Tagebuch von unserem Strasshofer Arbeitseinsatz an der 93.1403

  • Hab' mir gedacht, dass wir für unser Gemeinschaftsprojekt eine eigene Rubrik starten sollten, damit hier gesammelt alle Fortschritte unseres Elans dokumentiert sind.


    Heute war der erste Einsatz!


    Klaus

  • Klaus, der Titel hört sich interessant an.


    Kannst du vl auch noch erwähnen wer "Unseren" eig. ihr seid?


    Das hätte mich auch interessiert.


    An wen wendet man sich in Strasshof um einfach eine Lok hübsch machen zu können?

    Bin ja kein Mitglied.


    LG

    Stefan

  • Gibt es in der Nähe einen Stromanschluss (Notstromaggregat) oder arbeitet ihr mit Akku-Betriebenen Geräten?

    Der Strom kommt von bzw. aus der nahe gelegenen Drehscheibe, die ja auch elektrisch angetrieben ist.

    Wann ist das nächste Mal geplant?

    Fessor hat angekündigt, heute und am Samstag weiterzumachen, am besten kontaktierst du ihn.

    Wie wurde entschieden welche Lok aufgearbeitet wird?

    Ich glaube, es hing damit zusammen, dass die Lok einen guten Allgemeinzustand hat.

  • Heissa! Die Lok die ein eigenes Unterforum hat! Und ich überseh das .. :D


    Also für jene die nun nicht mehr die ganze Historie nachlesen möchten, wie kam es dazu, dass diese Lok "unsere" Lok ist, also jene des Kleinbahnsammlerforums.


    Aus vielen "ihr solltet mal.."-Anmerkungen hab ich begonnen mit "Leute macht doch einfach mal mit?"-Provokationen, und es sind etliche Forumsmitglieder drauf reingefallen ^^ und so kam es, dass ich, der ich Mitglied/Mitarbeiter (ehrenamtlicher!) des Eisenbahnmuseums bin, dem Vorstand erklärt habe, dass "ich" jetzt verrostete Dampfloks auffrischen werde.


    Die klare Antwort war, "na gut, aber bitte nicht mit Leuten die im Heizhaus andere Fixjobs haben". Und somit war klar, dass die Lok lackiert wird von allen Kleinbahnsammlern, die extra dazu Mitglied wurden.

    Und tatsächlich bestand der erste Arbeitseinsatz zum größeren Teil aus Mitgliedern dieses Forums.


    Wofür ich euch nochmals danken möchte!! :thumbup::thumbup::thumbup:


    Es entstand bei der Ausarbeitung der Idee gleich eine positive Dynamik, sodass wir mit vernünftiger und sorgfältiger Vorlaufzeit ganz gute Verfahren für die Restaurierung erarbeiten konnten, plus ein Sponsoring für Lacke ergattern konnten. Dank an Maybreeze für den Einsatz seines Netzwerkes! :thumbup:


    Es war dann recht klar, was die Mitarbeiter mitbringen sollten, nämlich in erster Linie Bohrmaschinen. Ohne Akku. Denn der Akku kann 20 Minuten, wir brauchen aber bis zu 5 Stunden harten Einsatz unserer Maschinen, sag ich einfach mal ganz plakativ. Daher am besten ganz alte, stabile, Bohrmaschinen. Diverse Schleifaufsätze hab ich einstweilen von Amazon geordert, diese kommen jeweils zum Einsatz.


    Der Erfolg der ersten 3 Tage gibt uns recht. Es geht echt die Post ab. Bin gespannt was der Kurator am Montag meldet, denn in dieser Woche war er auf Urlaub.


    Die 93er haben wir deshalb als das Objekt #001 ausgewählt, weil sie grundsätzlich in recht gutem Zustand ist, und wir uns daher auf die gängigen Arbeiten konzentrieren können und gut Praxis aufbauen können, ohne gleich mal gegen herbe Rückschläge kämpfen zu müssen.


    Objekt #002 wird wohl die 78er, die wir aus Amstetten bekommen haben. Die wird sicher die schwierigere Übung im Vergleich.


    Und es gilt weiterhin:

    Don't give up.

    Einfach immer weitermachen.

    Nicht demotivieren lassen.

    :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Nochmals die Regeln fürs mitmachen:

    1. Vereinsmitglied werden (wegen Versicherung) Link
    2. Mitarbeiten wenn man Lust hat

    Hinweise:

    • Es gibt keine Verpflichtung, mitzuarbeiten. Mann kann auch einfach nur so Mitglied sein.
    • Wer mitarbeitet, wählt sich seinen Schwierigkeitsgrad selbst aus. Man wird nicht gezwungen, in 3,5 Meter Höhe auf der Lok bis an die Kante zu pinseln. Gibt genug Bodenarbeit.
    • Es werden auch gerne Spenden entgegegenommen. Geld genauso wie Sachspenden: Wir benötigen Unmengen an Grundlack und Hochglanzlack, sowie einigen Rostumwandler. 5 Kilo Lack spenden - kein großes Geld, aber eine große Unterstützung für das Projekt, Loks für zukünftige Generationen zu erhalten
    • Auch Unterstützung bei Sponsorensuche wäre super für uns.


    Über jede Art der Unterstützung freuen wir uns! :thumbup:

  • Gratulation! Das wird fein!

    Leider ist bei mir derzeit aus Zeit- und Gesundheitsgründen an solche Aktivitäten nicht zu denken (derzeit auf Reha....).

    Bohrmaschinen.

    Blöde Frage: Wär eine Flex mit entsprechender Bürste oder Fächerschleifscheibe nicht besser? Ich weiß, hat nicht jeder. Aber wenns wer hat...... So einfache Wegwerfwinkelschleifer kosten auch nur 35 € und sind m.E. dafür doch praktischer.


    LG


    Martin.

  • Wär eine Flex mit entsprechender Bürste oder Fächerschleifscheibe nicht besser?

    Viele Wege führen nach Rom - in diesem Sinne gibt es sicher auch andere Geräte, die für unsere Situation gut funktionieren würden. An unseren Bohrmaschinenschleifern schätze ich, dass sie gut Flächen bearbeiten können, ohne Radialriefen zu hinterlassen. Wir verwenden auf der Bohrmaschine auch Tonnenbürsten sowie dünne Drahtbürsten, mit welchen man 90° Fugen perfekt ausbürsten kann.


    Vor der Gewalt einer Flex habe ich großen Respekt, da kommt mir die Bohrmaschine wesentlich ungefährlicher vor, vielleicht ist auch das ein Grund warum ich die Bohrmaschine bevorzuge.

    Welche Art von Lack verwendet ihr eigentlich?

    Wir verwenden einen Einkomponenten Nitrolack. Farbe: Weiß. Deckel auf, umrühren, pinseln. Nach kurzer Zeit trocken. Funktioniert zuverlässig und ist echt easy in der Anwendung.


    Wir planen, zwei Schichten Grundlack aufzutragen (alles nochmals lackieren =O), und dann etwa 3 Schichten Glanzlack in Schwarz, und zum Finale eine Schicht Glanzlack Klarlack (!!), aber darüber werden wir uns wohl noch unterhalten.


    Der Vorteil von Klarlack wäre, dass er sehr einfach aufpolierbar ist. Das verlängert die Frist bevor die Maschine neu lackiert werden müsste.