4010-freak's Züge (und Modellverbesserungen)

  • Der Liegewagen ist von LS Models. Die Inneneinrichtung ist bereits ab Werk wirklich schön gestaltet – Tische und Leitern gibts schon ;)


    Mit Vorhängen habe ich mich schon gespielt (siehe Antwort #61 auf Seite 4), Rollos sind sicher mit der gleichen Methode machbar. Was sonst noch reinkommt, werde ich sehen, wenn ich irgendwann einmal auch einen Nachtzug bearbeite – aber jetzt sind zunächst einmal ein paar Tagzüge an der Reihe.

  • Die letzten Tage habe ich mich unter anderem mit einem druckertüchtigten Halbgepäckwagen von Railtop beschäftigt. Die Railtop-Wagen haben von Haus aus eine sehr aufwendige und aus vielen Einzelteilen bestehende sehr detaillierte Inneneinrichtung. Besonders gut gefällt mir die Nachbildung der mit Motiven der modernen Kunst verzierten Wände in den Großraumwagen.


    Im Gegensatz zu den mehrfärbig bedruckten Wände und Türen sind die Sitze und der Fußboden einfärbig und in einer unpassenden Farbe gehalten. Hier war also Nacharbeiten angesagt. Die Sitze sind zwar einzeln eingesetzte Teile, aber leider sind sie mit reichlich Klebstoff am Boden befestigt. Das Zerlegen der Inneneinrichtung, das das Bemalen wesentlich vereinfacht hätte, war also nicht möglich.


    Anschließend wurde der Fahrgastraum mit ein paar Figuren belebt.


    Das Gepäckabteil wurde mit Fracht bestückt.


    Das größte Ärgernis war aber der Kunststoff des Gehäuses, der überhaupt nicht lichtdicht ist. Ohne Nachbehandlung leuchtet nach dem Einbau der Innenbeleuchtung der ganze Wagen wie ein Lampion… Die bewährte Alufolien-Methode konnte ich auch nicht anwenden da die Fenster mit dem Gehäuse sehr gut verklebt sind und sich nicht zerstörungsfrei entfernen lassen. Das Bemalen der gesamten Wageninnenseite mit schwarzer Acrylfarbe ohne dabei ein Fenster anzupatzen war eine sehr zeitaufwändige und nervenraubende Angelegenheit. Nach dem schwarzen Farbauftrag bemalte ich die Flächen zwischen den Fenstern weinrot um die Vorhänge zu imitieren, die Flächen unter den Fenstern wurden zur Darstellung der hellen Kunststoffverkleidungen noch hellgrau bemalt.


    Fertig zusammengebaut präsentiert sich der Wagen dann so:


    PS:

    Was kommt noch ? Funktionierende WC Spülung mit Sound ?


    Das konnte ich leider nicht realisieren. Den Platz im Klo brauche ich für die Elektronik und den Pufferkondensator :D

  • Hallo,


    da wir ja beide Analogbahner sind und mit den guten alten Kleinbahntrafos auskommen düfen würde mich deine AUTOMATIK Schaltung interessieren!


    Gehe ich Recht in der Annahme dass du die ROCO-Relais zum ein und ausschalten des Fahrstroms und zur Weichensteuerung auf das nächste Gleis einsetzt? Bzw. Blocksteuerung ?


    Wie hast du das mit den Kontaktgleisen gelöst, so wie bei Kleinbahnkontaktgleisen mit einem kleinen stromlosen Stück oder RED Kontakte --> dann natürlich Magnete and den Loks oder Steuerwagen!


    DAnke jetzt schon für deine Antwort!


    LG


    Gottfried

  • [quote='4010-freak','index.php?page=Thread&postID=278349#post278349']Frohes neues Jahr an alle Leser :)


    Angeblich sind ja Spantenwagen in diesem Forum sehr beliebt. Vielleicht findet das Video mit einem aus der 2045.11 und derartigen Wagen bestehenden Personenzug im Zustand der frühen 70er-Jahre gefallen ;)


    Ichichichichmirmirmirmirmir :bier: :thumbsup: :he:


  • da wir ja beide Analogbahner sind und mit den guten alten Kleinbahntrafos auskommen düfen würde mich deine AUTOMATIK Schaltung interessieren!
    Gehe ich Recht in der Annahme dass du die ROCO-Relais zum ein und ausschalten des Fahrstroms und zur Weichensteuerung auf das nächste Gleis einsetzt? Bzw. Blocksteuerung ?


    Servus!


    Die Automatikschaltung gliedert sich im Prinzip in drei Teile.


    Der erste (und älteste) Teil steuert einen Ausweichbahnhof, der sich etwa in der Mitte der Strecke befindet. Der Fahrstrom wird, wie du richtig vermutest, durch ein Relais zu- oder abgeschaltet (ein Relais pro Fahrtrichtung). Der Zug, der früher eintrifft, schaltet mit einem Kontaktgleis sich selbst den Fahrstrom ab und das andere Gleis ein. Der Gegenzug schaltet das Gleis, auf dem der zuvor eingetroffene Zug wartet, wieder ein. Durch eine Zeitschaltung werden die Schaltgleise für die nächste Kreuzung wieder "scharf" gestellt.
    Dieser Bahnhof ist dreigleisig, in einer der beiden Fahrtrichtungen stehen also zwei Gleise zur Verfügung. Über Kippschalter kann ich auswählen, dass entweder nur eines der beiden Gleise aktiv sein soll (auf dem anderen kann dann ein Zug abgestellt werden – das erlaubt z.B. Überholungen) oder die beiden Gleise abwechselnd verwendet werden. Da gibt es noch ein zusätzliches Relais, das den Fahrstrom entweder auf Gleis 1 oder auf Gleis 2 gibt und die Weiche schaltet.



    Der zweite Teil steuert vier Gleise des Abstellbahnhofs. Es ist im Prinzip eine einfache Ablaufsteuerung, die die Gleise nacheinander aus- und einschaltet. Für diese Ablaufsteuerung habe ich keinen "echten" Schaltplan gezeichnet, sondern nur ein Zustandsdiagramm erstellt. Zur Erklärung: Angenommen, das Gleis 5 ist leer und eingeschaltet. Wenn ein Zug das Kontaktgleis in der Kehrschleife betätigt, wird der nächste Zug auf Gleis 6 losgeschickt. Betätigt der von der Kehrschleife kommende einfahrende Zug den Kontakt auf Gleis 5, wird dieses Gleis abgeschaltet und die Weichenstraße wird auf Gleis 6 eingestellt. Für jedes dieser vier Gleise gibt es ein Roco-Relais, das den Fahrstrom ein- oder ausschaltet. Die Weichensteuerung und das Ein- und Ausschalten der Relais erfolgt allein durch die Kontaktgleise und die danach folgende Verdrahtung der Arbeitskontakte dieser vier Relais.



    Der dritte Teil steuert weitere vier Gleise des Abstellbahnhofs. Aus Kostengründen habe ich dafür keine Roco-Relais, sondern kleine Print-Relais verwendet. Die kosten pro Stück ca. 10 Cent… Nachdem diese vier Gleise in der anderen Richtung befahren werden, gibt es kleine funktionale Unterschiede zum zweiten Teil – das Losschicken des nächsten Zuges und das Abschalten des Gleises, auf dem der Zug gerade angekommen ist, erfolgt am gleichen Ort. Und im Gegensatz zum 2. Teil kann ich im 3. Teil einzelne Gleise mit Kippschaltern aus der Automatik herausnehmen.




    Alle Teilschaltungen können einzeln deaktiviert werden. Ich kann also die Anzahl der im Automatikbetrieb fahrenden Züge zwischen 1 und 9 variieren.



    Wie hast du das mit den Kontaktgleisen gelöst, so wie bei Kleinbahnkontaktgleisen mit einem kleinen stromlosen Stück oder RED Kontakte --> dann natürlich Magnete and den Loks oder Steuerwagen!


    Früher habe ich die Schaltgleise von Roco verwendet. Die sind aber seit einigen Jahren nicht mehr erhältlich, außerdem sind sie verschleißanfällig. Im erst vor ca. fünf Jahren gebauten Abstellbahnhof habe ich daher Kontaktgleise Marke Eigenbau verwendet.



    Mit Reed-Kontakten habe ich auch einmal experimentiert – mir war aber der Aufwand zu groß, jede Lok und jeden Steuerwagen mit einem Magneten auszurüsten. Zumal es bei vielen Fahrzeugen gar keinen geeigneten Platz gibt, wo man den Magnet einfach befestigen könnte…

  • Hallo!


    Danke für die mehr als tolle Antwort!


    Da liegen ja unsere Steuerungen gar nicht so weit auseinander!


    Bei mir gibt es halt keinen Automatikbetrieb......wäre aber mit einem Relais pro Gleis, dzt. brauche ich nur die Weichenatriebe mit einem Umsaltkontak möglich!


    LG


    Gottfried

  • Einer der moderneren Züge in meiner Sammlung ist der EN 466 "Wiener Walzer" von Wien nach Zürich um Zustand von 2010. Eine sehr schöne "klassische" Nachtzug-Komposition aus dem Zeitalter vor der Einführung des Nightjet-Designs. Die Kurswagen Budapest – Zürich machen das Erscheinungsbild des Zuges noch abwechslungsreicher.



    https://youtu.be/iMKJRGyBqEQ


    Die zugehörige Zugbildungsliste:


    Viel Spaß beim Betrachten! Über Anregungen und Kommentare würde ich mich freuen

  • Servus,


    den Film kann ich mir erst daheim anschauen, allerdings fehlt die Liste!!!!!
    LG die GySEv

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  • Hm... Also bei mir wird sie angezeigt.


    Düfte mit dem Server am Arbeitsplatz zusammenhängen, hier sehe ich sie auch. Danke fürs Einstellen, ist zwar nicht mehr meine Epoche aber trotzdem sehr interessant.

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  • Von den Triebwagen der Reihe 4030 wurden ab 1956 insgesamt 72 Garnituren in drei verschiedenen Serien gebaut. Die 22 primär für den Regionalverkehr vorgesehenen 4030.0, später als 4030.3 bezeichnet, wurden dabei vierteilig (mit zwei Zwischenwagen) abgeliefert. In späteren Jahren wurden sie jedoch meist nur noch dreiteilig eingesetzt. Nachdem die Garnituren intern mit klassischen Schraubenkupplungen verbunden waren, konnten die überzähligen Zwischenwagen wie normale Reisezugwagen eingesetzt werden.
    Insbesondere auf der Nordbahn und auf der Flughafenbahn waren in den 90er-Jahren solche aus 7030 gebildeten Züge typisch.


    Das folgende Bild zeigt den R 2316 Wien Nord – Bernhardsthal mit der 1046 018 am 26.2.93 im Ausgangsbahnhof:



    Quelle: schienenweg.at, User 1670.24 (Bilder sind im Originalthread leider nicht mehr sichtbar)


    Diesen Zug gibt es auch auf meiner Parkettbodenbahn:



    https://youtu.be/oWx7PvD0ItE




    1046 024-4 (Klein Modellbahn 0322)



    B4hTL 7030 341-7 (Liliput/Dolischo 328802)



    B4hTL 7030 329-4 (Liliput/Dolischo 328801)



    B4hTL 7030 341-7 (Liliput/Dolischo 328802)



    B4hTL 7030 341-7 (Liliput/Dolischo 328802)


    Ich hoffe, dass es gefällt! Über Anregungen und Kommentare würde ich mich freuen

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  • Auch deine sonstigen Zugzusammenstellungen sind interessant. Wenn du so manchmal ein bisschen was einstellen könntest.... :24:

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  • Eine außergewöhnliche Erscheinung auf Österreichs Schienen war der Wagen 50 81 20-75 527-9. Dieser erst wenige Jahre vorher in Betrieb genommene Wagen wurde im April 1990 versuchshalber in den Farbtönen blaulila und grauweiß lackiert. Die Idee dahinter war wohl, den Inlandsreisezugwagen eine Farbgebung zu verpassen, die zwischen dem Rot bzw. Blutorange des Fernverkehrs und dem Blau des Nahverkehrs liegen sollte. Nachdem diese Farbgebung dem Generaldirektor der ÖBB nicht gefiel, wurde der Wagen Ende Juni auf verkehrspurpur und grauweiß umlackiert. Der Wagen blieb dennoch ein Einzelstück, die anderen Wagen dieser Bauart erhielten bei Neulackierungen auch weiterhin die gewohnten Farben verkehrsrot und elfenbein (bis anlässlich des Umbaus zu Wendezugwagen das Farbschema gewechselt wurde).


    Der Wagen war seit seiner Umlackierung in Wien West beheimatet und wurde von dort aus im Regional- und Fernverkehr eingesetzt. Ein Bild dieses Wagens am 1.2.1991 in Bischofshofen:

    (Quelle: railroadpictures.de, mit freundlicher Genehmigung des Autors Peter Wittmann)


    Im Oktober 1990 wurden schließlich auch die sonst üblichen rotbraunen Sitzbezüge gegen solche getauscht:

    (Quelle: DSO-User WN in diesem Thread: [url=https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?031,8367978,8377984]Klick[/url])


    Der Wagen war übrigens beim schweren Eisenbahnunglück in Melk am 13.2.93 beteiligt, wurde aber nur geringfügig beschädigt. Er behielt seine Farbgebung bis zum Umbau in einen Wendezugwagen im Jahr 1997.


    Von Roco wurde unter der Artikelnummer 44850.2 ein Modell dieses Wagens produziert. Die andere Sitzfarbe wurde berücksichtigt, allerdings hatte man wohl Probleme mit dem lila gefärbten Kunststoffgranulat – die Sitze weisen allesamt Gussfehler im Bereich der Kopfstützen auf.


    Diese Löcher habe ich mit Spachtelmasse verschlossen. Die Tonnen und Löcher im Boden wurden entfernt und mit einer mehrfärbigen Bemalung habe ich versucht, die Inneneinrichtung näher ans Original zu bringen. Als Novum habe ich auch die zwischen zwei Sitzen befindlichen Armlehnen nachgebildet.


    Ein paar Figuren und Details zur Belebung des Innenraums wurden auch eingesetzt.


    Weiters habe ich die großen Mistkübel bei den Einstiegsplattformen nachgebildet. Ob die Dame gerade etwas weggeschmissen hat, ob sie schon fürs Aussteigen bereit steht oder ob sie aufs Freiwerden des WCs wartet, ist nicht bekannt


    Erst nach dem Zusammenbau des Wagens kommen die kleinen Tische bei den Fenstern zur Geltung.


    Ein Blick durch die Fenster:


    Fragen, Kommentare oder Anregungen sind natürlich erwünscht

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  • Hat dir noch niemand geschrieben dass du nichts mehr posten sollst, du machst uns alle/oder die meisten - fertig :lachuh: +: :he:

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  • Heute stelle ich ein paar typische Mariazellerbahn-Garnituren der 90er-Jahre vor.


    Die ersten Szenen des folgenden Videos zeigen die 1099 012 mit einem kurzen Wagensatz, wie er für die nur auf der Talstrecke bis Laubenbachmühle verkehrenden Züge typisch war. Es gab auch einige Züge, die nur bis Obergrafendorf fuhren; die Wagen wurden dort von einer Diesellok übernommen und setzten die Fahrt über die "Krumpe" genannte Zweigstrecke Richtung Wieselburg (und früher noch weiter bis Gresten) fort. Ein Bild eines solchen Zuges gibt es z.B. hier: Klick
    Die nächsten Szenen zeigen die 1099 008 mit einem Regionalzug nach Mariazell, der auch einen Fahrradwagen mitführt.
    Und zum Schluss gibt es noch zwei kurze Szenen mit einem 4090.



    https://youtu.be/7YIWfMrigWM


  • Und viele Rote Trafos sind auch dabei... :D


    Für die Normalspurbahn habe ich vier Trafos im Einsatz, ein fünfter ist der Schmalspur vorbehalten. Auf meinem Arbeitstisch befindet sich ein weiterer Trafo, um auf dem Probegleis frisch aus der Werkstatt ausgetretene Loks bzw. neu gebastelte Schaltungen testen zu können – das ist nicht nur für die Modellbahn nützlich ;)
    Und ein paar weitere Trafos warten noch auf eine weitere Verwendung, müssen aber zum Teil erst instandgesetzt werden.


    Ein Überblick über die Schaltpulte und Trafos des Normalspurteils:


    Weitere Bilder gibt es übrigens in den Antworten 55 und 166.