimmt. Dann bringt auch Mineraldünger nicht mehr viel, sondern nur mehr Brache und Warten.