railboys: Neues aus der Werkstatt

  • Liebe Freunde!
    Gern komme ich dem Wunsch nach, der schon öfter an mich gerichtet wurde: doch aus der Praxis zu berichten.
    Ich werde also an dieser Stelle gelegentlich schildern, was so alles bei uns passiert.
    Im Moment ist gerade eine Lok der Baureihe 310 in Arbeit. Ein Kundenauftrag hat mir nach vielen Jahren wieder einmal einen derartigen Gerard-Bausatz beschert. Etwas eigenartig ist es, wenn man heute so einen Bausatz bearbeitet und erinnert wird, wie verhältnismäßig grob und unpräzise damals produziert wurde. Es muss praktisch jeder Teil bearbeitet und mühsam angepasst werden. Aber natürlich geht das mit dem entsprechenden Zeitaufwand.


    Euer railboy
    Günter Schultschik

  • Bevor es jetzt wieder zu einer Endlosdiskussion komm warten wir bis meine Holde Gattin den Raum verlassen, das Smartphone abgedreht und zu ihrer Freundin gegangen ist, da kann ich dann sagen das ein Bierchen auch ganz nett ist....

    Wegen Humor geschlossen.......

  • Bevor es jetzt wieder zu einer Endlosdiskussion komm warten wir bis meine Holde Gattin den Raum verlassen, das Smartphone abgedreht und zu ihrer Freundin gegangen ist, da kann ich dann sagen das ein Bierchen auch ganz nett ist....


    Feig bist eh nicht .... :D


    grinst die GySEV

  • Im Moment ist gerade eine Lok der Baureihe 310 in Arbeit.



    +: +: ... hat nicht Herr Much seinerzeit einmal behauptet, daß der 310er Bausatz von Gerard was "für Männer ohne Nerven ist" .... :D :D


    Aber im Ernst: Erstklassige Profiarbeit Deinerseits :thumbup: :thumbup: !!

  • Für alle, die des Trosts bedürfen:
    In den letzten drei Tagen hat mich diese 310 noch zusätzliche Nerven gekostet! Nach erfolgter Lackierung- Einbau der Innensteuerung und der Treibräder. Einer inneren Eingebung folgend, bzw. aus vergangenen Tagen gewarnt, hab ich die Isolierung nochmals geprüft. Und, wie könnte es anders sein: Nach Abbinden des Klebers schlägt die Treibachse durch! Jetzt alles wieder zerlegen und im gesamten Bekanntenkreis nach einem Original-Gerard-310-Treibrad gefahndet, das isoliert ist. 40 Jahre nach Produktionsende nicht ganz problemlos! Schließich fand sich doch eines. Das war aber noch nicht mit der Mittelbohrung versehen. Also zum Kollegen Kröß gepilgert und dort auf der großen Drehbank mit dem Fräser zentrisch aufgebohrt. Wieder eingebaut. Beim Test, wie der Kreuzkopf an den Steuerungsteilen vorbei geht, die nächste Hiobsbotschaft: Der Vorgänger beim Bau der Lok hat die falschen Distanzblöcke auf den Zylindern montiert (die für Originalräder, wir brauchen aber die für RP 25!) Also müssen auch die Zylinder wieder runter (bei einer bereits lackierten Lok mit montierter Innensteuerung!). Gestern wurde das erledigt, die Zylinder neu zusammengebaut und lackiert. Jetzt steht der neuerliche Steuerungseinbau ins Haus mit anschließender Funktionsprüfung. Ein Stoßgebet, dass die Isolierung der Räder hält, eingeschlossen!
    Weils so frustrierend war, hab ich zwischendurch ein bissl am Bruderndorfer Wald gebastelt.


    Euer railboy
    Günter Schultschik

  • Und, wie könnte es anders sein: Nach Abbinden des Klebers schlägt die Treibachse durch! Jetzt alles wieder zerlegen


    die nächste Hiobsbotschaft: Der Vorgänger beim Bau der Lok hat die falschen Distanzblöcke auf den Zylindern montiert (die für Originalräder, wir brauchen aber die für RP 25!) Also müssen auch die Zylinder wieder runter (bei einer bereits lackierten Lok mit montierter Innensteuerung!).


    Da werden Erinnerungen wach!!!


    ....kann mich nicht wehren, alles schon durchgemacht (wenn´s Dir ein Trost sein kann)!


    LG Michael

  • Hallo Günter!


    Der Wald schaut aber schon ganz nett aus (kleine Untertreibung :D )


    Ich glaube nicht nur ich lechze nach weiteren Fotos?!


    LG Rene

  • @ Lokschnitzer: Es gibt Momente, wo man den ganzen Sch.. am liebsten in die nächste Ecke pfeffern würd! Aber irgendwann wird die auch fertig sein und alles löst sich in Wohlgefallen auf.


    @ 4912rene: Langsam geht's weiter. Momentan warten wir noch auf diverses Material. Zum orndlichen Fotografieren brauchat ma halt Sonne. Und an brauchbaren Hintergrund.


    LG
    Günter

  • Die 310 steht wieder auf eigenen Beinen (Rädern)! Und sie rollt. Jetzt noch das ganze Kleinzeug montieren und schließlich farblich noch einmal über alles drüber gehen (die diversen Pannen haben ihre Spuren hinterlassen). Kommende Woche wird sie fertig und dann gibt's noch ein Abschiedsfoto.


    3 Stück der Baureihe 82 aus Bausätzen unseres lieben Lokschnitzers stellen die nächste Aufgabe dar.


    Die Bausätze der Stromerzeugungswagens sind übrigens jetzt komplett ausgeliefert. Aus den paar Teilesätzen, die jetzt noch da sind, werden bestellte Fertigmodelle montiert. Wenn überhaupt, bleiben mir 1-2 Bausätze übrig. Wer also das Ding noch haben möchte, sollte jetzt ganz flott sein! Neuauflage gibt's definitiv keine.


    Euer railboy
    Günter Schultschik

  • Der Lohn der Mühe:
    Sie ist fertig, die 310.38.
    Und schon stehen das nächste Projekt auf dem Arbeitstisch: 3 Stück der Baureihe 82. Als Erstes ist das Fahrwerk dran. Anders als in der Bauanleitung beschrieben, hab ich nicht die Kunstoffdeichseln für die Vor- und Nachlaufachsen verwendet. Statt dessen wurden die zusätzlich beigelegten Messingdeichseln dahin gehen abgeändert, als sie nun die gleiche Kinematik aufweisen, wir ursprünglich vorgesehen.
    Euer railboy
    Günter Schultschik

  • Statt dessen wurden die zusätzlich beigelegten Messingdeichseln dahin gehen abgeändert, als sie nun die gleiche Kinematik aufweisen, wir ursprünglich vorgesehen.


    Servus Günter!


    Wenn Du die Messingdeichseln nicht in der ersten und letzten Bodenplattenverschraubung lagerst, erlaube ich mir vorzuschlagen, dass Du die Messing-Lagerblöcke seitlich auf´s Maß der Kunststoffdeichseln einkürzt, um damit eine Seitenverschiebbarkeit der Radsätze und damit eine annähernd radiale, wenn auch immer noch nicht optimale Einstellung der Vorlaufdrehgestelle zu erreichen!


    Die Messingdeichseln wurden von mir dem Bausatz beigegeben, damit man die Drehgestelle möglichst nahe an der ersten und letzten Kuppelachse anlenken kann und damit eine bestmögliche, radiale Einstellung erfolgt. Die Bodenplatte muss man im Bereich der Lagerungen etwas dünner feilen, damit ein Höhenspiel der Drehgestelle ermöglicht wird. Diese Konstruktion ist an vielen, alten Much-Modellen zu finden.


    LG Michael

  • Ja, wurden mit Flamme gelötet.
    Sie sind so eingestellt, dass sie die maximale Auslenkung erlauben. Da die Freistellung in den Messingblock eingearbeitet hätte werden müssen, wählte ich die weniger aufwändige Methode.


    Euer railboy
    Günter Schultschik