2019-07-14 Vorne: Weiß!

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    Gesamtansicht von Rechts



    Aber von Links erst! :S



    Es fehlt links noch die Komplettierung des Wasserkastens, auf beiden Seiten die Komplettierung des Führerhauses, und vorne doch noch einiges über der Rahmenoberkante.


    In einem sehr interessanten Gespräch mit einem Gast, der als Lackierer arbeitet, habe ich folgendes erfahren:


    Unsere Vorgehensweise ist grundsätzlich richtig:

    - Lose Sachen wegmachen mit Kärcher und oder Drahtbürste

    - Grobe Löcher kitten

    - Anschleifen mit 60er oder Wasserschleifpapier 1200er - 1600er

    - Grundlack

    - Anschleifen

    - Dann 3-in-1 Lack in der gewünschten Farbe.


    Er hat aber gemeint, so gut wie der Grundlack noch beinand ist, könnten wir auch gleich den schwarzen 3-in1 Lack auftragen und würden uns damit einen Arbeitsgang sparen.

    Das war eine wichtige Information für andere Loks, wie zB die 156er, die generell noch eine sehr gute Lackbasis hat.


    Weiters hat er gemeint:

    - Jene Stellen die mit der Walze nicht gemacht werden können (Schrauben, Nieten), sollte man zuvor mit dem Pinsel antupfen, hernach alles andere mit der Walze machen.

    - Wir könnten für engere Stellen auch schmälere Walzen verwenden

    - Wir könnten statt der Schaumgummiwalzen auch dünnere mit Stoffkörper nehmen (solche haben wir)


    Dann hab ich gemalt, noch immer mit der gleichen Walze wie zuletzt, und mit der Zeit bzw nach ein paar Fehlern meinerseits, weil ich die Farbe zu klebrig werden ließ, hab ich sie ausgetauscht.


    Ich hab dann mal die dünne Stoffwalze verwendet. Testdauer: 2 Minuten. Testergebnis:

    - Sie kann nur ganz wenig Farbe speichern

    - Sie ist brettelhart und hat keine "Federungsreserve" - wenn also das Blech eine Delle hat, dann kommt sie dort schlichtweg nicht hinein, im Gegensatz zur Schaumgummiwalze, die problemlos dort reinfedert.

    - Sie dreht sich schlechter als die Schaumgummiwalzen, weil letztere einen größeren Radius haben und daher einen besseren Hebel gegen den Drehwiderstand.

    - Das Ergebnis, sofern sie mal eine Fläche schafft, ist im Endeffekt nicht besser als jenes der Schaumstoffwalze.


    Fazit: Wir bleiben bei Schaumstoffwalzen! :thumbup:



    Arbeitsvorrat:

    - Es sind alle Stellen mit dem Pinsel zu behandeln, wo eine Walze nicht hinrollern möchte. Damit in Folge die Walzenperformance noch höher sein kann als bisher!


    Obige Bilder wurden mit rund 2,25h Arbeitseinsatz gemacht. Die Bruttozeit war jedoch 3,75 Stunden, weil ich echt viel mit Besuchern plaudern musste, an diesem Sonntag ;)