TWW - Toms Waggonwerkstätte

  • Von den Aufbauten her kommen die Bi 65 400 ff noch am nächesten, der Ursprung der Wagen ist aber auch der Bremen.
    Da die Wagen als Personenzuggepäckwagen eingesetzt wurden, hatten sie an der Einstiegsseite auch einen Stirnübergang zum Wagenzug.


    65 420 Di.jpg

  • Ist es nicht denkbar dass meine mögliche Theorie zutrifft. ?


    1.) Liliput/Wien brachte den Dih 65305, ein Pwgs-41 (Oppeln).
    2.) Roco und Sachsenmodelle den Pwgs-44 (Bremen) als Pwgs 78053 und 097, die früher Dih 654xx waren.
    3.) Liliput/Bachmann dagegen den Tom`schen Wagen Pwgs 78138, der ebenso wie mein Dgh 78081 eben das Phantasieprodukt ist.


    Es waere daher zu klaeren ob es bei der OeBB Dih 653xx gab und diese später in die von Liliput/Bachmann produzierten Waggonnummern umgezeichnet wurden. (Ich vermute es eher nicht, habe im www. nichts gefunden.)


    Auch bei den Pwgs-44 gab es Unterschiede bei der Anordnung der Fenster, und ob es auch bei den Tueren welche gab laesst sich aus den Fotos von H. Heless nicht eindeutig bestimmen.

  • Übrigens hatte Trix/Märklin einen Pwgs-41 in der Ursprungsausführung mit Stahlschubtür ohne Fenster im Programm.
    In einem Güterwagenset auch in ÖBB Ausführung.

  • 1) Die Pwgs-41 hatten die Nummerngruppe Pw 77 000 ff und wurden 1954-56 in Di 65 300 - 334 umgezeichnet.
    2) Die Pwgs-43 hatten die Nummerngruppe Pwg 78 000 - 004, 010 - 018, 020 - 140, 144 - 181 und wurden nur einzelne Wagen in Di 65 400 ff umgezeichnet.
    3) Die Pwg-44 hatten die Nummerngruppe Pwg 78 190 - 201, 210 - 217. Von denen wurde keiner in Di 65 400 ff umgezeichnet.
    4) Die sonst noch vorhandenene Pwg-43/44 wurden gleich in die Nummerngruppe Pw/Di 65 400 - 430 eingereiht.

  • Ausgehend von der Fragestellung, ob der Liliput Pwg ein reales Vorbild hat (ich sage: nein), gab es dazu hier vor einiger Zeit eine rege Diskussion. Habe dort auch ein paar Infos reingeschrieben. Aber natürlich spricht nix dagegen, den Liliput-Wagen trotzdem auf seiner Modellbahnanlage einzusetzen. Pwgs kann man nie genug haben.

  • So, hab wieder einen Wagenumbau fertiggestellt:


    Roco Schiebewandwagen Hbbillns 21 43 246 2 014-2 der GYSEV (Art. Nr. 67561)


    Der Wagen ist eine soeben erschienene Zweitauflage, die erste wurde bereits 1997 unter Art. Nr. 46748 mit der Betr. Nr. 21 43 246 2 013-4 produziert. Er ist ein netter Kontrast zu den bereits in unzähligen Varianten aufgelegten ÖBB Wagen (und auch vieler anderer Bahnverwaltungen), bleibt aber leider eine reine Farb- und Beschriftungsvariante. Da sich die GYSEV-Version im Original teilweise doch recht deutlich (Träger/Sprengwerk) von der ÖBB Variante unterscheidet, habe ich versucht, sie möglichst dem Original anzunähern.


    Umbauten:


    Boden und Rahmen:
    - Entfernen des Sprengwerkes
    - Einbau eines Langträgers mit den charakteristischen Aussparungen (Polystyrol 1,0 und 0,25x1,5)
    - Montage eines Auftrittes mittig am Träger (Polystyrol 0,5x2)
    - Montage eines 3-speichigen Handbremsrades


    Aufbau:
    - Entfernen der angespritzten Rangiererhaltegriffe
    - Montage neuer freistehender Haltegriffe aus 0,4 MS (empfiehlt sich auch für alle anderen Hbbillns)
    - Abfräsen des Laufzettelhalters im 1. Feld der Seitenwand
    - neuer Zettelhalter im 3. Feld (schwarze Fläche)
    - gelb lackierte Seilhaken


    Die Bilder zeigen den umgebauten Wagen 014 und als Vergleich den noch nicht umgebauten 013








  • Herzlichen Dank, dass du auch mich verschönerst


    freut sich die GySEV

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Der neue Längsträger wär sicher eine Fitzelei!


    Da liegst Du 100% richtig! ;)
    Nachdem ich weder eine CAD Maschin' habe, noch einen Laser, blieb nur die reine Handarbeit. Und hat auch mehrere Anläufe (mit entsprechendem Ausschuss) gebraucht, um die Ausschnitte halbwegs gleichmäßig hinzukriegen. :hammer:

  • Es ist jetzt schon mehr als 3 Jahre her, daß sich in diesem thread etwas getan hat. Das heißt, in Toms Waggonwerkstätte (in der realen) hat sich sehr viel getan. Es war nur wenig Zeit (und Lust) vorhanden, das Ganze auch zu dokumentieren. Also werde ich mich aufraffen, einige der inzwischen zahlreich fertiggestellten Modelle bildlich vorzustellen und auch den Bau bzw. Umbau zu beschreiben. Ich beginne mit dem


    Spanten Halbgepäckwagen BDih 47 908


    Den Wagen zu bauen hatte ich schon länger vor, den Anstoß gab dann das 3D-Druck Gehäuse der Kärntner Nostalgiebahner. Doch das Gehäuse ist für die Montage auf das KMB BDi Fahrwerk konstruiert und daher zu schmal (der KMB BDi hat Zugführererker, daher ist der Wagenkasten schmäler, um ins Lichtraumprofil zu passen) - es fehlen fast 3mm - und auch zu lang. Außerdem muss das Fahrwerk sowieso auf 8m Achsstand umgebaut werden. Also bleibt nur der Selbstbau aus einem Bi. So entsteht mit einigem Aufwand ein maßstäbliches Modell eines Wagens, wie er in vielen unterschiedlichen Spantenwagen-Zügen der 60er und 70er Jahre eingesetzt war.


    Die Umbaudetails habe ich nachfolgend beschrieben:


    Fahrwerk:
    - der Wagen wurde im Original auf einem MCi Fahrwerk aufgebaut. Ich habe einen Bi Boden verwendet und so auseinandergeschnitten, daß die Kinematik erhalten bleibt. Die Länge wird an den Wagenkasten angepasst

    - die gepäckraumseitige Pufferbohle ist bei dieser Nummerngruppe charakteristisch und sieht aufgrund der MCi Herkunft ganz anders (gerade, zurückversetzt) aus als bei den anderen Spanten BDi. Entstanden aus 1mm PS Profil

    - Gepäckraumtürauftritte aus dem Boden des BDi ausschneiden, Ausschnitte im Wagenboden für senkrechte Streben der Stufe anbringen, Stufen ankleben

    - neuer Gepäckraumboden aus PS Bretterplatte, zum Wagenkasten im Schubbereich der Gepäckraumschiebetüren Spalt für Tür freilassen

    - Achslager und Schaken/Federn plan mit Trägerunterkante vom Fahrwerksboden abschneiden

    - neue Achslager (vollverblechte) von KMB mit Achsstand 8m (92mm) einkleben

    - der MCi hat besonders typische kurze Federn und Schaken, daher habe ich welche von einem Roco MCi verwendet. Abgeschnitten, Federn im Bereich des Achslagers dünner geschliffen, auf Achslager und Längsträger geklebt (benelli- Methode)

    - Batteriekasten nach rechts vorne verlegt

    - Ablaufrohr vom Klo im Wagenkasteneck vor dem rechten Achslager (1,5mm PS)

    - Lichtmaschine auf der linken Wagenseite, bühnenseitig; von KMB, auf PS Profil Sockel, Riemen aus 0,4 MS

    - farbliches Hervorheben der Bremsumsteller

    Wagenkasten:

    - typisch für diesen Wagen sind die besonders schmale innenliegende Gepäckraumtüre und das weit hinten sitzende Gepäckraumfenster. Man kann den Wagenkasten einfach bauen und eine Tür mit Fensterausschnitt in den angepassten Bi-Kasten kleben. Ich wollte aber eine zu öffnende Gepäckraumtüre nachbauen. Das ist schon deutlich aufwendiger, weil durch die innenliegende Türe die modellmäßig viel zu dicke Wagenkastenstärke unangenehm sichtbar wird. Also muss man im Gepäckraumbereich vor und hinter der Türe eine 0,75mmPS Platte als neue Wand einkleben, hinter der die Türe läuft (beginnend nach dem 4. Fenster bis vor das Gepäckraumfenster)

    - zur Stabilisierung und zur Führung der Türe bekommt der Gepäckraum eine PS Platte als Dach

    - die Türe ist eine angepasste vom KMB BDi; sie erhält einen Griff zum Öffnen und eine Griffstange aus 0,4 MS

    - Führung für die Türe ist unten der Spalt zwischen Wagenkasten und Bretterboden und oben ein dünnes PS Profil von unten an die Dachplatte geklebt

    - die Griffstangen bei der Bühne wurden abgeschnitten und durch MS 0,4 ersetzt

    - der wegen der Bühnenausschnitte fehlende Teil der nun gepäckraumseitigen Stirnwand wird durch PS Profile ergänzt

    - über der gepäckraumseitigen Stirntüre wir ein Regenabweiserblech aus PS Profil 0,25 eingeklebt

    - Die Verkleidung der Handbremsspindel wird aus PS Profil 1x flach, 1x halbrund zusammengebaut

    - das Übertrittblech und -gitter ist vom BDi

    - die Heizkupplungsschläuche sind vom KMB 4a Spanten, vorne bei der Bühne auf ein Plättchen, das zwischen die Geländerstreben geklebt wird

    - Trennwand zwischen Fahrgastraum und Zugführerabteil bzw. Gepäckabteil aus PS Platte

    - Sortierregale und Tische im Zugführerabteil aus PS Profilen

    - im Gepäckraum habe ich noch die Übergangstüre in das Zugführerabteil, die Klappsitze links und rechts der Türe, die Heizkörper am Boden sowie den Heizungsschalter mit der Leitung nachgebildet, die durch die geöffnete Türe sichtbar sind

    - die Sitze wurden mit Kopfstützen und Armlehnen aus PS Profilen ausgestattet und grün lackiert, ebenso die Wände gelblich (elfenbein mit weiß) und den Boden grau

    - um die viel zu hoch liegende Inneneinrichtung tieferzulegen, habe ich sie aus dem Wagenkasten herausgeschnitten und direkt auf das Ballastblech geklebt. Dazu wurden die Plastikhalter des Ballastbleches abgeschnitten und dieses direkt auf den Wagenboden geklebt. Das hält einerseits den zusammengeklebten Wagenboden fest zusammen und andererseits liegen dadurch der Wagenboden und die Sitze um mehr als 1mm tiefer. Auch noch nicht optimal, aber die Optik gewinnt deutlich

    - Beschriftungstafeln sind aus 0,25mm PS, Kanten leicht abgeschliffen

    - Nach Schleifen und Spachteln wurde grundiert, lackiert und die von fjb angefertigten Beschriftungs-Decals aufgebracht, danach seidenmatt überlackiert.

    Dach:
    - Bi Dach, an Wagenkastenlänge angepasst

    - über Plattform grün lackiert, Innenkante/Versatz alu, daß der Eindruck von überstehendem Blech entsteht

    - Plattformleuchte: aus 3,2mm PS, aufgebohrt mit 1mm, Kanten leicht abgerundet; Acrylstab 1mm halbkugelförmig abgerundet, poliert, eingesetzt


    Und hier die Fotos:


    dtsnwlco5a09auh1q.jpgdtsnqmcmc8krmqi1a.jpgdtsnx11r1bxji9r66.jpgdtsnxl9yz1uzjnj66.jpgdtsnxxglok6srxnf2.jpgdtsnyaip84tkeru8e.jpgdtsnymd0rgtv473ym.jpgdtsnz0jsdqk590w5q.jpgdtsnzdrr9467ghbda.jpgdtsnzqer3qlg01o0e.jpgdtso0zxok8fq7czwu.jpgdtso1itx3w2p7knny.jpgdtso1ysdf3rvyrhla.jpgdtso2ekdh4gytzfta.jpgdtso3fi15tchvkvke.jpg

  • Tom danke für diese Beschreibung. Jetzt haben wir die dritte Möglichkeit des Umbau dieses BDi, jetzt muss man nur mehr überlegen welche Variante man nimmt :D

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • 78er dir fällt gar nix auf: Na die Fässer von der Firma GeraldF die im Laderaum transportiert werden ;)

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Kann ich mir nicht vorstellen, daß die alten rostigen Fassln von Füxlein jemals von den ÖBB als Ladegut in einem BD befördert worden wären.:22:


    Das ist halt der Nachteil, wenn man den Rostfraß bei Blechfassln so perfekt darstellt, wie es Füxlein ja gemacht hat .... +: