Neues aus dem steirischen Randgebirge

  • Ehrlich gestanden bin ich kein großer Freund von Farbenspielen. Mir persönlich erschließt sich auch der Grund nicht ganz. Wer der Schreiber ist sehe am Avatar (Meiner gehör noch überarbeitet) und wenn etwas im Text besonders hervorgehoben werden soll dann gibt es manigfaltige Darstellungsoptionen.


    Was gefällt ist auch sehr subjektiv. Deswegen bin ich eher der Meinung wir sollten grundsätzlich im Standardmodus posten damit eben jene die sich ihr eigenes Leselayout basteln keine Probleme in der Darstellung haben. Man sollte auch bedenken das so ein Forum auf verschiedensten Endgeräten gelesen wird. In meinem Fall z.b. von 26" Monitor über ein 12" Tablet bis zum Smartphone. Und das in dunkeln Räumen oder auf der Terasse im grellen Sonnenlicht.

    Bilder ohne Quellenangabe oder Link sind von mir.

  • Also ich hab kein Problem damit. Schau aber nur auf Laptop und Standgerät.

    Viel wichtiger ist der Inhalt und der ist TOP !!!

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Mir gefällt es auch sehr gut, nur sehe ich das rot sehr schlecht am Tablet.||

  • jzipp


    nur zum Verstaendnis. Deine Beitraege find ich super. Mir gefaellt nur die Farbe der Schrift nicht...


    ABER.....


    Es muss ned mir gefallen sondern Dir. :bier:

    Schoenen Gruss aus Bali
    Peter


    Rocoline & Piko A
    Rocomotion 5.8 mit Multimaus
    Brand / LDT Decoder
    Lenz Gold/Silver Lokdecoder
    Rollmaterial Querbeet

  • Kommen wir wieder zu den wesentlichen Dingen zurück

    Wie coool ist das denn? Von so einer Szene träume ich auch :thumbup::thumbup::thumbup::love:


    Zum Glück gibt es im steirischen Randgebirge einige "Kleinbahnen".


    1. Die 760mm Waldbahn in den Gößnitzgraben:

    Bis dato gibt's hier die Verladestelle zur Bundesbahn als betriebsfähiges Diorama. Im Einsatz ist eine Jung-Diesellok.


    32712350pm.jpg



    2. Dann die bekannte 500mm Werksbahn in der Isolatorenfabrik:

    Hier noch ein Bild vom Peppi und seiner Maschin... aber halt, wo is der Peppi?


    32712774gg.jpg



    3. Und dann demnächst auch eine 600mm Materialbahn:

    Diese sogenannte "untere Rollbahn" führt von der Ladestelle Krenhof zur Kraftwerksbaustelle Salla II. Mehr dazu sicher hier in diesem Theater Thread :)


    32712610nc.jpg


    Schönen Abend

    Jürgen

  • Serus Jürgen,


    Wieder einmal wunderbar! Ich bin ja eigentlich nur ein stiller Mitleser, aber was du immer hier zeigst ist spitze!


    Deine Anlage war ein Mitgrund, warum ich wieder mit dem Hobby angefangen habe :)


    Lg

    Gottfried

    Meine Gebirgsstrecke/Endbahnhof: (Klick aufs Bild)

    img_1968kopietmk9l.jpg

  • Zitat

    Kennt schon wer den mutmaßlich weltersten Kärntneranzug in 1:87? Dann siehe hier, LINK

    Das ruft nach Gegenreaktion (Steieranzug). Wer nimmt die Herausforderung an?

    Natürlich verloren. :(;)

    Beim Karl sitzt jetzt auch einen Steirer im Lokalbahnwagen. Könnte der alte Wirt vom GH "Zum lustigen Bauer" sein, der mit seiner Enkelin die zugeheirateten Verwandten in Kärnten besucht....




    Gottfried, das ist ja ein sehr schönes Kompliment. Ich hoffe, du hast nun auch viel Spaß mit dem Hobby!

  • Tere liebe Freunde des steirischen Randgebirge,


    im Zuge meiner Recherchen zur Abzweigung und Ladestelle Krenhof sind mir zwei alte Fotos in die Hände gefallen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Die Fotos sind qualitativ zwar nicht die allerbesten, aber historisch wertvoll. Sie scheinen aus der ersten Betriebszeit der Bahn zu sein, denn die Feldbahngleise sind erst provisorisch verlegt. Vor allem zeigen sie aber den mir bisher nicht bekannten Einsatz eines Decauville-Zweikupplers auf der 600mm-Materialbahn zum Kraftwerk.


    Anhand der recht markanten Felswand ist sehr gut zu erkennen, dass die beiden Fotos in der zusätzlichen Versorgungsstation aufgenommen wurde, die sich unweit von der Verladestelle befand. Dort mussten die Loks vor allem Wasser fassen, die sie für die Bergfahrt zur Baustelle benötigten. In der Ladestelle Krenhof konnte aufgrund der beengten Lage im schmalen Tal nämlich nur das Rollbahn-Ladegleis direkt neben dem vorhandenen Freiladegleis der Bundesbahn errichtet werden. Der eigentliche Betriebs- und Bauhof befand sich etwas weiter hinten im Tal an einer ausreichend breiten Stelle, an der auch das Baumaterial für den Kraftswerksbau gelagert wurde.


    32928680wd.jpg


    32928885tq.jpg



    Soweit für heute, ich wünsche noch ein erholsames Bastel- oder Bade-Wochenende

    Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    da hast du dir aber wieder eine feine Geschichte einfallen lassen und diese auch wie immer toll fotografiert. Aber eine Frage bleibt für mich: Woher bezieht die kleine Versorgungsstation das Wasser? So richtig urige wäre es, wenn es mit einem "Widder", wie sie früher in gebirgigen Gegenden zur Wasserversorgung verwendet wurden, herangepumpt würde!


    Hans1073

  • Hallo Hans,

    mir ist aus dem Sallagraben nur die eherne Gams bekannt, über die bei Gelegenheit noch zu berichten sein wird. Vielleicht sehen wir sie auch irgendwann. Aber die wirst du nicht meinen. Dein Hinweis erinnert mich mehr an unser letztes Gespräch, aber in Bezug auf Wasserfördertechnik muss ich leider passen und bitte daher um weitere Hinweise, was zu tun ist. Ein freistehendes Aggregat würde sich sicher gut machen...

    :)

    Jürgen

  • Hier ein paar Bilder zum Hydraulischen Widder, diese Art der Fördertechnik war früher sehr verbreitet, da kein Strom erforderlich ist und Pumpen aufwendig und teuer war.

  • Hallo Jürgen,

    das mit dem hydraulischen Widder war nur eine kleine Anregung für deine Geschichte und läßt sich in H0 natürlich kaum darstellen. Das größere Stück ist der Windkessel und der befindet sich talseitig, oftmals in einem Schacht, der tiefer liegen muß als das zu pumpende Wasser, weil ein sogenanntes Triebgefälle notwendig ist. Eine eherne Gams ist mir wiederum nicht bekannt.


    Konstantin,

    ja das habe ich gemeint.

    Dazu eine kleine Anektote: Vor ein paar Jahren ging ich einen nicht allzu häufig begangenen Weg über die Grünburger Hütte zum Hochbuchberg (wen es interessiert: In den OÖ Voralpen am Rande des Nationalpark Kalkalpen). Dabei hörte ich das typische Klacken eines Widders. Ich traf einen alten Bauern, den ich fragte, wohin das Wasser gepumpt wird. Der Mann war total überrascht, daß jemand diese alte Technik überhaupt noch kennt, worauf wir dann weiteres bei einem Plutzer Most besprachen.


    Seife813, danke für die Bilder. Ich habe immer gestaunt, wie so etwas funktionier kann. Diese Widder, oder Druckstoßpumpen, verbrauchten Wasser für den Betrieb, sodaß nur ein Bruchteil oben ankam. Aber sie waren fast wartungsfrei und brauchten keinen Strom.


    Hans1073

  • Guten Abend,


    die Sache mit dem Widder hat mir keine Ruhe gelassen und tatsächlich bin ich auf interessante Dinge gestoßen, allerdings sind noch einige Punkte unklar. Aber der Reihe nach:


    Als in den 50ern eine 600mm Rollbahn zur Kraftwerksbaustelle Salla II errichtet wurde, war dies nicht die erste Bahn an dieser Stelle. Bereits Anfang der 20er Jahre wurde eine Materialbahn von der Ladestelle Krenhof zum Bauhof der damaligen Baustelle des Kraftwerks Salla I angelegt. Vom Ende dieser sog. "unteren Rollbahn" führte dann ein Schrägaufzug zur "oberen Rollbahn", die wiederum weiter zur Staumauer-Baustelle führte. Der Betrieb auf beiden Bahnen wurde mit den Dampfloks der Baufirmen durchgeführt. Im Bereich der unteren Strecke gab es keinerlei Probleme mit der Wasserversorgung, jedoch dürfte es bei der oberen Strecke in einem sehr trockenen Sommer vermehrt Wasserengpässe gegeben haben. Dem Vernehmen nach wurde das Problem durch den Einbau eine wassergetriebenen Pumpe gelöst.


    Nach der Fertigstellung des Kraftwerks wurde die obere Bahn vollständig und die untere Bahn ab dem Bauhof abgebaut. Das Reststück von Krenhof bis knapp vor dem Bauhof blieb jedoch bestehen und wurde fortan von dem nahe gelegenen Marmorsteinbruch genutzt. Der Betrieb wurde mit einer Austro-Daimler-Motorlok abgewickelt. Als nun in den 50er Jahren der Bau der Staustufe Salla II beschlossen wurde, bot sich die Nutzung der vorhandenen Materialbahn an und im Bereich des ehemaligen Bauhofes wurden die nötigen Gleisanlagen sowie das Materiallager für die Baustelle neu errichtet. Für die Reststrecke zur neuen Baustelle baute man diesmal zwar eine Materialseilbahn, aber immerhin kamen dadurch wieder Dampfloks auf der Materialbahn zum Einsatz.


    Die von früher noch vorhandenen Wasserkräne wurden dabei ebenfalls wieder genutzt.




    Und so ergab es sich, dass in den 50ern beim "Lustigen Bauern" nicht nur ein reger Austausch zwischen Mitarbeitern der im Sallagraben stationierten Baufirmen und der einheimischen weiblichen Bevölkerung entstand, sondern auch am Stammtisch der pensionierten Eisenbahner beim "Lustigen Bauern" des Öfteren über die Eisenbahn im Allgemeinen und die Bahnen im steirischen Randgebirge im Besonderen bei einigen Glaserl Most intensiv gefachsimpelt wurde. Und so wurde eben auch über einen "Widder am Berg" diskutiert, den der damals noch sehr junge Chronist jedoch seinerzeit nicht so recht einordnen konnte, denn er kannte nur die schon erwähnte "Gams am Berg".


    Vorerst weiterhin unklar bleibt, ob es diesen Widder in den 50ern also noch gegeben hat, wo er stand und vor allem wie er ausgesehen hat. Um Mithilfe wird gebeten


    Schönen Abend

    Jürgen

  • Wunderschöne Beschreibung, ich fürchte nur, dass ein eingeborener Flachländer dir hier nicht helfen kann :(?(;(

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Wird wieder einmal Spitze! Ich freu mich schon...

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Das Stellwerk wird wieder ein Kleinod – toll finde ich auch, dass Du die Scenerie beim Bau gleich mit denkst.


    Zum Brunnen kann ich nur sagen – ich freue mich auf Deine Umsetzung! Abgesehen davon, dass Kopien der Originalpläne schon ihren eigenen Reiz haben – so gesehen „charming and i like it“

    Danke für die Fotos

  • Die Steirer sind ein fleißiges Völkchen. Da wartet der Bauer mit der Sense, obwohls den Grassamen no net amal ausgstreut habn....


    LG Christian