Bombardier macht das Rennen um Auftrag über 156 Straßenbahngarnituren der Wiener Linien

  • Bombardier hat den Auftrag über (bis zu) 156 Straßenbahngarnituren der Wiener Linien mit seinem Produkt "Flexity" gegen Siemens mit dem ULF gewonnen.
    Dies gaben die Wiener Linen heute bekannt, Link dazu nachfolgend
    http://wien.orf.at/news/stories/2682175/


    Für mich ist die Entscheidung "pro Bombardier" eher überrraschend, sieht man sich die bisherige Beschaffungspolitik für Schienenfahrzeuge der Wiener Linien in jüngerer Vergangenheit so an ....


    Dennoch scheint mir die "Flexity"-Bim von Bombardier durchaus ein brauchbares Produkt zu sein, was die Erfahrungen in Innsbruck, Linz und Graz bis dato so zeigen.

  • Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob da auch eine Art Standortpolitik von Bombardier mitspielt. Straßenbahnen sind nicht mein Thema, allerdings habe ich irgendetwas in dieser Richtung in Erinnerung, als ich das Bombardier-Werk in Wien besichtigen konnte.

  • Mein Bruder Lebt in der Schweiz und Arbeitet in Basel. Seiner Aussage nach hat man in Basel die Siemensstraßenbahnen enfernt weil angeblich zu viele Mängel auftraten und auf Bombardier Fahrzeuge getauscht. Es soll nicht die einzige Stadtverwaltung sein die diesen Schritt machen.
    Der ULF wurde doch in vielen Städten als Muster präsentiert, doch angenommen wurde dieses Fahrzeug nirgens.
    Wien ist die einzige Stadt de sich diesen ULF leistet.

  • Die Standortpolitik ist ja bei solchen Vergaben immer wieder ein Thema.
    Jetzt bin ich auf die Reaktion von Siemens gespannt.

    "Das ist so schrecklich, dass heute jeder zu allem eine Meinung hat. Ich glaube, das ist damals mit der Demokratie falsch verstanden worden: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. Es wäre ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

    (Dieter Nuhr)

  • Die Standortpolitik ist ja bei solchen Vergaben immer wieder ein Thema.
    Jetzt bin ich auf die Reaktion von Siemens gespannt.

    Na viel wird nicht kommen von der Seite Siemens, denn Siemens hat den Auftrag über die Nahverkehrstriebwagen bekommen, die ja eigentlich Bombardier bekommen hätte sollen (Talent). Bombardier hat ja zwar in den Bundesländern die Straßenbahnen bekommen, doch Wien hat schon lange nichts mehr im 22. Bezirk bestellt, bis auf ein paar Züge der Badnerbahn.
    Frau Ederer wird das schon schaukeln war ja bei Siemens und heute Aufsichtsrat Vorsitz der ÖBB

  • Bombardier hat den Auftrag über (bis zu) 156 Straßenbahngarnituren der Wiener Linien mit seinem Produkt "Flexity" gegen Siemens mit dem ULF gewonnen.
    Dies gaben die Wiener Linen heute bekannt, Link dazu nachfolgend
    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob da auch eine Art Standortpolitik von Bombardier mitspielt. Straßenbahnen sind nicht mein Thema, allerdings habe ich irgendetwas in dieser Richtung in Erinnerung, als ich das Bombardier-Werk in Wien besichtigen konnte.

    Ne, spielt nicht mit, war schon vor 18 Monaten klar, dass sich die WL für die Bombardier entscheiden!!
    Einzelheiten darf ich nicht preisgeben

    Mein Bruder Lebt in der Schweiz und Arbeitet in Basel. Seiner Aussage nach hat man in Basel die Siemensstraßenbahnen enfernt weil angeblich zu viele Mängel auftraten und auf Bombardier Fahrzeuge getauscht. Es soll nicht die einzige Stadtverwaltung sein die diesen Schritt machen.
    Der ULF wurde doch in vielen Städten als Muster präsentiert, doch angenommen wurde dieses Fahrzeug nirgens.
    Wien ist die einzige Stadt de sich diesen ULF leistet.

    Leisten trifft es durchaus und leider auch sehr wohl, 25% Ausfall ist Durchschnitt und die Schienen werden von den Ulf übermässig zerstört (durch einzelradaufhängung und fast doppelt so grossen Anpress/Lastdruck pro "Achse").

    Die Standortpolitik ist ja bei solchen Vergaben immer wieder ein Thema.
    Jetzt bin ich auf die Reaktion von Siemens gespannt.

    Was soll Siemens schon sagen? Die können nichts sagen, denn unzuverlässigere Fahrzeuge gab es noch nie....und auch noch die Wartungskosten...

    Der Wiener ULF erwies sich wahrlich nicht als Exportschlager, wenngleich (neben Wien) 10 Stück ULF in die rümänische Stadt ORADEA verkauft werden konnten ...
    http://wiev1.orf.at/stories/273309


    Da hat Siemens "getrickst". Die waren für Wien fertiggestellt (noch nicht ausgeliefert) und dadurch waren sie die schnellsten, die liefern konnten. (darum auch die "Wiener" Lackierung)
    Oradea ist aber auch nicht glücklich damit..........

    Last euch überraschen, ob die wirklich 34 m lang sind.....meines Wissen´s werden´s wegen des grossen Fahrgastaufkommen´s länger. Drum teurer.
    Lg Boris

  • Solche Ausschreibungstrix kenn ich auch von den Wiener Stadtwerken. Habe vor einigen Jahren in einem großen Unternehmen gearbeitet, dieses Unternehmen machte sehr viele und gute Geschäfte (gewinnbringend sogar) mit der Wiener Stadtverwaltung. Da wurden die Ausschreibungen so vorbereitet, dass ein Mitbewerber es sehr sehr schwer hatte, wenn er die Ausschreibungsformulare bekommen hatte und diese ausfüllte, als Sieger dieser Ausschreibung zu sein. Das sind lauter Schachzüge die hart an der Grenze der Legalität liegen. Doch die Wiener Stadtverwaltung ist da in Österreich nicht die einzige mit solchen Methoden. Schaut mal die Beschaffung der einzelnen Ministerien an was da gemacht wird. Flugzeuge ohne Nachtsicht Geräte und Servicevertäge kündigen. Oder Fahrzeuge kaufen wo es auch der handelten Stelle klar ist, dass diese nicht wirklich den Anforderungen entsprechen. Wir als Steuerzahler können da nichts dagegen machen außer bei der Wahl. Doch am Wahltag- Abend ist es mit der Demokratie wieder am Ende.

    Zitat



  • Mit der Demokratie ist es leider schon am Wahltag zu Ende. Die Wahlbeteiligung ist mittlerweile verschwindend gering und der kärgliche Rest wählt das was schon Opa und Papa gewählt haben. Ich bin stark dafür eine Wahl als ungültig zu erklären wenn nicht mindestens 50% Wahlbeteiligung herrscht...


    Allerdings, siehe Wien ist die Demokratie wirklich am selben Abend abgeschafft. O-Ton Häupl: "Es ist der Wille der Wähler daß wir eine rot/grüne Koalition bilden" Naja, die FPÖ wurde als zweitstärkste Partei gewählt. Was immer man von der FPÖ halten mag aber demokratisch ist das meiner Meinung nach nicht einmal im Ansatz.

  • Diese Fehlentwicklung in der Verwaltung fallen uns jetzt bei der viel diskutierten Steuerreform auf den Kopf. Es ist höchst an der Zeit, mehr Transparenz zu schaffen, Doppelgleisigkeiten abzubauen bzw. zu eliminieren und die Auswüchse der Geldverschwendungsorgien einzubremsen.


    Die Möglichkeit, die Politik in die Schranken zu weisen, liegt sehr wohl in der Hand der Wähler. Immer nur das selbe zu Wählen, weil man Angst hat, die Alternativen taugen nichts, kann kein Lösungsansatz sein. Die Politik muß aktiv spüren, daß die Sitmmen ihr nicht automatisch zufallen und daß sie um das Vertrauen der Wähler kämpfen müssen. Vollmundige Aussagen, die in schönen Worten gefaßt sind, kann jeder verbreiten ... Zuweilen wissen wir auch, wie viele Schaumschläger es rundherum gibt ....

  • Da gebe ich Ihnen vollkommen recht.


    Es ist sehr schade daß es anscheinend keine kritischen Medien mehr gibt. Manchmal beschleicht mich das Gefühl journalistische Arbeit besteht primär im Umformulieren von Presseaussendungen. In "Die Presse" gibt es tatsächlich hin und wieder kritische Kommentare, aber grundsätzliche Themen werden kaum über einen längeren Zeitraum behandelt. Es sei denn es geht *Ironie an* um die wirklich wichtigen Themen: Raucher, Feinstaub, Mariahhilfer Strasse, U5, Radfahren, Frauenquote und ähnliches. *Ironie aus*.


    Richtige Politiker die diese Bezeichnung auch verdienen haben wir in Ö meiner Meinung nach nicht mehr, nur mehr Verwalter und Personen deren Vision die Erhaltung des Status Quo ist.


    Ich glaub ich geh jetzt in den Keller Eisenbahnen sonst rege ich mich nur wieder auf... ;-)

  • Und was ist die Alternative zu Rot und Schwarz? Etwa das braune Gesocks von FPÖ?
    Nein Danke!


    LG
    rocofan2


    Und was ist die Alternative zu Rot und Schwarz? Etwa das braune Gesocks von FPÖ?
    Nein Danke!


    LG
    rocofan2



    Nicht Rot und Schwarz, sondern Rot und Grün wird unsere Zukunft sein. Das linke Gesocks finde ich persönlich aber ebenfalls als sehr unangenehm und bedrohlich. Das ZK der GrünnInnen und RotInnen - Prost, Mahlzeit.


    Aber, richtig - in der Mitte gibt es mittlerweile genau nichts mehr. Scheinbar geht es in der sogenannten Politik nur mehr um den Erhalt der Futtertröge.

  • Leider ist es so. Als Mitautor der RH-Broschüre zur Verwaltungsreform (2. Auflage) sagte ich im Nachhinein zu meinen Abteilungsleiter: Unsere Arbeit ist schön und gut, aber solange der Politik nicht das Wasser bis zum Hals steht (meinetwegen auch bis zu den Nasenlöchern oder noch weiter oben), wird sich zu dem Thema gar nicht tun.


    Wie schwierig die Zeiten im Verwalten öffentlicher Gelder ist, konnte ich vor zehn Jahren am eigenen Leib erfahren, indem sich die Politik regelmäßig bei der Budgeterstellung selbst belügte und in die Voranschläge bewußt Einnahmen hineingeschrieben wurden, von denen ich wußte, als ich den Betrag einfügte, daß ich dieses Geld nie sehen werde! Im Nachhinein (ca. 15 Monate später) wurde dann über das schlechte Jahresrechnungsergebnis gejammert, wobei ich kein Problem hatte, auf das eigene Lügenkonzert zu verweisen. Heute, einige Jahre später, als ich über die Entwicklung stets ein strenges, wachsames Auge warf und damals schon warnte, sind meine vor acht bis zehn Jahren getätigten Aussagen und Warnungen voll und ganz eingetroffen, denn heute ist fast alles verscherbelt, sogar die Cash-Cows, und die gemeindeeigenen Betriebe werfen infolge Wirtschaftsflaute auch nicht mehr das ab, um die Budgetlöcher zu stopfen, zugleich konnten die Darlehen mit den Erlösen auch nicht in jener Höhe bedeckt werden, als man es sich wünschte.

  • Kann man bitte die Politik aus dem Forum lassen? Es ist schon schwer genug um den Herren da oben nicht die Meinung zu geigen......


    @Hr. Magister,


    soweit ich mich erinnern kann war zu iherer Zeit als Rechnungsprüfer Schwarz/Blau an der Macht, und was da gemacht wurde solle einem jedem Österreicher hinlänglich bekannt sein......

  • Bitte hört auf, das bringt nix hier im Forum ich wollte nur kurz aufzeigen und keine elend lange unsinnige Wortmeldungen auslösen. Wir wissen alle das es bei uns in Österreich mit der Demokratie sehr schwach bestellt ist. Unsere Schweizer Nachbarn sagen über uns " wir müßen noch ein paar hundert Jahre lernen demokratisch zu leben " es ist was wares drann oder wir versuchen es wieder mit der Monarchie doch da zu fehlt uns ein Kaiser.

  • Bitte hört auf, das bringt nix hier im Forum ich wollte nur kurz aufzeigen und keine elend lange unsinnige Wortmeldungen auslösen. Wir wissen alle das es bei uns in Österreich mit der Demokratie sehr schwach bestellt ist. Unsere Schweizer Nachbarn sagen über uns " wir müßen noch ein paar hundert Jahre lernen demokratisch zu leben " es ist was wares drann oder wir versuchen es wieder mit der Monarchie doch da zu fehlt uns ein Kaiser.


    Jaja, unsere lieben Nachbarn, die Schweizer.
    Die sind auch viel vifer als wir Österreicher. Ja sicher. Das sieht man auch an der Staatsflagge: Die Schweizer haben ein großes Plus drauf. Was haben wir? Ein dickes Minus.
    Wie man sieht alles nur eine Frage der Intelligenz. Darum sind die Schweizer auch nicht in der EU.
    Mir dröhnen jetzt noch die Göbbels-Parolen vor der Abstimmung im Ohr: "Wenn wir Österreicher nicht zur EU gehören werden wir genauso verarmen wie die Schweizer."
    Jetzt wär ich gern so "arm" wie die Schweizer. Andererseits wärs interessant wo die 66 % Ja-Sager jetzt sind. Jeden den du fragst hat nicht mit Ja gestimmt. Seltsam, aber so steht's geschrieben .....


  • Jaja, unsere lieben Nachbarn, die Schweizer.
    Die sind auch viel vifer als wir Österreicher. Ja sicher. Das sieht man auch an der Staatsflagge: Die Schweizer haben ein großes Plus drauf. Was haben wir? Ein dickes Minus.
    Wie man sieht alles nur eine Frage der Intelligenz. Darum sind die Schweizer auch nicht in der EU.
    Mir dröhnen jetzt noch die Göbbels-Parolen vor der Abstimmung im Ohr: "Wenn wir Österreicher nicht zur EU gehören werden wir genauso verarmen wie die Schweizer."
    Jetzt wär ich gern so "arm" wie die Schweizer. Andererseits wärs interessant wo die 66 % Ja-Sager jetzt sind. Jeden den du fragst hat nicht mit Ja gestimmt. Seltsam, aber so steht's geschrieben .....

    Das finde ich nicht angebracht, dass du hier versuchst Personen aus der Kriegsvergangenheit des 2. Weltkrieges und deren Gehabe und Aussagen mit den Aussagen Österreichischer Politiker der 2. Republk zu vermengen.
    Bitte unterlass solche Wortspiele, dieses Thema 2. Weltkrieg und das Regiem dieser Zeit ist viel zu ernst um damit Wortspiele zu konstruieren.

  • @ Erzberg: Schwarz/Blau war zu dieser Zeit nicht mehr am Ruder, sondern Gusenbauer bzw. Faymann.


    @ Stoffi: Sei mir nicht böse, aber die heutige Propaganda ist genauso unerträglich wie damals. Nur, wir nähern uns wieder sehr gefährlich damaligen Zeiten und ähnlichen Zügen und gesellschaftlichen Entwicklungen wie früher, ebenfalls unter Propaganda-Einfluß.