Roco 1018 1118 E18 Messingrahmen Einbauanleitung.

  • So sieht es frisch aus der Maschine aus:



    Noch sind die Huckel für die Drehgestelle etwas kantig, das feilen wir vorsichtig runder, dann flutscht auch das FG besser drauf. Da ich eine Streuung einplanen mußte - es gibt aufgebogene und nicht aufgebogene FG-Halterungen, sowie 2 Typen, die sich marginal unterscheiden - kann auch noch die Höhe des Huckels mittels Feilen angepaßt werden, bis alles flutscht. Das ist sehr einfach, Messing läßt sich perfekt feilen - und wegnehmen kann man immer was, anstelle von dicker machen :) :)





    Fertig sieht es so aus.




    Dann entfettet man den Rahmen flugs mit Aceton oder Änhlichem. Die Fräseemulsion ist noch in Spuren vorhanden, wer Zusatzgewichte und Maschinenhausattrappen draufpicken will, leidet sonst.




    Wir haben unser Tier zerlegt und machen nun Folgendes:




    Die Vorlaufachsen werden abgeschraubt. Da sich die Gewindebuchse mit Sicherheit durchdrehen wird, wird dagegengehalten. Bitte paßt auf, daß Ihr die Feder an der Unterseite nicht in die Gegend schießt!





    Nun werden die Drehgestelle eingehängt.
    Für den Motor habe ich extra eine große Auflagefläche konstruiert. Ob man den Motor nun zusätzlich mit hauchdünnem Doppelklebeband oder Loctite 4850 oder einem Minipatzen Uhu plus fixiert, bleibt Geschmackssache. Geht auch ohne Kleber. Ich würde es zuerst ohne Kleber machen, wir wollen ja noch überprüfen, ob der Motor richtig herum drinnen ist, weil sonst das Licht falsch rum leuchtet!

  • Wenden wir uns nun der Platine zu.


    Man muß ein viertes Loch bohren. Man muß auch zusätzlich die Löcher zur Mitte hin VORSICHTIG größer feilen, das ist extrem wichtig, weil sonst die Maschinenraumattrappen nicht hineinpassen!!!!!!! Das muß deswegen vorsichtig gemacht werden, wir wollen uns ja nicht die freistehenden Stiezeln der Platine abbrechen.



    Mit einem Skalpell oder Bastelmesser schaben wir nun auf der isolierten Seite ein bißchen von der Beschichtung ab, sonst gibt es einen Kurzschluß.



    Den Isolierkarton habe ich mit einem 3M Bandl festgeklebt, damit er sich nicht rühren kann.






    Zur Positionierung kann man Koststoffröhrln (Modellfliegerbowdenzug z.B.) oder Messing verwenden. Innendurchmesser 2mm. Länge: 11mm.

  • Nachdem wir die Kabel wieder angelötet haben, steht einer Probefahrt nichts im Wege!



    Jetzt sieht man auch, ob der Motor richtig herum eingebaut ist, oder er um die Längsachse gedreht werden muß.


    Das fetzt so. Sollte man eine extrem holprige Gleisanlage haben und der Bock dafür zu steif sein, was aber bei mir mit KB Gleisen nicht der Fall ist, kann man VORSICHTIGST die Oberseite der runden Fahrgestellhuckel abfeilen. Einen Hauch aber nur. Wie gesagt, es ist nicht nötig, außer man hat noch schludrigere Gleise als ich!


  • Probehalber fädelt man mal das Gehäuse ein, es paßt!


    Nun zur Fensterfriemelei :)




    Aus einem 0,3mm Blech habe ich mir Füße geschnitten. Diese werden auf die Hinterseite der Attrappen geklebt und dann auf den Rahmen. Zu Positionierung kann man sich den alten Rahmen als Lehre hinlegen, auch sollte man darauf achten, daß nichts seitenverkehrt ist!



    Paßt alles, sieht es dann so aus.


    Sollte nun das Haus widerspenstig sein, haben wir die Löcher der Platine nicht ausreichend nach innen ausgefeilt und müssen nacharbeiten. Zur Not kann man auch an der Hinterseite der Attrappen ein bißchen wegnehmen. Faustregel: Die 4 Befestigungsschrauben der Platine (die ich natürlich mitliefere) müssen SENKRECHT stehen!

  • Aus unserem Kleinbahnfundus nehmen wir nun 2 kurze M2 Schrauben.



    Der Hochzeit steht nun nichts im Wege!




    Ich habe diese Reihenfolge absichtlich gewählt, weil man so freien Raum zur Gehäusemontage hat, dann entspannt den Kunststoffrahmen einbauen kannn, ohne daß einem die Vorlaufachsen andauernd im Weg sind! Ich kann ein Lied von singen! :D





    Voila, so schwer war´s doch gar nicht! Flugs die Vorlaufachsen und die Aufstiegsleitern drangemacht, Patient ist genesen!

  • Falls jemandem die Lok nach dem Umbau zu leicht erscheint - hier gibt es 2mm starkes


    Walzblei:


    http://www.modellsport-boehm.at/zubehor.html?cat=294


    Platz zum Ein-/Ankleben des Gewichtes gibts wahrscheinlich genug.


    Folgender Vorschlag von mir: Da ich im 21. Bezirk nicht allzuweit weg vom Böhm wohne meldet Euch per PN bei mir, falls


    Ihr Walzblei haben wollt. Mache dann eine Sammelbestellung bzw. einen Sammelkauf.


    LG


    rocofan2

  • Und hier sieht man wieder einmal, was dieses Hobby so faszinierend macht :) Die verschiedenen Lösungsansätze und Verwirklichungen des "Gewichtszuwachses"










    Bitte nicht mehr hier antworten, auch wenn mir das Herz dabei blutet, es soll ja eine Einbauanleitung bleiben :) Die erste Mini-Testserie hat bewiesen, daß mein Rahmen paßt, Bestellungen bitte per PN an mich, wenn genug Stück zusammenkommen, gibt es eine ganze Auflage.