• Als Newcomer macht man sich natürlich so seine Gedanken über die Sinnhaftigkeit lokbaulicher Varianten.


    Hat der Giesl Ejektor den Sinn, die Sicht des Lokführes zu verbessern, indem er den Rauch schmal in Fahrtrichtung ausbläst und so weniger als beim Rundschlot seitlich vor die Fenster des Führerstandes sinken kann?


    LG

    Chris

    LG Chris


    don`t pflatsch me please :22:


    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

  • Sehr informativ diesbezüglich ist auch die Beschreibung durch Adolph Giesl-Gieslingen in seinem Buch "Die Ära nach Gölsdorf" und die Beschreibung in "Die Anatomie der Dampflokomotive".


    Vor allem die Beschreibung des Gegendrucks auf das Blasrohr und der dadurch entstehenden "Blasrohrgrenze", die die Leistung bzw. den Wirkungsgrad von hochbelasteten Kesseln (wie in Österreich im Gegensatz zu (West-) Deutschland üblich ist für Techniker faszinierend, weil das Probleme aus der Vergangenheit sind, die so heute nicht mehr auftauchen.

  • Zusatz:


    Durch den Einbau des Giesl-Ejektors konnte gerade die Leistung der "blasrohrproblematischen" 33er so gesteigert werden, dass sie (in Verbindung mit der Siederohrdrosselung) in der Letztausführung über 2200 PSi kam. Die 33.107 war auch 1951 die erste Maschine mit dem neuen Ejektor.


    Giesl schreibt hier regelrecht von der "Befreiung" vom zu engen Blasrohr. Für die 12er dürfte es zu spät gewesen sein. Außerdem hatten die Hauptserien eine Zwischendüse, wodurch der Effekt geringer als normal ausgefallen wäre.

  • Eignen sich Giesl H0 Lokomotiven für einen Rauchgenerator? Könnte mir vorstellen dass das eher schlecht funktioniert.


    LG Chris

    LG Chris


    don`t pflatsch me please :22:


    Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

  • Für die 12er dürfte es zu spät gewesen sein. Außerdem hatten die Hauptserien eine Zwischendüse, wodurch der Effekt geringer als normal ausgefallen wäre.

    Das Blasrohr war auch der Hauptgrund für die Überlegenheit der 214er gegenüber der 114.01.

    Durch den Mittelzylinder der 114 konnte aus Platzgründen das Blasrohr nicht entsprechend effizient ausgeführt werden.

    Giesl war ja an der Konstruktion der 214 er schon beteiligt und hat hier offenbar schon in die richtige Richtung gearbeitet. Wenn auch der Durchbruch blasrohrtechnisch erst später erfolgt ist.


    LG


    Martin.

  • Eignen sich Giesl H0 Lokomotiven für einen Rauchgenerator? Könnte mir vorstellen dass das eher schlecht funktioniert.


    LG Chris

    Habe ich in der Roco 52.7070 schon seit zwei Jahren verbaut. Funzt prächtig!

  • Habe ich in der Roco 52.7070 schon seit zwei Jahren verbaut. Funzt prächtig!



    Ich würde das hier gerne hervorholen, wenn ich darf:


    Kannst du da eventuell einen Umbaubericht angeben? Ich würde gerne meine Giesl-77er und 93er mit einem Rauchgenerator ausstatten, bin davor aber bisher zurückgeschreckt.

    Liebe Grüße

    Florian

  • Ich würde das hier gerne hervorholen, wenn ich darf:


    Kannst du da eventuell einen Umbaubericht angeben? Ich würde gerne meine Giesl-77er und 93er mit einem Rauchgenerator ausstatten, bin davor aber bisher zurückgeschreckt.

    Umbauen brauchst ja nix. Reinstecken, fertig!


    Bei 93er und 77er brauchst gar nicht anfangen, die schmelzen weg.

  • Umbauen brauchst ja nix. Reinstecken, fertig!


    Bei 93er und 77er brauchst gar nicht anfangen, die schmelzen weg.


    Ja bei der Liliput 52 konnte ichs einfach einstecken, bei der Liliput 93 mit Giesl habe ich keine solche Vorrichtung gefunden und da müsste man wohl den Giesl Schornstein aufbohren, und davor schrecke ich noch ein wenig zurück.


    Ok, dann kann ich die KMB 77er mit Dampf also ausschließen ;)

    Liebe Grüße

    Florian

  • da müsste man wohl den Giesl Schornstein aufbohren

    Problem dabei ist dass die Wandstärke zu klein ist, daher meine Empfehlung es nicht zu tun. Ich kannte wen der wollte Dampf in allen Loks und hat die Giels aufgebohrt. Die Schmelzschäden an den Ejektoren waren fatal.

  • Hallo Freunde,


    wie könnte man denn einen Rauchgenerator konstruieren ohne dass er die Giesl anschmilzt?


    Vielleicht auch noch synchron mit den Auspuffschlägen gepulst?


    Dann sollte er auch noch in eine 93er reinpassen...


    Die Seuthe sind ja Technologie aus dem vorigen Jahrtausend...;)


    Das ist meiner Meinung nach noch eine der ungelösten Herausforderungen im Modellbau.

    Ich denke schon lange darüber nach .... habe aber auch noch keine Lösung....


    Liebe Grüße

    Peter

    ÖPBB

    Österreichische Peter & Basti Bahn


    - Digitale H0 Epoche 6 Anlagenbaustelle nach Wiener Vorbildern

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    - Fahr-Decoder: ZIMO ist mein Favorit

    - Fuhrpark: die üblichen Hersteller Österreichischer Modelle

  • Bei der synchronen Variante wird der Dampf in einem Reservoir erzeugt und hinausgeblasen. Damit wäre dann der Schlot auch nicht mehr thermisch belastet?


    Hallo Michael,


    genau um so eine Lösung kreisen meine Gedanken.


    Gibt es dazu schon Erfahrungswerte oder einschlägige Konstruktionen?


    Liebe Grüße

    Peter

    ÖPBB

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  • Hallo Robert,


    Ein Fahrdynamisch gesteuerter und radsynchron getakteter Rauchentwickler zur Nachrüstung bei digitalen Eisenbahnmodellen der Spur 0, 1 und 2


    derartige Rauchentwickler habe ich auch schon entdeckt, aber leider noch nicht für H0... die 25 mm Durchmesser werden wohl knapp.


    Liebe Grüße

    Peter

    ÖPBB

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