Lok ruckt und 'rupft' nach Digitalisierung in eine Fahrtrichtung

  • Guten Abend!


    Ich habe gerade eine alte Roco Diesellok digitalisiert. Es handelt sich dabei um eine sogenannte 'ÖBB 2084' von Roco (gestohlenes Beispielbild von 'Modellbahnankauf'/Ebay im Anhang).
    Die Lok hat kein Vorbild in 1:1, ist eine von Roco auf ÖBB umgehirselte SNCF Y8000, die's mal in einem Starpaket (mein Einstieg in die Modelleisenbahnwelt Anfang/Mitte der 90er) gab.


    Auf jeden Fall hab ich sie jetzt also mittels eines Zimo MX616-Decoders digitalisiert. Sie fährt in eine Richtung seidig weich und ohne Probleme, in die andere jedoch ruckelt und rupft sie gewaltig. Woran kann's liegen? Kann man das per CV-Einstellungen abstellen?


    Bei Zimo Decodern gibt's ja öfter das Problem, dass die Loks in den unteren Fahrstufen "zittern", was man per Einstellung der CVs 9 und 56 weitgehend bis vollständig abstellen kann (habe ich schon öfters erfolgreich gemacht). Hier aber bringt's nichts, ist aber, wie gesagt auch kein Zittern, sondern ein richtig heftiges, stoßartiges Ruckeln und Rupfen. Und eben auch nur in eine Fahrtrichtung.


    Ein ganz banales Kontaktproblem (erkennen kann ich diesbezüglich nichts), wird's ja doch nicht sein?

    Dateien

    • 1.jpg

      (248,28 kB, 334 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Hmmmh,


    nachdem Du auch mit den Motoranpassungs-CVs vertraut bist :)


    Könnte das Ruckeln daher kommen, dass die Stromabnahme/Radschleifer durch deren Lage in die eine Richtung nicht richtig funkt? Ist ja bei einem 2achser Modell die Stromabnahme immer kritisch. Hast schon einen anderen Decoder probiert?


    Klaus

  • Drehst hald einmal die Motoranschlüsse um.
    Wandert der Fehler mit für die andere Fahrtrichtung, ist der Decoder verstellt oder defekt.
    Ansonst ein Lokproblem.
    DucTom

    Moch ma scho!
    biker.gif
    H0 2-Leiter in Bau; OpenDCC - Z1 Zentrale + Heller HV4L 10A Booster (Fahren), Tams MasterControl + EditsPro 10A Booster (Schalten), HSI-88(Melden),
    Digital-Bahn Drehscheibensteuerung


    Saftware: http://www.Railware.de

  • Klaus, Tom, danke euch beiden! Habe jetzt die Motoranschlüsse umgedreht - die Lok ruckelt in die selbe Richtung. Am Decoder liegts also nicht. Liegt wohl an der Lok. Analog fuhr sie einwandfrei. Habe schon sämtliche Kontaktfahnen und Räder gereinigt, geschmiergelt - bringt nichts. Getriebe ist sauber, Zahnräder und Schnecken in Ordnung...


    Mehr kann man ja wohl nicht tun, oder? ?(

  • Servus Chris,


    auch :confused: !


    Wenn der Motoranschluss getauscht wird, ist die ursprüngliche Fahrtrichtung 1 (also Aggregathaube voraus) jetzt genau umgekehrt (also Führerhaus voran). Trotzdem ruckelt es in die ursprüngliche Fahrtrichtung (also beispielsweise 1 - Aggregathaube voran)?
    Wenn es der Decoder ist, müsste sich der Fehler doch mit dem Fahtrichtungstausch ändern, oder?


    Was passiert, wenn die Gleisanschlüsse getauscht werden (also schwarz "rechts") ? Dürfte sich doch auch nichts ändern, oder?


    Anderen Decoder getestet? Wie lange ist die Lok in die Ruckelrichtung "eingefahren", wenn sie überhaupt fährt?


    Tom, was meinst Du noch?


    Klaus,


    der mehr Rudi Ratlos in diesem Fall heißt ;)

  • Motor ausbauen und nur das Unterteil mit Getriebe und Räder in beide Richtungen schieben. Ich vermute ein zwicken eines Zahnrades oder Schnecke in eine Richtung.

  • Majestät,


    wenn's Züglein analog aber - wie der Berichtersteller schreibt - einwandfrei seine Bahnen in beide Richtungen zieht, nur mit dem neumodischen Decoderzeugs bockts Züglein - was brächte der kaiserliche Vorschlag?


    Klaus

  • Immer eins nach dem anderen:


    Sind alle Drosseln draußen?

  • Das Rätsel ist gelöst! Die Lok hat auf einer Seite eine Pendelachse. Nun war eine Kontaktfahne mit zu wenig Druck gegen ein Rad eben jener Pendelachse gebogen, so dass, wenn die Achse in eine Richtung 'auspendelte', zwischen Fahne und Rad kein Kontakt mehr bestand. War also tatsächlich nur ein banales Kontaktproblem. Hab das nun nachgebogen, jetzt passts eigentlich. Es ist nur mehr ein minimales Ruckeln wahrnehmbar. Damit kann ich leben. Vielleicht verschwindet das, wenn sich die ganze Sache noch ein bisserl 'einschleift'.


    Habe übrigens auch eine Roco ÖBB 1045 mit einem MX623 digitalisiert. So weit so gut. Habe eine Testfahrt gemacht, alles lief einwandfrei. Danach habe ich die Decoderkabel weiß und gelb (Licht vorne/hinten) noch mal abgelötet, um im Gehäuse für finale "Kabelordnung" zu sorgen. Ja, und wie es Murphy's Gesetzt so will, habe ich dann, wie ich später erkennen musste, die Kabel gelb und weiß verkehrt angelötet, habe die Lok so auf's Gleis gestellt - und - nix hat sich mehr gerührt. Auch nach dem Umlöten an die jeweils korrekten Lötpunkte tat sich nichts mehr.


    Frage: Hab ich den Decoder abgefackelt?


    Im Anhang ein Beispielbild (von H.P. Kern's homepage).

    Dateien

    • 16.jpg

      (74,16 kB, 35 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Servus Chris!


    Fein, dass Du das Problem gelöst hast (siehe auch mein Posting #4 ;) )


    Bei der 1045: Decoder auf dem Programmiergleis auslesbar? Meine Regel: Nach jedem Löten in Sachen Decoder erst aufs Programmiergleis!


    KLaus

  • Also wenn du gelb und weiß vertauscht hast, sollten nur die Lamperln verkehrt rum leuchten, aber dem Decoder kann das nicht schaden. Vermutlich aber hast du irgendwo einen "Kurzen" gezaubert...

  • So, auch das Problem ist gelöst. Auslesbar war der Decoder nicht -> wollt' jetzt alles neu löten probieren und hab beim Entfernen der ersten Isolierung gesehen, dass eine Lötstelle (Strohmabnehmer rechts) nicht gehalten hat. Jetzt geht wieder alles. Danke für eure Antworten! :thumbup:



    Weil wir grad dabei sind, eine Frage hätt ich noch. Und zwar hab ich bei zwei Loks (Roco 1014, Roco 1010) das Problem, dass die Lichter genau falsch herum leuchten. Der Lichtwechsel ist also umgedreht. Beide Loks haben Flexplatinen zu den Lichtern und sind mit AMW-Platinen (+Zimo MX623P12)Decodern ausgestattet.


    In der Anleitung zu den Platinen steht, dass dies manchmal der Fall sein kann und man die Lichtausgänge leicht per Functionmapping umdrehen kann. Weiß jemand von euch, welche CV-Werte ich da wie ändern muss?


    Interessant vielleicht auch noch, dass es bei der 1010 nur auf einer Lokseite hapert. Auf einer Lokseite funktioniert der Lichtwechsel korrekt, auf der anderen Lokseite ist er verdreht. Was die Sache zu lösen vermutlich nicht leichter macht...

  • Servus Chris,


    "hinpickt" statt ordnungsgemäß gelötet ;) !


    Bei den "Lichtspielen" würde ich erst mal ein Decoder Reset auf die Werkseinstellungen machen: Am Programmiergleis CV8=8


    Dann schaust Du mal, ob nur die Lichtfunktion eingeschaltet ist: Wenn dann bei beiden Loks die falschen Seiten weiß und rot leuchten musst Du nur die Fahrtrichtung vertauschen CV29 bit 1 (ich hoffe, der Lichtwechsel "geht" nicht mit der Fahrtrichtungsänderung mit)


    Das "Problem" der 1010 schaut nach zusätzlich aktivierten Funktionen bei dem PluX12 Decoder aus (Licht"spiele" über mehrere Funktionstasten möglich - nur weiß, beidseitig weiß=Rangierlicht, weiß vorne - rot hinten und so).


    Daher nur die Lichtfunktion (F 0) schalten und dann schauen.


    Ansonsten Arbold Hübsch kontaktieren.




    Klaus

  • Ja, Klaus, meine Lötskills sind wohl nicht die besten... :D ;)


    Decoder Reset habe ich schon gemacht, das hat nichts geändert. Mit CV29+1 ändert sich auch nichts.


    Es ist mit und ohne eingestellte Lichtfunktionen (Rangierlicht) so. Immer wenn weiß leuchten soll, leuchtet rot und umgekehrt. Und bei der 1010 ist's eben kurioser Weise nur auf einer Seite so. Als ob auf der Platine die Leitungen falsch "verlegt" worden wären.


    Arnold Hübsch habe ich diesbezüglich schon einmal kontaktiert. Er hat mir dann geantwortet, ich solle per Functionmapping die Ausgänge umbelegen. Daran bin ich dann gescheitert, was ich ihm auch mitteilte, aber da kam dann leider nichts mehr zurück...


    Ich werde mich tiiiiiefgreifend mit diesem Functionmapping auseinandersetzen müssen...

  • Mach dir nichts draus mit den Mapping kenn ich mich trotz x-maligen lesen diverser Beiträge noch immer nicht aus,für mich wärs besser das es mir wer zeigt wies geht und dann klappts sicher auch.


    LG

    LG

    Christian :smoke:

  • wenn man's digital nicht schafft, gibt's auch eine analoge Lösung: Gelb und weiß vertauschen und schon passt's. Wie meinst du das, dass bei der 1010 der Lichtwechsel auf einer Seite passt aber auf der anderen nicht. Bei Lichtwechsel sind doch immer beide Seiten gleichermaßen beteiligt, das heißt er funktioniert oder er funktioniert eben nicht. - Oder soll das heißen, dass das Licht immer nur in einer Richtung brennt, egal wohin die Lok fährt?