Neues aus dem steirischen Randgebirge

  • Der Günter ist der erste, dem das jetzt aufgefallen ist. Wohl berufsbedingt. Und natürlich hat er recht. Eigentlich sollte man in seiner Freizeit ausreichend Zeit dafür haben, was einen interessiert...


    Ich meinte aber mit meinem Vergleich etwas anderes: wer profimäßig Modellbau betreibt, kann (und muss - auch aus Zeitgründen!) sich mit neuen Methoden und Techniken viel eingehender befassen, kann aber dafür dann auch die investierten Einmalkosten (und quasi auch die "Einmalzeit") nutzen und Synergien heben, einerseits durch Skaleneffekte:
    - eine Silikonform für ein einziges Tunnelportal machen?
    - Lackieranlage für 5 gerade benötigte Ätzteile anwerfen?
    und andererseits wird die schöne Wiese auf der achten Anlage auch flotter von der Hand gehen, als wenn man sich erst einmal (wieder) die richtigen Methoden aneignen muss. Ob's mehr Spaß macht, 300 Bäume auf einen Schlag zu bauen, als zizzerlweise drei pro Jahr sei dahingestellt, aber schneller gehts sicher wenn man sowas durchzieht...


    Jürgen

  • Jürgen du hast es doch in deiner Signatur stehen...Modellbahn macht Spaß! :D
    Es soll nicht zum Stress werden, es soll ja beim Bau der Stress der Arbeit verfliegen ;)


    Darum von mir mal ein großes Lob für diese gestalterische Meisterleistung :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    P.S. Die Maße der Haltestelle Miesenbach bekommst du leider erst am kommenden Wochenende :S
    Denn auch bei mir ist die Zeit daheim durch die Dienstreisen begrenzt :thumbdown:


    LG
    Stefan

  • Ich kann diesen Ansichten viel abgewinnen:
    Ja, tatsächlich werden 10 Triebwagen in Serie gebaut insgesamt schneller fertig, als dieselben 10 Stück hintereinander. Wenn man der Typ dazu ist! Ich kenne Kollegen, da so eine Arbeit nicht aushalten und wirklich lieber Fahrzeug nach Fahrzeug montieren und damit bewusst auf einen Teil der Wertschöpfung verzichten.
    Und genauso Zustimmung: die Beschäftigung/Arbeit muss auch Spaß machen bzw. darf nicht von Stress diktiert werden.
    Es kann selbst die berufsmäßige Arbeit mit Modellbau eine angenehme und vergnügliche Sache sein. Wenn ich eine Teilesatz vor mir habe, von dem ich weiß, dass er seriös konstruiert worden ist und der dem entsprechend passgenau in der Fertigung wird, dann macht das schon einmal richtig Freude, daraus was zu machen. Selbst, wenn das Modell letztlich nicht mir gehören wird!
    Oder man "verliebt" sich in einen Plan, macht spannende Recherchen und dann geht's an den PC und langsam wächst aus der Zweidimensionalität des Papiers ein angreifbares Stück Lokomotivgeschichte. DAS IST VERGNÜGEN PUR!
    LG
    Günter

  • ... und hoffentlich ein wenig (Eisenbahn)Atmosphäre auf die Modellbahnanlage zaubern.


    ...ein wenig viel, sehr, optimale, absolut naturgetreue, immer wieder zu bewundernde, einfach nicht loslassende Atmosphäre...


    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: Michael

    LG Michael


    Meine Fotos sind selbstgeschnitzt, soweit nicht explizit auf eine fremde Quelle hingewiesen wird.

  • Guten Abend liebe Bastelfreunde,


    heute gibt es wieder einmal einen Kurzbeitrag zur Serie „Wer bastelt mit?“


    Folge 4: Altern von Güterwagen – quick&dirty


    Natürlich wurden in der Originalfernsehserie Anfang der 80ern keine Eisenbahnmodelle gealtert. Es wurden in meiner Erinnerung überhaupt keine Eisenbahnfahrzeuge gebaut, umgebaut, gesupert oder sonst einer Spezialbehandlung unterzogen. Die Modell- oder wohl eher Spielzeugeisenbahn war bloß der Rahmen für viele Basteleien dieser Serie, wie eben Gebäude für die kleine Eisenbahn im Kinderzimmer. Das ist allerdings für mich kein Hinderungsgrund, in meiner „Wer bastelt mit?“-Serie sich auch solcher Basteleien anzunehmen.


    Um es gleich vorweg zu nehmen: die hier vorgestellte Methode zum Altern von Fahrzeugmodellen ist weder neu noch habe ich sie erfunden. Sie ist aber die Methode, die ich – neben und in Kombination mit anderen – am liebsten anwende, denn sie geht schnell, ist einfach und bringt gute Ergebnisse. Also im wahrsten Sinne des Wortes quick&dirty.


    Der Material- und Werkzeugbedarf ist gering und auf dem ersten Bild zu sehen:
    Pastellkreiden, Schleifpapier, ein Pinsel, ein klarer Mattlack aus der Spraydose und ein geeignetes Modell, in diesem Fall ein Rms von Piko, im Bild links hinten original aus der Schachtel und vorne nach der quick&dirty-Alterung.




    Zur Vorbereitung des Modells werden Räder und Kupplungsköpfe ausgebaut. Bei den gezeigten Rungenwagen habe ich vor der Alterung die Innenwände und den Boden des Modells farblich abgesetzt.


    Die eigentliche Arbeitsweise ist denkbar einfach:
    1. die Pastellkreiden werden auf einem feinen Schleifpapier gerieben,
    2. der dabei erzeugte Farbstaub wird mit einem weichen Pinsel großzügig auf dem Modell aufgetragen,
    3. abschließend wird das fertige Modell mit mattem Klarlack aus der Spraydose überzogen…


    … und schon sind ein paar dezent gealterte Güterwagen fertig:


    Noch einmal der Rms von Piko im vorher-nachher-Vergleich:




    Ein weiterer Rms, diesmal von Fleischmann:




    Und ein Schienenwagen, ebenfalls von Fleischmann:




    Diese Arbeitsweise kann natürlich auch mit anderen Alterungsmethoden kombiniert bzw. zum Abschluss angewandt werden. Beispiel dazu ist ein vor vielen Jahren eher grob gealterter 4-achsiger Güterwagen, der durch einen einfachen Überzug mit Puderfarbe und Klarlack deutlich im Aussehen gewonnen hat und nun bedenkenlos in den nächsten Güterzug durch das steirische Randgebirge eingereiht werden kann.




    Schöne Grüße und viel Spaß beim Beschmutzen
    Jürgen


    Bisherige Berichte:
    Folge 1: Kleines Wiegehäuschen
    Folge 2: Selbstgebaute Bahnhofs-/Straßenlaternen
    Folge 3: Kleiner Werkzeugschuppen

  • Super gefaellt mir.


    Ein kleiner Verbesserungsvorschlag sei mir erlaubt.
    Du fuehrst am Ende an Teil 1-4. Perfekt waere wenn das noch mit dem Link verkuepft waere und man da gleich hinspringen koennte.


    Sorry bin halt a faule Sau die mit Suchfunktionen eher auf Kriegsfuss steht. :D :D :D

    Schoenen Gruss aus Bali
    Peter


    Rocoline & Piko A
    Rocomotion 5.8 mit Multimaus
    Brand / LDT Decoder
    Lenz Gold/Silver Lokdecoder
    Rollmaterial Querbeet

  • Sorry bin halt a faule Sau die mit Suchfunktionen eher auf Kriegsfuss steht. :D :D :D


    Faulheit, soso, noch dazu dort, wenn man eh schon wo arbeiten darf, wo andere nur Urlaub machen können... :hammer:
    Was soll ich sagen. Ich hab nicht einmal die Zeit... :huh:


    Besonders super finde ich, dass sich DEINE Methode in einem "vernünftigen" Zeitraum durchführen lässt ;)


    Genau :D :D :D
    Und da soll ich jetzt mit der ersparten Zeit Verlinkungen hier durchführen??? :22:



    Aber gut. Ich werds mir für die nächste Folge einmal überlegen...
    ;)

  • Danke für diesen interessanten Schnellkurs zum Thema Altern! :thumbup:


    Gerne!


    Dazu passend gibt’s eine Großaufnahme und gleich noch einen kleinen Tipp dazu.



    Die Innenwände und der Boden lassen sich schnell und unkompliziert mit einem Pinsel und den wasserlöslichen Farben von Revell Aqua Color (hier Nr. 82 Dark Earth und Nr. 314 Beige) einfärben. Vorteil: diese Farben kriegt man quasi an jeder Ecke, sie lassen sich mit dem Pinsel gut auftragen und zum Verdünnen und Reinigen kann man Wasser nehmen. Airbrush und Verdünner können im Schrank bleiben…


    Schöne Grüße
    Jürgen

  • Liebe Freunde des steirischen Randgebirges,


    passend zum heutigen Sonntag müsst Ihr nicht mitbasteln, sondern dürft ruhen, Euch gemütlich zurücklehnen und schauen. Begleitet den neuen Motorbahnwagen auf einer Inspektionsfahrt durch das steirische Randgebirge.



    Schon geht’s am Werkstor der Isolatorenfabrik vorbei. Wird heute nachgeschaut, ob’s wohl auch mit den Bahnanlagen beim Privatanschluss vom alten Kowatsch alles seine Richtigkeit hat?




    Der Motorbahnwagen hat seine Anhänger am Ende des Abstellgleises abgesetzt. Links befinden sich die Entladeanlagen für die Staubgutwagen, rechts hinter dem Werkstor das Kohlenlager.




    Der kleine Motorbahnwagen – Baujahr 1957 – in Großaufnahme.





    Und schon setzt der Motorwagen wieder zurück.




    Hinter der Draisine sieht man das Kohlenlager der Fabrik und die kleine Remise für den Jenbacher vom Peppi „Blaumann“




    Schaut doch nicht nach einer Inspektionsfahrt aus. Mit der Draisine wird nur geschnittenes Astwerk bequem mit der Bahn abtransportiert. Wie das der alte Kowatsch wohl wieder eingfadlt hat?




    Und bald geht’s wieder zurück...




    Viel Spaß und noch einen schönen Sonntagnachmittag wünscht Euch
    Jürgen


  • Irgendwie war es klar, dass Jürgen einen tollen 1000er Beitrag bringt!


    Jürgen: Es ist Dir abermals gelungen, uns für Deine kleinen Kunstwerke irgendwo in der Steiemark am Randgebirge zu begeistern!


    Klaus

  • passend zum heutigen Sonntag müsst Ihr nicht mitbasteln, sondern dürft ruhen, Euch gemütlich zurücklehnen und schauen.


    Ich glaub´, das werde ich in den nächsten Tagen öfter machen müssen!!!


    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: Michael

    LG Michael


    Meine Fotos sind selbstgeschnitzt, soweit nicht explizit auf eine fremde Quelle hingewiesen wird.