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Roco CityShuttle: Umbau auf korrekte Inneneinrichtung

  • 4010-freak
  • 8. Oktober 2018 um 17:53
  • Unerledigt
1. offizieller Beitrag
  • 4010-freak
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    • 8. Oktober 2018 um 17:53
    • #1

    Roco CityShuttle: Umbau auf korrekte Inneneinrichtung

    Einleitung

    Mitte der 90er-Jahre wurden die im ÖBB-Nahverkehr eingesetzten Wagen aufgrund ihrer Innengestaltung im Stil der 70er-Jahre oft als altmodisch wahrgenommen. Das gänzliche Fehlen von Steuerwagen (damals konnten nur die Triebwagen als Wendezüge eingesetzt werden) bereitete bei der zunehmend unter wirtschaftlichem Druck stehenden Bahn immer mehr Kopfzerbrechen.

    Daher wurden ab 1995 die erst 1980-1989 gebauten und ursprünglich hauptsächlich für den nationalen Fernverkehr vorgesehenen Inlandswagen (auch als "lange Schlieren" bekannt) einem groß angelegten Modernisierungsprogramm unterzogen. Um Wendezüge formieren zu können, wurden 152 der über 700 Wagen aufwendig zu Steuerwagen umgebaut; die restlichen Wagen erhielten eine Steuerleitung. Da das vorgesehene neue Innen- und Außendesign noch nicht fertig entwickelt war, wurden die ersten umgebauten Fahrzeuge zunächst in einer leicht angepassten Variante des Sparlack-Designs lackiert und blieben innen noch unverändert. Bald wurde die Lackierung auf das bekannte Schrägdesign geändert, nach Überwindung der anfänglichen Lieferschwierigkeiten mit den neuen Einrichtungsteilen erfasste die Modernisierung ab 1997/98 auch die Innenräume, die praktisch neu gebaut und dem damaligen Zeitgeist entsprechend gestaltet wurden. Die innen und außen umgestalteten Wendezüge wurden unter der Bezeichnung CityShuttle vermarktet und fanden nach einigen Anfangsschwierigkeiten sehr rasch Verbreitung – innerhalb weniger Jahre waren sie flächendeckend in ganz Österreich anzutreffen.

    Der kurzen Rede langer Sinn: Seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten prägen die CityShuttle-Wagen das Bild des Nahverkehrs auf Österreichs Schienen entscheidend mit. Auch wenn ihr Stern inzwischen durch die Lieferung neuer Cityjet-Triebzüge am Sinken ist, werden sie auch in den kommenden Jahren noch unverzichtbarer Bestandteil des ÖBB-Nahverkehrs sein.

    Modelle dieser Wagen gibt es im Programm von Roco – allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: Man hat sich leider bis heute nicht dazu durchgerungen, den Wagen eine neue, vorbildgerechte Inneneinrichtung zu verpassen, es wird der Bauzustand vor der Modernisierung wiedergegeben. Wegen der seit dem Umbau nicht mehr mit dem Fensterteiler harmonierenden Bestuhlung fällt das leider auch von außen und ohne Innenbeleuchtung unangenehm auf. Nachdem nicht mehr zu erwarten ist, dass die Einrichtung bei künftigen Auflagen angepasst wird, habe ich mich an einen Umbau gewagt.

    Teil 1: Die "normalen" Wendezugzwischenwagen Bmpz-l 21-73

    Die weit über 700 Inlandswagen wurden in verschiedenen Varianten gebaut (Sitzwagen beider Klassen, Halbgepäckwagen, Speisewagen, …). Die mit Abstand zahlreichste Variante stellten die Großraumwagen 2. Klasse (Bmpz 20-75) dar. Die meisten davon wurden im Rahmen des Wendezug-Umbauprogramms zu Bmpz-l 21-73 umgebaut. Die neuen Sitze wurden mit wenig Rücksicht auf den Fensterteiler teils als Reihenbestuhlung, teils in klassischen Vierergruppen angeordnet. So konnten in den Wagen auf die gleiche Länge zwei Sitzreihen mehr untergebracht werden (22 statt zuvor 20). Zu einer Erhöhung der Sitzplatzzahl hat das aber nicht geführt – neben den Türen zu den Plattformen befinden sich nun nämlich im Gegensatz zu vorher Einzelsitze.

    So sahen die Bmpz 20-75 vor dem Umbau aus: Klick

    Nach dem Umbau und als Bmpz-l 21-73 bezeichnet schauen sie nun so aus: Klick

    Beim Roco-Modell wurden zwar die äußerlichen Unterschiede (Entfernung eines Plattform- bzw. WC-Fensters) berücksichtigt, aber das Innenleben stellt eindeutig einen 20-75 dar - darüber können auch die schwarzen Sitze und die grauen Wände nicht hinwegtäuschen.

    Die Unterschiede zwischen der Einrichtung eines 20-75 und eines 21-73 sind zu groß, um mit der gezeigten Einrichtung irgendwas anfangen zu können. Also entstanden die neuen Einrichtungen weitgehend im Eigenbau. Bodenplatte, Zwischenwände, WC-Kojen und so weiter wurden aus Polystyrolplatten unterschiedlicher Dicke zurechtgeschnitzt – hier die Wände zwischen Plattform und Fahrgastraum mit den charakteristischen elektrischen Türen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.

    Lediglich die Sitze konnte ich weiterverwenden und selbst die wurden mit Trennscheibe, Messer und Feile bearbeitet. Einerseits ist wegen der neuen Sitzanordnung das alte Befestigungssystem mit Löchern in der Bodenplatte und Rastnasen an den Sitzen obsolet, andererseits werden aus dem selben Grund deutlich mehr Doppelsitze und ein paar Einzelsitze benötigt, dafür weniger Vierersitze. Nachdem die Gesamtzahl an Sitzplätzen bei den Vorbildern gleich blieb, musste ich für die neue Einrichtung immerhin keine anderen Wagen ausschlachten.

    Ich habe mehrere Wagen auf einmal umgebaut – da kam schon eine ganz schöne Menge an Sitzen zusammen…

    Der wahrscheinlich aufwendigste Teil der ganzen Angelegenheit: Die farbliche Gestaltung. Beim Vorbild wurden die Sitze zunächst mit einem blaustichig-grauen Stoff bezogen, später wurde ein freundlicheres kräftiges Blau verwendet. Ich habe beide Varianten mit bis zu 8 Farbaufträgen pro Sitz nachgebildet.

    Anschließend wurden die über 130 Einzelteile zu einer neuen Einrichtung zusammengesetzt. (Oben zum besseren Vergleich noch einmal das Bild der ursprünglichen Einrichtung.)

    (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

    Die charakteristische Mischung aus Reihenbestuhlung und klassischer vis-a-vis-Anordnung im Detail.

    Anschließend wurden die Wagen noch mit Fahrgästen bestückt.

    Irgendjemand hat beim Aussteigen "vergessen", seinen Mist wegzuräumen.

    Wer mit diesen Wagen öfters unterwegs ist, kennt sicherlich die Störanfälligkeit der elektrisch angetriebenen Schiebetüren. Türen mit defektem Antrieb, die im halboffenen Zustand verharren, sind alles andere als außergewöhnlich.

    Damit die neue Inneneinrichtung auch zur Geltung kommt, habe ich den Wagen zu guter Letzt noch eine Beleuchtung spendiert.

    Mit blauen Sitzen:

    Mit grauen Sitzen:

    (die beiden Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern)

    Ich bin mit dem Resultat ganz zufrieden. Endlich ein CityShuttle-Wagen, bei dem man auch durch die Fenster etwas genauer schauen darf

    Vorbildgetreu nachgebildete Züge und Superungen/Umbauten von Modellen: -> Klick

    29039990ai.jpg

    Die Reihe 4010 (1965-2008). Der wahrscheinlich schönste Triebzug der Welt.

    2 Mal editiert, zuletzt von 4010-freak (13. November 2018 um 15:52)

  • 1014_Andi
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    • 8. Oktober 2018 um 18:26
    • #2

    Das sieht ja Klasse aus :thumbup::thumbup::thumbup:

    LG

    Andi

  • TomF
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    • 8. Oktober 2018 um 18:51
    • #3

    Wirkt wirklich gut. Tolle Detailarbeit, gratuliere zu Geduld und Durchhaltevermögen!

    MfG
    TomF

    TWW - Toms Waggonwerkstätte
    Büdln = meine

  • Chris1042
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    • 8. Oktober 2018 um 20:52
    • #4

    Super gemacht :thumbup:

    LG

    Christian :smoke:

  • gysev
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    • 8. Oktober 2018 um 23:09
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Wahnsinnsarbeit - zahlt sich aber aus =O:)

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Konstantin
    Gast
    • 9. Oktober 2018 um 08:22
    • #6

    Topp !!!

    :thumbup::thumbup::thumbup:

  • 4010-freak
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    • 11. Oktober 2018 um 16:38
    • #7

    Danke, freut mich wenns gefällt :)

    Teil 2: Die ehemaligen 1.-Klasse-Wagen Bmpz-l 21-73.8

    Von den insgesamt über 700 Inlandswagen waren 40 als Großraumwagen 1. Klasse ausgeführt (Ampz 19-75). Bereits ein gutes Jahrzehnt nach deren Bau (1982-1983) gab es für sie kein geeignetes Einsatzgebiet mehr: Durch die gestiegenen Kundenansprüche war der Einsatz der nicht klimatisierten Wagen im Fernverkehr nicht mehr erwünscht und im Regionalverkehr führten nur noch die wenigsten Züge die erste Wagenklasse.

    Das CityShuttle-Umbauprogramm kam da wie gerufen. Die diesem Modernisierungsprogramms unterzogenen Wagen wurden innen ohnehin komplett erneuert, also erhielten die Wagen im Zuge dessen einfach eine neue Bestuhlung im Stil eines Wagens 2. Klasse. Die neu als Bmpz-l 21-73.8 bezeichneten Wagen haben nun ebenfalls 80 Plätze (statt zuvor 54), wegen des abweichenden Fensterteilers allerdings in etwas anderer Anordnung als in den "normalen" Bmpz-l 21-73 (der Anteil an Sitzen in Reihenbestuhlung ist höher).

    Auch bei diesen Wagen hat Roco die äußerlichen Unterschiede zwischen Ampz 19-75 und Bmpz-l 21-73.8 berücksichtigt, aber innen einfach die Einrichtung des 1.-Klasse-Wagens schwarz und grau eingefärbt. Hier sieht man die Einrichtung eines solchen Wagens weitgehend im Originalzustand, lediglich ein paar Sitze habe ich, da ich die Einrichtung ohnehin nicht mehr brauche, bereits für andere Zwecke entwendet.

    34014128dq.jpg

    Im Unterschied zu den bereits vorgestellten Wagen konnte ich hier nicht einmal die Sitze weiterverwenden – sie sind nämlich zu breit und außerdem in zu geringer Anzahl vorhanden. Für diese ehemaligen 1.-Klasse-Wagen musste also ein anderer Wagen ausgeschlachtet werden…

    Ansonsten unterscheidet sich die prinzipielle Vorgehensweise nicht von der bei den "normalen" Bmpz-l 21-73. Die Einzelteile wurden mit der neuen Bodenplatte verklebt; eine maßstabsgerechte Skizze war bei der genauen Ausrichtung der Bauteile (vor allem der Sitze) sehr hilfreich.

    34014129zc.jpg

    Auch abseits der Inneneinrichtung habe ich ein paar kleine Verbesserungen an den Wagen durchgeführt. So habe ich bei allen Wagen die Fensterausschnitte schwarz ausgelegt, damit bei den Fensterdichtungen später nicht der rote bzw. graue Wagenkasten durchschimmert.

    34014167nk.jpg

    Und die Stirnseiten der Wagen erhielten ebenfalls ein paar farbliche Akzente, genauso wie die Bremsumsteller unterhalb der Seitenwände.

    34014131ga.jpg

    Aber zurück zur Inneneinrichtung. Wie bereits erwähnt, zeichnen sich die ehemaligen Wagen 1. Klasse durch einen besonders hohen Anteil an Reihenbestuhlung aus. Der Blick auf die fertige Einrichtung zeigt es – oben zum besseren Vergleich nochmals das Bild der alten Einrichtung.

    34014128dq.jpg

    34014132it.jpg

    (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

    Auch dieser Wagen wurde mit Fahrgästen und Details bestückt.

    34014133tp.jpg

    34014134zb.jpg

    Die Störanfälligkeit der automatischen Schiebetüren habe ich im letzten Teil schon angesprochen. Auch diese Türe scheint nicht einwandfrei zu funktionieren – zumindest fuchtelt der Herr schon seit geraumer Zeit erfolglos vor dem Sensor herum, der sich oberhalb des Türgriffes an der Decke befindet.

    34014135mf.jpg

    Zu guter Letzt noch die Beleuchtung und fertig ist auch dieser Wagen 34329187oh.gif

    34277034ro.jpg

    (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

    Fortsetzung folgt!

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    2 Mal editiert, zuletzt von 4010-freak (13. November 2018 um 16:00)

  • 1014_Andi
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    • 11. Oktober 2018 um 16:41
    • #8

    Das hast Du aber sehr gut umgesetzt :thumbup::thumbup:, ich schick die ein paar Wagen;)

    LG

    Andi

  • Konstantin
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    • 11. Oktober 2018 um 16:50
    • #9
    Zitat von 4010-freak

    zumindest fuchtelt der Herr schon seit geraumer Zeit erfolglos vor dem Sensor herum, der sich oberhalb des Türgriffes an der Decke befindet.

    Sehr gut gemacht!

    Diese typische Handbewegung ( Welches Schweinderl hättens denn gerne? ) kenne ich gut!

    :38:

  • gysev
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    • 11. Oktober 2018 um 18:56
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    4010freak du hast Glück: ich habe keine solchen Wagen mehr, sonst würde ich sie dir auch schicken ;)Sehr schön gemacht!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

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  • Am Handy mitlesender
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    • 11. Oktober 2018 um 20:13
    • #11

    Beim Bild von den Stirnseiten ist das Dach des rechten Wagens ziemlich schief…

  • P 8
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    • 11. Oktober 2018 um 21:32
    • #12
    Zitat von Am Handy mitlesender

    Beim Bild von den Stirnseiten ist das Dach des rechten Wagens ziemlich schief…

    Sag mal, bist Du irgendwie chronisch schlecht drauf? Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber ausser respektlos hingeknallte Kritik hab ich von Dir noch nichts anderes gelesen.

    Meines Erachtens ist die von Dir bemängelte "Schiefheit des Daches" wohl eher durch die Photoperspektive bedingt.

    LG

    Chris

  • chat quirit
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    • 11. Oktober 2018 um 22:18
    • #13

    Und wenn man es genau nimmt passt schon das wellige Dach.

    In 1:1 sind sie auch nicht bretteleben.

    Also deine Bemerkung "téléphone mobile" ist mehr als ueberfluessig.

  • gysev
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    • 12. Oktober 2018 um 00:20
    • Offizieller Beitrag
    • #14
    Zitat von lachkater

    Und wenn man es genau nimmt passt schon das wellige Dach.

    In 1:1 sind sie auch nicht bretteleben.

    Also deine Bemerkung "téléphone mobile" ist mehr als ueberfluessig.

    Nicht nur diese Bemerkung!!!!

    Zitat von Tauernbahner

    Sag mal, bist Du irgendwie chronisch schlecht drauf? Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber ausser respektlos hingeknallte Kritik hab ich von Dir noch nichts anderes gelesen.

    Meines Erachtens ist die von Dir bemängelte "Schiefheit des Daches" wohl eher durch die Photoperspektive bedingt.

    LG

    Chris

    Bin voll bei dir!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

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  • 4010-freak
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    • 12. Oktober 2018 um 00:52
    • #15

    Ich bin auch kritischen Bemerkungen gegenüber aufgeschlossen und über Hinweise auf Fehler oder Unstimmigkeiten dankbar. So auch hier – ich habe soeben die fertigen Wagen auf nicht richtig sitzende Dächer überprüft. Im Zuge des Umbaus, wo ich die Wagen ohnehin komplett zerlegen musste, dürfte ich den Fehler aber bereits behoben haben ;)

    Und damit bitte wieder zurück zum Thema!

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  • Öffifan
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    • 18. Oktober 2018 um 06:57
    • #16

    Kannst du ein Vergleichsbild von dem 2173.8 und 2173 Doppelsitz machen bzw die Breite der Beiden nachmessen?

    Ich dachte, dass die Doppelsitzbreite bei allen Langen Schlieren immer gleich breit ist.

    Bahnbilder gibts auf Instagram. Auch ohne Account ansehbar.
    https://www.instagram.com/trains_in_at/

  • 4010-freak
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    • 18. Oktober 2018 um 16:11
    • #17

    Die Sitze in den 21-73 und in den 21-73.8 sind die gleichen – zumindest beim Vorbild, seit dem Umbau auch bei meinem Modell.

    In den Wagen 1. Klasse (und somit auch in den 21-73.8 so wie er von Roco hergestellt wurde) sind sie etwas breiter als in den Wagen 2. Klasse. Ich habe auf die Schnelle zur Verdeutlichung beide Arten von Sitzen gegenübergestellt:

    Sitze.jpg

    In der Mitte die Sitze eines A, flankiert von B-Sitzen.

    Die Breite:

    1. Klasse: 13,9 mm

    2. Klasse: 11,4 mm

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  • 4010-freak
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    • 29. Oktober 2018 um 18:11
    • #18

    Teil 3: Die gemischtklassigen ABmpz-l 39-73

    Zehn der insgesamt über 700 Inlandsreisezugwagen waren als gemischtklassigen Wagen ausgeführt (ABmpz 39-75). Für sie gab es, so wie bei den reinen 1.-Klasse-Wagen, gut zehn Jahre nach dem Bau kein geeignetes Einsatzgebiet mehr. Nachdem eine Zeit lang in Erwägung gezogen wurde, diese Wagen zu Steuerwagen umzubauen, wurde 2002 begonnen, sie analog zu den 1.-Klasse-Wagen ebenfalls zu Zwischenwagen 2. Klasse umzubauen. Zwei Wagen wurden auch tatsächlich umgebaut und als Bmpz-l 21-73.9 bezeichnet.

    Doch dann forderte das Land Salzburg für die neu eingeführten Salzach-Sprinter-Züge (Eilzüge, die den stark reduzierten Fernverkehr auf der Giselabahn ersetzten) Wagen mit Plätzen erster Klasse. Dafür wurden die restlichen acht Wagen herangezogen, die ebenfalls modernisiert und sowohl außen als auch innen im CityShuttle-Design neu gestaltet wurden, dabei aber gemischtklassige Wagen blieben. Die neu als ABmpz-l 39-73 bezeichneten Wagen behielten dabei ihre grundsätzliche Raumaufteilung und die Sitzanordnung in klassischer vis-a-vis-Bestuhlung. Wie diese Wagen beim Vorbild ausschauen, sieht man hier: Klick

    Von Roco gab es 2004 unter der Artikelnummer 45155 ein Modell eines solchen Wagens. Leider kann ich kein Bild der Inneneinrichtung ab Werk anbieten – daher hier die Einrichtung eines ABmpz-Wagens vor dem CityShuttle-Umbau. Konstruktive Unterschiede sind im Modell ohnehin keine vorhanden, die einzigen Unterschiede bestehen in der Farbwahl – die Wände wurden hellgrau und die Sitze unabhängig von der Wagenklasse schwarz eingefärbt.

    Nachdem bei den Vorbildern die neuen Einrichtungsteile ähnlich angeordnet wurden wie die alten, ist der ABmpz-l 39-73 der einzige CityShuttle-Wagen, bei dem ich wesentliche Teile der Roco-Inneneinrichtung weiterverwenden konnte. Dennoch gibt es bei den Vorbildern bauliche Unterschiede zwischen den Einrichtungen vor und nach dem Umbau: So fällt auf den ersten Blick die hohe Anzahl an Trennwänden auf – als die Wagen Anfang der 80er-Jahre gebaut wurden, sah man selbstverständlich noch in beiden Wagenklassen Platz für die Raucher vor. Knapp 20 Jahre später traute man sich bereits, die Wagen als reine Nichtraucherwagen auszuführen, also müssten im Modell zumindest zwei der fünf Trennwände entfernt werden. Um einen einheitlichen Standard bei allen Wendezugwagen zu erreichen, habe ich allerdings sämtliche Trennwände entfernt und durch Eigenbauten ersetzt. Die Wände, die von der ersten Klasse aus sichtbar sind, unterscheiden sich vorbildgerecht in der farblichen Gestaltung von den Standard-Wänden.

    Weiters habe ich auch die Sitzanordnung dem Vorbild entsprechend geringfügig angepasst, indem ich neben den Trennwänden Einzelsitze platziert habe.

    Die Gesamtansicht – zur direkten Gegenüberstellung wieder die ursprüngliche Einrichtung (bzw. eine baugleiche) darüber.

    (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

    Selbstverständlich wurde auch dieser Wagen bevölkert.

    "Wos? Mia san scho do?!?"

    In der ersten Klasse liest man Zeitung…

    …oder führt geschäftliche Besprechungen durch.

    Ein Bild des fertig zusammengebauten beleuchteten Wagens:

    (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

    Damit kann ich meinen Wendezug auch mit der ersten Klasse ergänzen. Für einen SalzachSprinter reicht das noch nicht ganz, da bräuchte ich noch die nur schwer aufzutreibenden Wagen mit Linie-Salzburg-Bedruckung. Aber die ABmpz-l wurden nicht nur im Land Salzburg eingesetzt, sondern in weiterer Folge auch in der Steiermark, wo sie zwischen Bruck an der Mur und Graz als Anschlussverbindung zu den ICs nach Villach den damaligen Zweistundentakt zwischen Wien und Graz zu einem Quasi-Stundentakt verdichteten. Als der Mangel an Fernverkehrswagen kurz vor der Lieferung der ersten Railjets einen Höhepunkt erreichte, kamen Wendezüge mit einem ABmpz-l sogar zu planmäßig zu Fernverkehrs-Ehren – die Fahrgäste waren nur mäßig begeistert über diese "InterCityShuttle"-Züge…

    Ergänzend noch das weitere Schicksal dieser Wagen: Mangels Bedarf wurden sie 2009 ohne Änderung der Innenausstattung deklassiert und schließlich 2012 zu Fahrradtransportwagen umgebaut. Dazu wurde der ehemalige 1.-Klasse-Bereich ausgeräumt, außerdem erhielten die Wagen außen auf der grauen Wagenhälfte eine auffällige Folierung mit Radfahrer-Motiven und der Aufschrift "RegioBiking".

    Fortsetzung folgt!

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    Die Reihe 4010 (1965-2008). Der wahrscheinlich schönste Triebzug der Welt.

    Einmal editiert, zuletzt von 4010-freak (13. November 2018 um 16:06)

  • Werkstattkaiser
    Gast
    • 29. Oktober 2018 um 18:19
    • #19

    Der Regio Bicking dürfte auch ein AB sein.

  • 4010-freak
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    • 29. Oktober 2018 um 20:33
    • #20
    Zitat von Werkstattkaiser

    Der Regio Bicking dürfte auch ein AB sein.

    Steht ja eh im letzten Absatz ;)

    Vorbildgetreu nachgebildete Züge und Superungen/Umbauten von Modellen: -> Klick

    29039990ai.jpg

    Die Reihe 4010 (1965-2008). Der wahrscheinlich schönste Triebzug der Welt.

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