Neues aus dem steirischen Randgebirge

  • Guten Abend,


    ausnahmsweise setze ich heute einmal einen Link auf meinen gleichnamigen Thread im EBFÖ-Forum, schlichtweg weil sich dort eine - zumindest für mich - äußerst spannende Diskussion um alte Stellwerkstechnik anhand meines geplanten Bahnhofs entspannt hat und diese möchte ich Euch nicht vorenthalten:
    LINK


    Jürgen

  • Guten Abend,


    nach den theoretischen Abhandlungen in den letzten Wochen sollte es nun auch wieder praktisch weitergehen. Ich habe einige Hauptabmessungen für eine kkStB-Hebelbank bekommen, allerdings stellen mich diese Maße jetzt vor das Problem, dass ich meine aus einem Ms-Bausatz begonnene Hebelbank nicht wirklich dafür verwenden kann. Die 12-teilige Hebelbank, die wohl einer deutschen oder schweizer Bauart nachempfunden ist, ist schlichtweg für eine kkStB-Hebelbank zu hoch und auch zu lang. Daher werde ich mir wohl auch die Teile für die Hebelbank ätzen (lassen) müssen, nicht nur die ohnedies geplanten Teile wie den Blockfelderaufsatz usw. (seufz)


    Jürgen




  • nach den theoretischen Abhandlungen in den letzten Wochen sollte es nun auch wieder praktisch weitergehen.


    Praktisch unvergleichlich schön !!!


    :38: :thumbsup: Michael

    LG Michael


    Meine Fotos sind selbstgeschnitzt, soweit nicht explizit auf eine fremde Quelle hingewiesen wird.


  • Praktisch unvergleichlich schön !!!
    Michael


    Leider deutlich zu groß für den geplanten Anwendungsfall. Das wäre wie ein Reichsbahneinheitskessel auf einem altösterr. Dampfer.


    Hier nochmals links das kleine kkStB-Stellwerk StW 2 für meinem geplanten Bahnhof und rechts das Stellwerksgebäude für den Abzweig zur Lokalbahn.




    Für das Stellwerk rechts habe ich einen schon vor einiger Zeit gekauften Bausatz von kb-model verwendet, wobei ich nicht weiß, ob das Gebäude jetzt ein altösterr. oder eher ein späteres tschechisches Vorbild hat. Weiß dazu jemand eventuell mehr?


    Jürgen




  • Guten Abend,


    bis zum Stellwerk in meinem Bahnhof ist es noch ein weiter Weg. Derzeit geht aber bei der Isolatorenfabrik wieder etwas weiter. Für heute Abend möchte ich kurz beschreiben, wie ich mir Grenzzeichen selbst gebastelt hab:


    Ausgangsbasis ist eine 2x2 mm Kunststoffleiste, aus der ich die einzelnen Grenzzeichen zugeschnitten (Länge 9mm) und in dir richtige Form gefeilt habe. Diese werden dann auf einen 1x2 mm Kunststoffstreifen aufgeklebt, sorgsam bemalt, ausgeschnitten und bei dem Gleismittenabstand von 3500mm (= 40 mm in H0) aufgeklebt...









    Wem's gefällt - Viel Spaß beim Nachbau!
    Jürgen


  • Guten Morgen Jürgen!


    Maßstäbliche, selbstgebastelte Grenzzeichen aus Polystyrol, da kannst du einem alten Plastik-Fetischisten nix erzählen.
    ABER: Die Schichtdicke des Schotterbettes miteinzuberechnen, um die kleinen Trümmer vor dem Einschottern positionieren zu können, das hat KLASSE!


    LG Christian

  • Guten Morgen Jürgen!


    Maßstäbliche, selbstgebastelte Grenzzeichen aus Polystyrol, da kannst du einem alten Plastik-Fetischisten nix erzählen.
    ABER: Die Schichtdicke des Schotterbettes miteinzuberechnen, um die kleinen Trümmer vor dem Einschottern positionieren zu können, das hat KLASSE!


    LG Christian


    Hätte ich auch nicht daran gedacht. Zum Stellwerk kann ich dir leider auch nichts sagen, habe solche in Österreich allerdings auch auf Fotos noch nicht gesehen.

    Nicht eigens gekennzeichnete Fotos sind von mir, bzw. aus meinem Archiv und ich habe die Erlaubnis sie zu veröffentlichen.

  • Sicher. es gibt fertige aus Kunststoff, 3 D-Druck, sogar gegossene aus Messing. Aber gerade DAS Gezeigte macht den Modellbau aus.


    Eh :)


    Aber ehrlicherweise ist auch bei mir das Selbermachen kein reiner Selbstzweck, sondern mir ist es darum gegangen, eine bestimme Vorbildvariante darzustellen, die es eben nicht zu kaufen gibt. Daher muss man das dann wohl selber machen. Ansonsten versuche ich schon eher dem Motto zu folgen: warum kompliziert, wenn's einfach auch geht...


    Bei einem Bahnhof werd ich dann auch andere Typen verwenden, wie zB die von dir erwähnten aus Messing.


    Hier der von mir gebauten Typ im Köflacherbahnhof in Graz aus den 90ern...




    ...diesen Typ gab's vor Jahren aus Weißmetall bei Spieth...





    ...und hier noch eine ganz andere österr. Variante - könnte man auch leicht selber bauen



  • Hi,


    Aus der MBW aus den 90igern habe ich auch etwas eingescannt.


    Mfg


    Didi L

  • Guten Abend,


    derzeit lässt mich grad eine Idee nicht los, die mir ein Kollege im Parallelforum für meine Ladestelle Krenhof in den Kopf gesetzt hat. Die Überlegung ist, die Ladestelle durch einen Sperrbaum zu sichern. Da die bisherigen Recherchen ergeben haben, dass solch eine Sicherungseinrichtung Ende der 50er Jahre im steirischen Randgebirge womöglich noch vorhanden war, habe ich jetzt einmal zwei kleine Probemodelle gebaut (noch ohne Details).


    1. Ein kleineres Modell basierend auf einer historischen Zeichnung (siehe LINK):
    Eventuell müsste ich hier die beiden kleinen Pfosten links und rechts noch etwas weiter nach außen setzen, denn derzeit ragen sie in den Lichtraum rein. Problematisch ist sicher das Gelenk des Querbalkens, denn es ist ja keine weitere Abstützung des auskragenden Balkens vorhanden.







    2. Ein etwas größeres Modell in Anlehnung an den Sperrbaum auf der Thörlerbahn in der Ladestelle Hinterberg (jetzt allerdings für Vollspur adaptiert):
    Hier ist der Querbalken abgestützt und alle Pfosten sind etwas dicker. Auch wird das Lichtraumprofil eingehalten







    Und hier beide Varianten im Vergleich - Feedback und Hinweise dazu gerne. Es gibt eh noch einige Unklarheiten zB zur genauen technischen Ausführung solcher Sperrbäume:





    Auch zum Stellwerk an der Abzweigung Krenhof gibt es ein paar interessante Ideen, daher habe ich auch hier jetzt einmal für das ganze Ensemble eine Grundplatte gebaut, damit ich die weitere Anordnung festlegen kann:

    • Links vom Stellwerk soll eine zusätzliche Hebelbank für ein erst später hinzugekommenes Distanzsignal hin - dazu bin ich grad am recherchieren, wie so etwas wohl ausgesehen haben könnte. Gut gefallen würde mir ein auf einer Seite offenes winziges Gebäude eben mit dem einen Signalhebeln drinnen.

    • Rechts kommt dann noch ein kleiner Abort dazu, entweder direkt an das Stellwerk drangebaut oder freistehend.


    Wie ist die Meinung dazu? Hab ich was vergessen bzw. kann man sonst noch was ergänzen?





    Schönen Restabend
    Jürgen

  • Guten Abend,
    Links vom Stellwerk soll eine zusätzliche Hebelbank für ein erst später hinzugekommenes Distanzsignal hin - dazu bin ich grad am recherchieren, wie so etwas wohl ausgesehen haben könnte.


    [color=#990000]Grad beim Stöbern im eigenen Archiv gefunden (1994 in Eberstein fotografiert). Das Bauwerk ist mir für meine Situation im Modell zwar nicht ganz passend, die Ausführung der Stellhebel würde mir aber schon gut gefallen:

  • Guten Abend nach diesem herrlichen Sommertag ;)


    auf meiner Fototour im steirischen Randgebirge sind mir heute in der Feldbahn-Werkstatt der Isolatorenfabrik zwei interessante Lokomotiven aufgefallen.




    Beide scheinen gerade in Reparatur zu sein und da fragt sich natürlich der Laie: was hat der alte Kowatsch bloß mit den beiden Maschinen vor?




    Bei der einen handelt es sich ganz klar um eine sogenannte Austro-Daimler-Motorlok, die in den 20er Jahren bei den Puchwerken gebaut wurde.




    Die andere Lok ist mir jedoch unbekannt.




    Mehr Klarheit besteht hingegen über die Herkunft im Modell: Beide Modelle sind Halb-Bausätze von dem Hersteller M3M - siehe Diskussion hier LINK- und diese Modelle wurden mir freundlicherweise von einem Forumskollegen zur weiteren Verwendung überlassen, worüber ich mich sehr sehr gefreut habe und wofür ich mich mit diesen Fotos auch gerne bedanken möchte!!!


    Es fehlen noch die Antriebe, aber da warten wir einmal ab, was der alte Kowatsch so plant... interessant ist übrigens der große Schneeräumer der rotbraunen Feldbahnlok


    Jürgen


  • Servus Jürgen!
    Die beiden Loks werden sicher Gustostückerln, weil auf Meister Kowatsch ist Verlaß. Bin gespannt welche Antriebe er verwendet.
    Und die Fotos sind zum Niederknien!


    LG Christian

  • Habe d'Ehre,


    noch ein kleiner Nachtrag zur letzten Fototour: für den Personentransport auf der werkseigenen Industriebahn ist in der Isolatorenfabrik ein offener Personenwagen vorhanden. Die Bilder zeigen diesen sehr einfach gehaltenen Waggon vor dem Kohleentladegleis der Fabrik.





    @ Christian, danke fürs Feedback. Zum Antrieb: lt. Anleitung sollte ein Märklin Z-Fahrwerk unter die Gehäuse kommen, aber ich denke, da gibt es heute bessere Möglichkeiten. Allerdings stehen momentan vorerst noch ein paar andere Sachen am Programm...


    Soweit für heute
    Jürgen